S 21
Vollständige Signatur
StadtA HG, S 21
Bestand
Identifikation (kurz)
Titel
Titel
Hölderlin-Handschriften
Bestandsdaten
Bestandsgeschichte
Bestandsgeschichte
Dem Gründer eines wissenschaftlich nutzbaren Stadtarchivs, Johann Georg Hamel (1811-1872), ist es zu verdanken, dass die Stadt Bad Homburg heute Eigentümerin der zweitgrößten Sammlung an Handschriften des Dichters Friedrich Hölderlin ist. Im April 1856 wandte sich Hamel, der eine Veröffentlichung über die Homburger Jahre Hölderlins plante, an Hölderlins Schwester Heinrike Breunlin mit der Bitte um Material über den berühmten Bruder. Doch Heinrike war bereits 1850 verstorben, und so gelangte Hamels Anfrage an ihren Sohn Friedrich. Dieser übersandte aus dem Nachlass Hölderlins eine Auswahl von Manuskripten, in denen ‚auf Homburg Bezügliches‘ stand. Fünf Briefe Breunlins sind erhalten. Das erste, dritte und vierte Schreiben begleitete größere Handschriften-Sendungen, die Breunlin zur Förderung der Forschungen Hamels auswählte.
Im Juli 1856 besuchte Hamel Breunlin in Bad Nauheim, wo dieser zur Kur war. Ein Jahr später folgte der Gegenbesuch in Homburg, der durch Eintrag Breunlins im Besucherbuch der Stadtbibliothek Homburg unter dem 18. Juli 1857 dokumentiert ist.
Den größten Teil der Handschriften überließ Breunlin Hamel, nur einige Familienbriefe wünschte er ‚nach gemachtem Gebrauche‘ zurück. Doch durch den plötzlichen Tod Hamels verblieb auch dieses Bündel in Homburg und bildet heute die Mappe E. Im 16. Rechenschaftsbericht der Homburger Bibliothek von 1857 ist als Zugang verzeichnet: ‚8) Von dem königl. würtemb. Cameralverwalter, Herrn Friedrich von Breunlin zu Weißenau bei Ravensburg: Sinclair-, Schmid-, und Hölderlin'sche Schriftstücke.‘ Entsprechend im Katalog der Homburger Stadtbibliothek von J. G. Hamel von 1860 unter der Rubrik ,Handschriften, Manuscripte': ‚VII. Hölderlin, F., (Hess.-Homb. Hofbibliothekar), Scripturen, gesammelt in 2 Bänden. Inhalt: 1. Bd. : Gedichte. 2. Bd. :Briefe.‘
(Autenrieth, Johanne / Kelletat, Alfred (Bearb.), Katalog der Hölderlin-Handschriften (= Veröffentlichungen des Hölderlin-Archivs, Bd. 3), Stuttgart 1961, S. 32f.)
Die Handschriften werden seit Januar 1975 in der Württembergischen Landesbibliothek als Dauerleihgabe aufbewahrt (eine Nachlieferung 1984).
Im Juli 1856 besuchte Hamel Breunlin in Bad Nauheim, wo dieser zur Kur war. Ein Jahr später folgte der Gegenbesuch in Homburg, der durch Eintrag Breunlins im Besucherbuch der Stadtbibliothek Homburg unter dem 18. Juli 1857 dokumentiert ist.
Den größten Teil der Handschriften überließ Breunlin Hamel, nur einige Familienbriefe wünschte er ‚nach gemachtem Gebrauche‘ zurück. Doch durch den plötzlichen Tod Hamels verblieb auch dieses Bündel in Homburg und bildet heute die Mappe E. Im 16. Rechenschaftsbericht der Homburger Bibliothek von 1857 ist als Zugang verzeichnet: ‚8) Von dem königl. würtemb. Cameralverwalter, Herrn Friedrich von Breunlin zu Weißenau bei Ravensburg: Sinclair-, Schmid-, und Hölderlin'sche Schriftstücke.‘ Entsprechend im Katalog der Homburger Stadtbibliothek von J. G. Hamel von 1860 unter der Rubrik ,Handschriften, Manuscripte': ‚VII. Hölderlin, F., (Hess.-Homb. Hofbibliothekar), Scripturen, gesammelt in 2 Bänden. Inhalt: 1. Bd. : Gedichte. 2. Bd. :Briefe.‘
(Autenrieth, Johanne / Kelletat, Alfred (Bearb.), Katalog der Hölderlin-Handschriften (= Veröffentlichungen des Hölderlin-Archivs, Bd. 3), Stuttgart 1961, S. 32f.)
Die Handschriften werden seit Januar 1975 in der Württembergischen Landesbibliothek als Dauerleihgabe aufbewahrt (eine Nachlieferung 1984).
Enthält
Enthält
Die Homburger Bestände sind heute, nach öfteren Umgruppierungen, auf neun Mappen (von A bis J) vergeteilt. Sie enthalten vornehmlich Gedichte aus der Zeit um 1800, insb. aus den Homburger Jahren (Elegien, Hymnen, Fragmente in Poesie und Prosa, einen Teil aus ,Hyperions Jugend', Briefe und ‚einzelne Proben seiner Handschrift aus verschiedenen Zeiten‘).
Literatur
Literatur
Autenrieth, Johanne / Kelletat, Alfred (Bearb.), Katalog der Hölderlin-Handschriften (= Veröffentlichungen des Hölderlin-Archivs, Bd. 3), Stuttgart 1961
Findmittel
Findmittel
www.stadtarchiv-bad-homburg.findbuch.net
Weitere Angaben (Bestand)
Umfang
Umfang
129 Verzeichnungseinheiten