in 437
Vollständige Signatur
HHStAW, 22, in 437
Urkunde
Identifikation (Urkunde)
Datierung
Datierung
1327 Dezember 29
Bestellsignatur
Bestellsignatur
Or. im Staatsarchiv Darmstadt: A 1 Nr. 91/6
Provenienz
(Vor-) Provenienzen
(Vor-) Provenienzen
Archiv Kloster Eberbach: Burger, Repertorium 1, Hainer Hof (Henau) Nr. 11 (57) S. 900 (22, 550)
Vermerke (Urkunde)
(Voll-) Regest
(Voll-) Regest
Die Richter des Mainzer Stuhls machen bekannt, dass Bruder Ebelin von Oppenheim und Bruder Nikolaus von Mainz, Priester und Mönche des Klosters Eberbach, vor ihnen vorgetragen haben, dass einst der verstorbene Ritter Gerhard von Praunheim (Prumheim) das Kloster Eberbach wegen dessem Hof in Leeheim gen. Haina (Hene), gelegen gegenüber der Stadt Oppenheim jenseits des Rheins, der dem Kloster zu eigen gehört, schwer bedrängt hat mit der Behauptung, er besitze die Vogtei, gemeinhin ‚vautye' genannt, über diesen Hof. Schließlich hatte der Mainzer Erzbischof Werner (1259-1284) auf dem Gerichtswege und in freundschaftlicher Übereinkunft den Ritter Gerhard dazu bewogen, keine Ansprüche mehr an das Kloster zu stellen. Darüber hinaus hatte sich der Ritter Gerhard persönlich in das Kloster barfuß mit abgelegten Kleidern (exutis vestibus ac nudis pedibus) begeben und, nachdem er den Kreuzgang durchschritten hatte (per ambitum sive circuitum dicti monasterii circoivit), im Kapitelsaal, wo die Brüder und die Konversen gewöhnlich ihre Verfehlungen eingestehen und Besserung geloben (in domo capitulari ibidem, ubi fratres et conversi pro suis delictis corrigi consueverunt), durch den damaligen Abt mit Stockhieben nach der Gewohnheit des Klosters Absolution erhalten (per abbatem tunc temporis existentem cum virgis percussus et correctus fuerat). Daß dies so geschehen ist, bescheinigen die genannten Brüder Ebelin und Nicolaus, die sagen, dass sie persönlich dabei waren. Geschehen im Hause des Emelrich von Rüdesheim, Mainzer Kanoniker, in Gegenwart des geistlichen Bruders und Meisters Giselbert, Mönch von Eberbach und Notar. Ausgefertigt von dem öffentlichen Notar Heinrich, Sohn des Heinrich von Augsburg (Augusta), Mainzer Diözese.
Siegler
Siegler
Or.: Ausst., mit Rücksiegel, nur zwei Bruchstücke erhalten
Formalbeschreibung
Formalbeschreibung
Notariatsinstrument, Ausf. Perg.. - Abschr. im Protocollum Tripartitum I, fol. 250r (22, 437)
Druckangaben
Druckangaben
Baur, Hess. Urk. 1, Nr. 361 S. 257 f., Anm. (Teildruck); fehlt bei Rossel, UB Eberbach
Informationen / Notizen
Zusatzinformationen
Zusatzinformationen
Aus konservatorischen Gründen für die Nutzung gesperrt. Wt 15.07.2025
Repräsentationen
| Typ | Bezeichnung | Zugang | Information | Aktion |
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| Original | Original | Detailseite anzeigen | ||
| Nutzungsdigitalisat | tif |
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