NL 295
Complete identifier
StadtA WI, NL 295
Fonds
Identification (short)
Title
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Möckel, Sabine (1906-1986)
Fonds data
Custodial history
Custodial history
Gisela Schmitt, die den Nachlass am 18. Februar 2026 dem Stadtarchiv Wiesbaden per Schenkungsvertrag übergeben hat, ist die Tochter von Sabine Möckel geb. Schwalbach.
Sabine Möckel geb. Schwalbach hatte mit Hans Kramer über 20 Jahre korrespondiert. Hans Kramer ist im Dezember 1936 vor den Nationalsozialisten nach Argentinien geflohen. Für die Mutter von Hans Kramer, Johanna Kramer geb. Glücksmann, wurde 2026 ein Stolperstein in Wiesbaden verlegt.
Zugang
1. 2026/17, 18.02.2026, Schenkung mit Vertrag: Gisela Schmitt
Vollständig erschlossen. Die Erschließung des Bestandes erfolgte im Februar 2026 durch den Praktikanten Roland Krost.
(Stand 2026)
Sabine Möckel geb. Schwalbach hatte mit Hans Kramer über 20 Jahre korrespondiert. Hans Kramer ist im Dezember 1936 vor den Nationalsozialisten nach Argentinien geflohen. Für die Mutter von Hans Kramer, Johanna Kramer geb. Glücksmann, wurde 2026 ein Stolperstein in Wiesbaden verlegt.
Zugang
1. 2026/17, 18.02.2026, Schenkung mit Vertrag: Gisela Schmitt
Vollständig erschlossen. Die Erschließung des Bestandes erfolgte im Februar 2026 durch den Praktikanten Roland Krost.
(Stand 2026)
History of creator
History of creator
Sabine Möckel geborene Schwalbach
geb. 25.10.1905 in Biebrich (heute: Wiesbaden-Biebrich)
gest. 04.12.1986 in Wiesbaden
Möckel entstammte aus einem SPD-nahen Elternhaus, wurde Mitglied der Sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ). 1922 trat sie in die Gewerkschaft ein und 1926 in die SPD. Zudem war sie Mitglied des Wiesbadener Esperanto-Clubs.
Sie absolvierte eine Lehre bei der Hessen-Nassauische-Versicherung
Nachdem Möckel wegen ,,politischer Unzuverlässigkeit" entlassen wurde, arbeitete sie im ,,Ausländerbüro“ der Chemischen Werke Albert in Wiesbaden. Dort war sie für ausländische Zivil- bzw. Zwangsarbeiter zuständig.
13.02.1941 wurde sie infolge einer Denunziation verhaftet und am 28.11.1941 vom Oberlandesgericht Kassel wegen illegaler politischer Tätigkeit zu einer Haftstrafe verurteilt. Am 19.05.1942 wurde sie aus der Haft entlassen und kehrte an ihre ehemalige Arbeitsstelle bei der Firma Albert zurück.
Ab 1945 war Möckel Mitglied im Überparteilichen Frauenausschuss.
Bis 1946 saß sie für die SPD im Wiesbadener Bürgerrat und später bis 1952 in der Stadtverordnetenversammlung.
Zudem war sie im Vorstand des Esperanto-Bundes tätig und nahm für diesen an verschiedenen Weltkongressen teil.
Hans Kramer
geb. 08.06.1911 in Wiesbaden
gest. ca. 1982 in Argentinien
Wohnhaft mit seiner Mutter (Johanna Kramer) in der Seerobenstraße 9 in Wiesbaden, zuvor Dambachtal 14 in Wiesbaden
1933-1936 Hilfsarbeiter als Gärtner bei jüdischen Friedhof
31.12.1936 Emigration nach Buenos Aires, Argentinien
Johanna Kramer geborene Glücksmann
geb. 10.08.1877 in Breslau
gest. 08.05.1945 in Sobibor
22. Mai 1902 Hochzeit mit dem Kaufmann Philipp Kramer in Breslau, Ehe geschieden 1911
Seit 1911 Pensionsinhaberin in Wiesbaden Dambachtal 14
1914 Wäscheschneiderei in der Seerobenstraße 9 in Wiesbaden
1916 Weißzeugnäherin-Geschäft in der Yorckstraße 29 in Wiesbaden
Am 10.06.1942 wurde Johanna Kramer nach Lublin/Sobibor depotiert.
Kinder:
- Lotte Kramer geb. 1906, am 30.09.1942 Deportation von den Niederlanden nach Auschwitz
- Hans Kramer geb. 08.06.1911
Quellen:
ZIBELL, STEPHANIE: Möckel, Sabine, geb. Schwalbach, in: Stadtlexikon Wiesbaden. Hrsg. v. Landeshauptstadt Wiesbaden. Darmstadt: WBG 2017.
Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Best. 518 Nr. 30749 (Entschädigungsakte)
Stadtarchiv Wiesbaden, Best. NL 210 Nr. 1 (Gestapo-Kartei)
geb. 25.10.1905 in Biebrich (heute: Wiesbaden-Biebrich)
gest. 04.12.1986 in Wiesbaden
Möckel entstammte aus einem SPD-nahen Elternhaus, wurde Mitglied der Sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ). 1922 trat sie in die Gewerkschaft ein und 1926 in die SPD. Zudem war sie Mitglied des Wiesbadener Esperanto-Clubs.
Sie absolvierte eine Lehre bei der Hessen-Nassauische-Versicherung
Nachdem Möckel wegen ,,politischer Unzuverlässigkeit" entlassen wurde, arbeitete sie im ,,Ausländerbüro“ der Chemischen Werke Albert in Wiesbaden. Dort war sie für ausländische Zivil- bzw. Zwangsarbeiter zuständig.
13.02.1941 wurde sie infolge einer Denunziation verhaftet und am 28.11.1941 vom Oberlandesgericht Kassel wegen illegaler politischer Tätigkeit zu einer Haftstrafe verurteilt. Am 19.05.1942 wurde sie aus der Haft entlassen und kehrte an ihre ehemalige Arbeitsstelle bei der Firma Albert zurück.
Ab 1945 war Möckel Mitglied im Überparteilichen Frauenausschuss.
Bis 1946 saß sie für die SPD im Wiesbadener Bürgerrat und später bis 1952 in der Stadtverordnetenversammlung.
Zudem war sie im Vorstand des Esperanto-Bundes tätig und nahm für diesen an verschiedenen Weltkongressen teil.
Hans Kramer
geb. 08.06.1911 in Wiesbaden
gest. ca. 1982 in Argentinien
Wohnhaft mit seiner Mutter (Johanna Kramer) in der Seerobenstraße 9 in Wiesbaden, zuvor Dambachtal 14 in Wiesbaden
1933-1936 Hilfsarbeiter als Gärtner bei jüdischen Friedhof
31.12.1936 Emigration nach Buenos Aires, Argentinien
Johanna Kramer geborene Glücksmann
geb. 10.08.1877 in Breslau
gest. 08.05.1945 in Sobibor
22. Mai 1902 Hochzeit mit dem Kaufmann Philipp Kramer in Breslau, Ehe geschieden 1911
Seit 1911 Pensionsinhaberin in Wiesbaden Dambachtal 14
1914 Wäscheschneiderei in der Seerobenstraße 9 in Wiesbaden
1916 Weißzeugnäherin-Geschäft in der Yorckstraße 29 in Wiesbaden
Am 10.06.1942 wurde Johanna Kramer nach Lublin/Sobibor depotiert.
Kinder:
- Lotte Kramer geb. 1906, am 30.09.1942 Deportation von den Niederlanden nach Auschwitz
- Hans Kramer geb. 08.06.1911
Quellen:
ZIBELL, STEPHANIE: Möckel, Sabine, geb. Schwalbach, in: Stadtlexikon Wiesbaden. Hrsg. v. Landeshauptstadt Wiesbaden. Darmstadt: WBG 2017.
Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Best. 518 Nr. 30749 (Entschädigungsakte)
Stadtarchiv Wiesbaden, Best. NL 210 Nr. 1 (Gestapo-Kartei)
Includes u.a.
Includes u.a.
Briefe, Fotos, Transkription der Briefe
Literature
Literature
ZIBELL, STEPHANIE: Möckel, Sabine, geb. Schwalbach, in: Stadtlexikon Wiesbaden. Hrsg. v. Landeshauptstadt Wiesbaden (Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2017).
Finding aids
Finding aids
Datenbankerschließung in Arcinsys Hessen.
Further information (fonds)
Extent
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37 VZE
0,16 lfd. Meter
0,16 lfd. Meter
Person in charge
Person in charge
Roland Krost, Februar 2026
Descriptors
Descriptors
Kramer, Hans (1911-1986)
Kramer, Johanna geb. Glücksmann (1977-1945)
Möckel, Sabine geb. Schwalbach (1905-1986)