44/45
Vollständige Signatur
StadtA DA, 44/45
Bestand
Identifikation (kurz)
Titel
Titel
Tierschutzverein
Bestandsdaten
Aufsatz
Aufsatz
Der Tierschutzverein Darmstadt wurde am 10. Oktober 1873 gegründet. Er entstand auf Anregung einflussreicher gesellschaftlicher Kreise, die eine organisierte Förderung des Tierschutzgedankens in Darmstadt befürworteten. In seiner Frühphase zählten zahlreiche Persönlichkeiten aus Verwaltung und Bürgertum zu seinen Mitgliedern und engagierten sich für die Aufklärung über tierschutzgerechten Umgang mit Haus- und Nutztieren. Von 1878 bis 1933 gab der Verein eine eigene Zeitschrift heraus, die über Vereinsarbeit und allgemeine Fragen des Tierschutzes berichtete.
Im Zuge der nationalsozialistischen Gleichschaltung wurde 1933 versucht, den Verein in den „Heimatbund“ einzugliedern, was die Arbeit erheblich beeinträchtigte. Die Einrichtung des ersten Tierheims wurde allerdings 1935 gerade durch die nationalsozialistische Neuordnung des Tierschutzes ermöglicht. Der Tierschutz wurde so propagandistisch mit rassistischer und biologistischer Ideologie verknüpft.
Nach dem Zweiten Weltkrieg kam die Vereinsarbeit weitgehend zum Erliegen. Im Jahr 1948 wurde der Betrieb wegen Mitgliedermangel und finanzieller Not vorübergehend eingestellt. Der Wiederaufbau begann 1956 mit dem Baubeginn eines neuen Tierheims, unterstützt durch Spendenaktionen und städtische Zuschüsse. Die feierliche Einweihung erfolgte am 11. Juli 1957. In der Folgezeit zählte die Aufklärung der Bevölkerung über Fragen des Tierschutzes zu den Hauptaufgaben des Vereins.
Zum 100-jährigen Jubiläum 1973 wurde dem Verein die Silberne Verdienstmedaille der Stadt Darmstadt verliehen, die höchste Auszeichnung der Stadt. 1986 kam es zu internen Konflikten und Kritik an den Zuständen im Tierheim. Danach konzentrierte sich der Verein stärker auf praktische Tierschutzarbeit und organisatorische Stabilisierung.
Im weiteren Verlauf widmete sich der Verein erneut der Öffentlichkeitsarbeit und führte Informationsaktionen zu Themen wie Tierhaltung, Aussetzung von Haustieren und unüberlegte Tiergeschenke durch. 2002 richtete der Verein eine zweitägige Großveranstaltung am Böllenfalltor aus, um auf seine Arbeit und den Tierschutzgedanken aufmerksam zu machen. 2009 kam als neues Angebot eine Hundebetreuung hinzu.
Der Verein zählt zu den traditionsreichsten Tierschutzorganisationen in Hessen und widmet sich auch in den Folgejahren der Pflege, Vermittlung und Aufklärung rund um das Wohl von Tieren.
Im Zuge der nationalsozialistischen Gleichschaltung wurde 1933 versucht, den Verein in den „Heimatbund“ einzugliedern, was die Arbeit erheblich beeinträchtigte. Die Einrichtung des ersten Tierheims wurde allerdings 1935 gerade durch die nationalsozialistische Neuordnung des Tierschutzes ermöglicht. Der Tierschutz wurde so propagandistisch mit rassistischer und biologistischer Ideologie verknüpft.
Nach dem Zweiten Weltkrieg kam die Vereinsarbeit weitgehend zum Erliegen. Im Jahr 1948 wurde der Betrieb wegen Mitgliedermangel und finanzieller Not vorübergehend eingestellt. Der Wiederaufbau begann 1956 mit dem Baubeginn eines neuen Tierheims, unterstützt durch Spendenaktionen und städtische Zuschüsse. Die feierliche Einweihung erfolgte am 11. Juli 1957. In der Folgezeit zählte die Aufklärung der Bevölkerung über Fragen des Tierschutzes zu den Hauptaufgaben des Vereins.
Zum 100-jährigen Jubiläum 1973 wurde dem Verein die Silberne Verdienstmedaille der Stadt Darmstadt verliehen, die höchste Auszeichnung der Stadt. 1986 kam es zu internen Konflikten und Kritik an den Zuständen im Tierheim. Danach konzentrierte sich der Verein stärker auf praktische Tierschutzarbeit und organisatorische Stabilisierung.
Im weiteren Verlauf widmete sich der Verein erneut der Öffentlichkeitsarbeit und führte Informationsaktionen zu Themen wie Tierhaltung, Aussetzung von Haustieren und unüberlegte Tiergeschenke durch. 2002 richtete der Verein eine zweitägige Großveranstaltung am Böllenfalltor aus, um auf seine Arbeit und den Tierschutzgedanken aufmerksam zu machen. 2009 kam als neues Angebot eine Hundebetreuung hinzu.
Der Verein zählt zu den traditionsreichsten Tierschutzorganisationen in Hessen und widmet sich auch in den Folgejahren der Pflege, Vermittlung und Aufklärung rund um das Wohl von Tieren.
Bestandsgeschichte
Bestandsgeschichte
aus StadtA DA Best. 12/19 entnommen
Weitere Angaben (Bestand)
Umfang
Umfang
15 Kartons
Referent
Referent
Dr. Sandra Zimmermann
bis 2025: Dr. Peter Engels
bis 2025: Dr. Peter Engels