Signatur

AdJb, F 1, 636

Stück-Serie


Identifikation (kurz)


Titel Titel
Umzug der Nationalsozialistischen Betriebszellenorganisation (NSBO) in Berlin
Laufzeit Laufzeit
1933

Vermerke


Enthält Enthält
250 Fotografien

Sachverhalt


Sachverhalt Sachverhalt
1933 erstellte Julius Groß Fotografien eines Umzugs von Mitgliedern der Nationalsozialistischen Betriebszellenorganisation (NSBO) in Berlin. Für 1933 finden sich im Groß'schen Nachlass mehrfach Fotografien der NSBO (siehe AdJb F1 Nr. 606, 634 und 700). Diese war Ende der 1920er Jahre gegründet worden, ihre zahlenmäßige Ausweitung wurde durch offensive Mitgliederwerbung erreicht, allerdings konnte sie Anfang der 1930er bei weitem nicht mit den Mitgliederzahlen der Freien und Christlichen Gewerkschaften mithalten. Ab 1933 stieg ihre Bedeutung zunächst durch die Besetzung der Gewerkschaftshäuser, bei der sie „Träger der Aktion“ war. Nach der Gründung der Deutschen Arbeitsfront (DAF) jedoch lag ihre Hauptaufgabe in weltanschaulichen Betriebsschulungen. Nach dem Tod Gregor Strassers (1892-1934) wurde die NSBO 1935 aufgelöst.
Die vorliegende Bilderserie umfasst Aufnahmen eines Umzuges von verschiedensten Betriebszellen der NSBO, allesamt in Uniformierung bzw. Arbeitsbekleidung und mit Hakenkreuzflagge. Das Spektrum der Teilnehmer und Teilnehmerinnen reichte von staatlichen Institutionen, wie etwa verschiedener Berliner Arbeitsämter, bis hin zu größeren und kleineren Firmen. Die aus Berlin stammenden Bezirkszellen lassen sich anhand der mitgeführten Schilder identifizieren (unsortiert entlang der Bildserie, allerdings weitestgehend einheitlich in Bezug auf die Herkunftsbezirke):
Fuhrhof 1 und 2; Paketpostamt; Postamt 8; Ullstein AG; Arbeitsamt Berlin-Mitte; Magistrat Berlin; Kaufhaus Gerson; Preussische Staatsbank Seehandlung; die Versicherungsgruppe Deutscher Herold; Justiz; Versicherungsgruppe Iduna Germania; Kaufhaus Abraham Wertheim am Moritzplatz; AEG Zentral-Verwaltung; Reichsbahnzentrale für den Deutschen Reiseverkehr; Reichs-Kredit-Gesellschaft; Universitäts-Frauen-Klinik und die Charité; Polizei-Präsidium Berlin; Möbelfabrik AG Albert Gleiser; Kaufhaus Abraham Wertheim in der König-Straße; Central-Hotel in der Friedrichstraße; J. Grützke; Elektrowerke AG (EWAG); Berliner Städtische Elektrizitätswerke Akt.-Ges. (BEWAG) Berlin-Köpenick; Bank des Berliner Kassen-Vereins; Drogisten; Arbeitsgemeinschaft der Bäcker- und Konditor-Gehilfen; Spedition Papendieck & Co., Filmproduktionsgesellschaft Althoff-Ambos-Film AG (AAFA); Bezirksamt Treptow; Ortsgruppe Kriminalgericht; Schill; Ortsgruppe Schöneberg; Reichsbahnausbesserungswerk (R.A.W.) Tempelhof; Kleist; Schneidwarenindustrie Zwilling J. A. Henckels; Bezirksamt Friedrichshain Strassenreinigung, Reinickendorf und Bernsdorf; Firma Gustav Huhn; Arminius; Ortsgruppe Friedenau; Betriebszelle Hildebrand, Ortsgruppe Wartburgplatz; Brauerei Julius Bötzow; Kirchbach, Einzelhandelsunternehmen/Fabrik Leiser; Gaswerk in der Danziger Straße; Firma Feder.
Firma F.F.A. Schulze; die Berufsgruppen Musik, Varieté und Kabarett; AWG-Dinse in Reinickendorf Ost; Firma Fritz Werner AG Berlin Marienfelde; Daimler-Benz-AG Marienfelde; Möbelfabrik Hinz Fabrik GmbH; Mariendorfer Gummiwaren Fabrik GmbH; Gartenbau Nodek-Schwartz [?] in Mariendorf; Bezirksamt Tempelhof; Mineralölwerke Rhenania-Ossag/Shell in Spandau; Firma Ehrich und Graetz; Arbeitsamt Nord-Ost in Berlin-Pankow; Firma Kupp Fleischwerk [?]; Dittmann Fahrzeugbau in Berlin-Wittenau.
Hermann Tietz Warenhaus in der Wilmersdorferstr.; Aronwerke (Nora-Radio); die Städtische Oper; Verein Jugendheim; Charlottenburger Spitzenhaus Walter Penthus in der Wilmersdorfer Str. 26-27 [?]; Firma Michels; Evangelischer Preßverband für Deutschland; Firma Grünberg & Kurda GmbH in Charlottenburg; Physikalisch-Technische Reichsanstalt Charlottenburg; Betriebszelle Total GmbH.
Vereinigte Kranken-Versicherungs AG Bezirks-Direktion Berlin-Charlottenburg; Firma Johannes Jeserich AG; Lietzensee; L. Langebartels GmbH Fabrik Photographie und Papiere in Berlin-Charlottenburg; Güterabfertigung in Charlottenburg; Reichsbahn Westend; Bahnmeisterei; Robert Bosch AG Charlottenburg; O. Stegmeyer GmBh Maschinenfabrik; Oberpräsidium; Firma Thomas Goodson Sanitäre Anlagen; Finanzamt Charlottenburg-West; Garten Amt Charlottenburg; Betriebe Sophie Charlottenstr.; Firma Gebauer; Berliner Spar- & Bauverein GmbH; Wollgarn Aktien-Gesellschaft; Kaufhaus Edeka.
Biologische Reichsanstalt Dahlem; Lehr- und Forschungsanstalt für Gartenbau Berlin-Dahlem; Oskar-Helene-Heim; Kaiser Wilhelm Institute Dahlem für Silikatforschung, Faserstoffchemie; Staatliches Materialprüfungsamt Berlin-Dahlem; Landwirtschaftliche Hochschule Abteilung Dahlem; Staatsarchiv Berlin-Dahlem; Firma Tack; Epa; Vela; AEG Werkstätten Rummelsburg; Hamel’sche Druckerei; Tempo-Special Schallplattenfabrik Berlin-Wilmersdorf; Abordnung der Firma Paul Held Nchf.; Schokoladenfabrik Wilczek Berlin; Allgemeine Ortskrankenkasse Schmargendorf; Lederfabrik Berlin Blankenburg-Mank AG; Arbeitsamt Berlin-West; Betriebszelle Cellon [?]; Werke Charlottenburg; Wassermesser-Vertriebsgesellschaft; Telegraphische Bauabteilung Wilmersdorf; Sternberg Schraubenfabrik in Grunewald; AEG Turbinenfabrik; Reichsbahn Betriebswagenwerk Grunewald.
Auto-Union; Loewe-Gestürel [?]; J. G. Farbenindustrie AG.; Pharmazeutisches Büro am Kurfürstendamm 179; Firma Erich Hamann; Deutsche Superphosphat-Industrie; Typograph; Oelbag Deutsche Luftfilterbaugesellschaft mbH Halensee; Oskar Böttcher Gmbh Halensee; Berliner Spiritusgesellschaft (Reichsmonopolverwaltung) Tempelhof; Firma Carl Gustav Gerold; Hydra-Werke; Kraftpostwerk Borsigwalde; Bezirksamt Wilmersdorf; Lagerhaus Hafen Tempelhof; Finanzamt Friedrichsstadt; R. Stock & Co Marienfelde; H. Kämpfer AG Marienfelde; Norddeutsche Hagel-Versicherung; Reh und Praedel Berlin-Britz; Firma Dr. Georg Henning in Tempelhof; Kaufhaus Feidt in Steglitz; Firma Reico; Kabelwerk Oberspree; Firma Otto Reichelt; Nationale Automobilgesellschaft Oberschöneweide; Arbeiter Flughafen Tempelhof; Firma Scherk GmbH; Kämmereibetriebe des Bezirksamtes Neukölln; Café Victoria; Buchhandlung Friedrich Meyer; Brotfabrik Wittler-Brot; Firma Steffens & Nölle AG; Epa Filiale in Weißensee; Firma Richard Klinger AG in Berlin-Tempelhof; Firma Hermann Hein Tiefbau in Tempelhof; Firma Clorenz AG; Heinrich Zeiss Unionzeiss; Firma Otto Boenicke.

Informationen / Notizen


Zusatzinformationen Zusatzinformationen
Originaltitel: NSBO Berlin
Quellen u. Literatur: Reinhard Giersch: Nationalsozialistische Betriebszellen-Organisation (NSBO) 1930 (1931)–1934 (1935), in: Dieter Fricke (Hg.): Lexikon zur Parteiengeschichte. Die bürgerlichen und kleinbürgerlichen Parteien und Verbände in Deutschland (1789–1945), Bd. 3, Leipzig 1985, S. 454–459; Volker Kratzenberg: Arbeiter auf dem Weg zu Hitler? Die Nationalsozialistische Betriebszellen-Organisation. Ihre Entstehung, ihre Programmatik, ihr Scheitern 1927–1934, Frankfurt/Main u.a. 1987.