A 3
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AHDA, A 3
Fonds
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Title
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Staatliche Ingenieurschule für Bauwesen Darmstadt
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History of creator
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Am 1. Februar 1849 eröffnete der Darmstädter "Localgewerbeverein" mit 13 Schülern eine Bauschule als Wintertagesschule zur Weiterbildung von Bauhandwerkern. Wegen zunehmend steigender Schülerzahl, die im Winter 1875/76 die Rekordmarke von 40 erreichte, wurde die Winterbauschule zum 1. Dezember 1876 zur "Landesbaugewerkschule" erweitert. Diese neue Schule sollte Absolventen einer Bauhandwerkerschule eine Ausbildung zum Bautechniker ermöglichen. Zunächst einklassig, umfasste die Landesbaugewerkschule bereits 1877 zwei, ab dem Winter 1890/91 drei und ab dem Sommer 1898 schließlich vier Klassen; seit 1895 wurde die Schule zudem ganzjährig geführt. Der Unterricht im Hochbau wurde ausgeweitet; zusätzlich wurde 1901 eine eigene Tiefbauabteilung eingerichtet. Wegen Raummangels und der Ausweitung des Unterrichts wich das 1877 errichtete Schulgebäude schließlich in den Jahren 1908 bis 1910 einem Neubau in der Neckarstraße 3.
Zum ersten hauptamtlichen Leiter der bislang vom Gewerbeverein getragenen Landesbaugewerkschule wurde 1891 der Darmstädter Architekt, Maler und Zeichner Hermann Müller (1841-1934) ernannt, der bereits seit den 1870er Jahren an der Schule lehrte. Sein Nachfolger wurde 1906 Arthur Wienkoop (1864-1941), der für den ab 1908 errichteten Neubau der Schule verantwortlich zeichnete. 1931 folgte ihm Adolf Schneidt (1877-1937) als Direktor bis 1934 nach.
Der Entwicklung der Baugewerkschule von einer Fortbildungsschule für Bauhandwerker zur Ausbildungsstätte für den Nachwuchs im staatlichen und kommunalen bautechnischen Dienst, die im ersten halben Jahrhundert ihres Bestehens zu beobachten ist, trug die Umbenennung in die "Hessische Höhere Landesbauschule" im Januar 1927 Rechnung. 1932 wurden Lehrer und Studenten der aufgelösten Offenbacher Bauschule übernommen. Im darauffolgenden Jahr wurde die Landesbauschule zunächst in "Staatsbauschule", im April desselben Jahres dann in "Adolf-Hitler-Bauschule" umbenannt. 1936 erfolgte die Vereinigung der Schule mit der Baugewerkschule Bingen und der Bauabteilung des Polytechnikums Friedberg, wobei alle drei nach Mainz verlegt wurden, wo der Unterricht im Februar 1945 endete. Das alte Darmstädter Schulgebäude wurde bereits im September 1944 durch alliierte Bomben zerstört.
Im Mai 1946 begann der Wiederaufbau der Schule als Staatsbauschule Darmstadt, zunächst in der Rundeturmschule sowie in weiteren Ausweichquartieren in Darmstadt, später im provisorisch wiederhergestellten Gebäude der Handelsschule an der Riedeselstraße und einem Neubau an der Neckarstraße. 1962 wurde die Schule zur "Staatlichen Ingenieurschule für Bauwesen" aufgewertet und in die Trägerschaft des Landes Hessen übergeben; im April desselben Jahres bezog sie einen Neubau an der Havelstraße. 1964 übernahm Baudirektor Ernst Weimann die Leitung der Ingenieurschule.
Mit dem "Gesetz über die Fachhochschulen im Lande Hessen" (Fachhochschulgesetz – FHG, GVBl. II 70-15) vom 15. Juli 1970 wurde die Staatliche Ingenieurschule für Bauwesen Darmstadt in die zum 1. August 1971 errichtete Fachhochschule Darmstadt übergeleitet, in der sie in den Fachbereichen Architektur und Bauingenieurwesen aufging.
Zum ersten hauptamtlichen Leiter der bislang vom Gewerbeverein getragenen Landesbaugewerkschule wurde 1891 der Darmstädter Architekt, Maler und Zeichner Hermann Müller (1841-1934) ernannt, der bereits seit den 1870er Jahren an der Schule lehrte. Sein Nachfolger wurde 1906 Arthur Wienkoop (1864-1941), der für den ab 1908 errichteten Neubau der Schule verantwortlich zeichnete. 1931 folgte ihm Adolf Schneidt (1877-1937) als Direktor bis 1934 nach.
Der Entwicklung der Baugewerkschule von einer Fortbildungsschule für Bauhandwerker zur Ausbildungsstätte für den Nachwuchs im staatlichen und kommunalen bautechnischen Dienst, die im ersten halben Jahrhundert ihres Bestehens zu beobachten ist, trug die Umbenennung in die "Hessische Höhere Landesbauschule" im Januar 1927 Rechnung. 1932 wurden Lehrer und Studenten der aufgelösten Offenbacher Bauschule übernommen. Im darauffolgenden Jahr wurde die Landesbauschule zunächst in "Staatsbauschule", im April desselben Jahres dann in "Adolf-Hitler-Bauschule" umbenannt. 1936 erfolgte die Vereinigung der Schule mit der Baugewerkschule Bingen und der Bauabteilung des Polytechnikums Friedberg, wobei alle drei nach Mainz verlegt wurden, wo der Unterricht im Februar 1945 endete. Das alte Darmstädter Schulgebäude wurde bereits im September 1944 durch alliierte Bomben zerstört.
Im Mai 1946 begann der Wiederaufbau der Schule als Staatsbauschule Darmstadt, zunächst in der Rundeturmschule sowie in weiteren Ausweichquartieren in Darmstadt, später im provisorisch wiederhergestellten Gebäude der Handelsschule an der Riedeselstraße und einem Neubau an der Neckarstraße. 1962 wurde die Schule zur "Staatlichen Ingenieurschule für Bauwesen" aufgewertet und in die Trägerschaft des Landes Hessen übergeben; im April desselben Jahres bezog sie einen Neubau an der Havelstraße. 1964 übernahm Baudirektor Ernst Weimann die Leitung der Ingenieurschule.
Mit dem "Gesetz über die Fachhochschulen im Lande Hessen" (Fachhochschulgesetz – FHG, GVBl. II 70-15) vom 15. Juli 1970 wurde die Staatliche Ingenieurschule für Bauwesen Darmstadt in die zum 1. August 1971 errichtete Fachhochschule Darmstadt übergeleitet, in der sie in den Fachbereichen Architektur und Bauingenieurwesen aufging.
Literature
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Engels, Peter: Ingenieurschule für Bauwesen. In: Stadtlexikon Darmstadt, online unter https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/i/ingenieurschule-fuer-bauwesen.html.
Esselborn, Karl: Geschichte der Grossherzoglich Hessischen Landes-Baugewerkschule. Ein Gedenkblatt zum fünfundzwanzigsten Jubiläum der Anstalt. Darmstadt 1901.
Schieweck-Mauk, Siegfried: Hochschulen, Universitäten, Akademien und ihre Vorläuferanstalten im deutschen Sprachraum. Mit Eckdaten und Erläuterungen. Marl 2023 (Schriften des Instituts für Deutsche Studentengeschichte 2), S. 115.
Staatliche Ingenieurschulen für Bauwesen, Chemie und Maschinenwesen Darmstadt (Hg.): 1. Darmstädter Ingenieurschultag. 6. April 1968. Darmstadt [1968], S. 7-12, 38-41, 44-45.
Wienkoop, [Arthur]: Die Großh[erzogliche] Landesbaugewerkschule. In: [N.N.] (Hg.): Darmstadt. Bd. 1. Darmstadt 1917, S. 195-204.
Wienkoop, [Arthur]: Die hessische Landesbaugewerkschule Darmstadt. In: Mueller, [Rudolf] (Hg.): Kunst und Leben im Darmstadt von heute. Mit einigen rückschauenden Betrachtungen. Unter Mitwirkung führender Persönlichkeiten aus allen Kreisen der Stadt. Darmstadt 1925, S. 168-170.
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Archivist in charge
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Michael Höfel
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