NL 96
Vollständige Signatur
StadtA WI, NL 96
Bestand
Identifikation (kurz)
Titel
Titel
Kranz, Heinrich (1913-1999)
Laufzeit
Laufzeit
1839, 1844, 1848, 1880-2004
Bestandsdaten
Bestandsgeschichte
Bestandsgeschichte
Abgabe 2004
Zugang:
2004, Schenkung: Heimatarchiv Walluf
Vollständig erschlossen. Die Erschließung des Bestandes erfolgte 2005 durch Dipl. Archivar (FH) Jochen Dollwet.
(Stand 2005)
Ein Teil des Nachlasses befindet sich im Heimatarchiv Walluf (Mühlstraße 40, 65396 Walluf).
Zugang:
2004, Schenkung: Heimatarchiv Walluf
Vollständig erschlossen. Die Erschließung des Bestandes erfolgte 2005 durch Dipl. Archivar (FH) Jochen Dollwet.
(Stand 2005)
Ein Teil des Nachlasses befindet sich im Heimatarchiv Walluf (Mühlstraße 40, 65396 Walluf).
Geschichte des Bestandsbildners
Geschichte des Bestandsbildners
Heinrich Kranz (1913-1999), Schlosser und Kunstschmied
Johann Balthasar* Kranz
Zeugschmied
* um 1797, Sohn von Christoph Kranz in Massenheim
1823 Bürger in Wiesbaden
oo Wiesbaden 25.1.1824 Maria Margarethe Elisabethe Haßloch, * 22.6.1801 in Wiesbaden, Tochter des Metzgermeisters Georg Anton Haßloch
Balthasar Kranz wird 1823 als Zeugschmied ohne Gehilfe in das Gewerbesteuerkataster eingetragen,
ab 1824 mit 1 Gehilfe,
1826 geändert in: "ohne Gehülfen; ist 1 Lehrjunge unter 1 Jahr",
für 1827: 1 Gehilfe und 1 Lehrjunge über 1 Jahr,
1831-1848 mit 1 Gehilfen (z.T. wieder mit 1 Lehrjungen).
Er gibt im "Wiesbadener Wochenblatt" vom 26.1.1824 bekannt, "dass er seine bisherige Wohnung in der Nerostraße verlassen und eine in den drei schwedischen Kronen bezogen und sich daselbst zum Betriebe seines Geschäftes vollständig eingerichtet hat".
Er übernahm von seinem Schwiegervater dessen Haus bzw. einen Anteil daran in der Grabengasse (geht später über an Friedrich Wilhelm Lehmann).
Balthaser Kranz erhält am 28.11.1845 die Bewilligung der Entlassung seines Sohnes Carl aus dem Untertanenverband behufs seiner Auswanderung nach Texas: "Wie aus dem anliegenden Gesuche hervorgeht, ist Bittsteller das Oberhaupt einer zahlreichen Familie, für deren fernere Existenz dahier er länger nicht sorgen zu können befürchtet. Sein ältester Sohn (...) dürfe unter diesen Umständen wohl als Hauptstütze der Familie angesehen werden (...)."
Er erhält am 2.3.1848 Entlassungsdekret zur Auswanderung in die Vereinigten Staaten von Nordamerika für sich und seine Familie (Frau, Sohn und sechs Töchter), "und ihr exportirtes Vermögen betrug: nichts".
Quellen: Wiesbadener Wochenblatt 1824; WI/BA/1, WI/BA/3715, WI/BA/3717, WI/BA/3718; WI/1/30 ff.; WI/1/142; WI/1/618
Georg Heinrich Balthasar* Kranz
Zeugschmied
* 17.2.1825 in Wallau, Sohn von Heinrich Kranz (Ackersmann in Wallau, gebürtig von Massenheim)
† 14.2.1897 in Wiesbaden
Lehre von Conrad Merten in Wiesbaden,
1844 Gesellenprüfung, arbeitet danach in Mainz und Bretzenheim,
1846 zurück nach Wiesbaden;
1.8.1848 Bürger in Wiesbaden
1848 auch erstmals im Gewerbesteuerkataster:
Bei dem älteren Balthasar Kranz (s.v) wird einfach der Zusatz "von Erbenheim" angebracht und 1849 geändert in "von Wallau". Er ist ebenfalls Schmied mit 1 Gehilfen.
Am 29.6.1848 bescheinigen ihm anlässlich seiner wiederholten, zunächst abgelehnten Anträge auf Bürgerannahme etliche Wiesbadener Handwerker, "daß außer der von dem nach Amerika übergezogenen Zeugschmiede Kranz innegehabten Zeugschmiedewerkstätte keine mehr dahier besteht. Da nun Herr Balthasar Kranz längere Zeit unter der Leitung seines Vetters Kranz in dessen Werkstätte gearbeitet und später, nachdem er die fragliche Werkstätte mit allen Gerähtschaften durch Kauf acquirirt, das fragliche Gewerbe für sich fortbetrieben hat (...), knüpfen wir an obige Erklärung (...) den Wunsch, daß es ihm gestattet werden möge, die Zeugschmiedeprofession auch für die Zukunft fortbetreiben zu dürfen."
oo 14.7.1854 Elisabeth Friederike Fink (* 17.3.1816, † 4.3.1894)
Quellen: WI/BA/1, WI/BA/3719; WI/1/37 u 39; NL 96 Nr. 13, 14, 16, 21, 23
Stammfolge Kranz:
Heinrich Balthasar Kranz (auch: Krantz)
Zeugschmied
* 7.2.1854 in Wiesbaden, Sohn von Balthasar Kran(t)z und Elisabeth Friederike Fink
† 20.6.1904 in Wiesbaden
oo 6.11.1880 Magdalene Sophie Meyer (* 25.12.1856 in Riedbach (Württ.), † 24.3.1907 in Wiesbaden)
Heinrich Anton Kranz
Schlosser und Kunstschmied
* 22.5.1884 in Wiesbaden, Sohn von Heinrich Balthasar Kranz und Magdalene Sophie Meyer
† 10.12.1957 in Wiesbaden
oo 21.12.1907 Wilhelmine Schaus (* 25.5.1884 in Naurod, † 23.2.1967 in Wiesbaden)
Heinrich* Eugen Gottfried Kranz
Schlossermeister und Kunstschmied
* 3.4.1913 in Wiesbaden, Sohn von Heinrich Kranz und Wilhelmine Schaus
† 2. November 1999 in Wiesbaden
Mittelschule Luisenstraße, Schlosserlehre im väterlichen Geschäft, vorübergehende Tätigkeit im Flugzeugbau in Friedrichshafen, Arbeitsdienst, Wehrdienst (Artillerist in Belgien, Frankreich und Italien),
1946 aus amerikanischer Kriegsgefangenenschaft zurück in den väterlichen Betrieb.
Er übernimmt nach dem Tod seines Vaters das 1823 gegründete Familiengeschäft zunächst gemeinsam mit seiner Mutter,
seit 1958 als "Schlüsselzentrale", und führt dieses bis 31.8.1978 (Firma Schlüsseldienst durch den Kaufmann Klaus Bettendorf übernommen als "Wiesbadener Schlüsseldienst Schlüsselzentrale Kranz GmbH", im Sommer 2004 eingestellt).
Heinrich Kranz betreibt noch kurzzeitig einen "Verkauf von kunstgewerbl. Gegenständen" bis 31.12.1978. Zeitweise wohnhaft in Walluf, dann wieder in Wiesbaden.
Lebensgefährtin: Frieda Hartung geb. Fuchs, * 23.8.1915 in Frankfurt a.M., † 10.12.1990 in Walluf
Schwestern:
Elisabeth (Liesel) Kranz, * 31.7.1909 in Wiesbaden, † 1980
oo Herbert Hentzel, Landgerichtsrat in Tiengen, dann in Waldshut
Magdalene (Magda) Kranz, * 21.9.1914 in Wiesbaden, † 1983,
oo Otto Fischer, Maurermeister, Inh. d. Baugeschäfts J. Fischer in Wiesbaden
Quellen, u. a.: Wiesbadener Kurier v. 11.12.1957, 3.4.1973, 3.4.1978, 5.4.1988, 5.8.2004; Wiesbadener Tagblatt v. 11.12.1957, 31.3.1983, 31.3./1.4.1988; Gewerbesteuerkartei; Meldedatei]
Ein Teil des Nachlasses befindet sich im Heimatarchiv Walluf (Mühlstraße 40, 65396 Walluf).
Johann Balthasar* Kranz
Zeugschmied
* um 1797, Sohn von Christoph Kranz in Massenheim
1823 Bürger in Wiesbaden
oo Wiesbaden 25.1.1824 Maria Margarethe Elisabethe Haßloch, * 22.6.1801 in Wiesbaden, Tochter des Metzgermeisters Georg Anton Haßloch
Balthasar Kranz wird 1823 als Zeugschmied ohne Gehilfe in das Gewerbesteuerkataster eingetragen,
ab 1824 mit 1 Gehilfe,
1826 geändert in: "ohne Gehülfen; ist 1 Lehrjunge unter 1 Jahr",
für 1827: 1 Gehilfe und 1 Lehrjunge über 1 Jahr,
1831-1848 mit 1 Gehilfen (z.T. wieder mit 1 Lehrjungen).
Er gibt im "Wiesbadener Wochenblatt" vom 26.1.1824 bekannt, "dass er seine bisherige Wohnung in der Nerostraße verlassen und eine in den drei schwedischen Kronen bezogen und sich daselbst zum Betriebe seines Geschäftes vollständig eingerichtet hat".
Er übernahm von seinem Schwiegervater dessen Haus bzw. einen Anteil daran in der Grabengasse (geht später über an Friedrich Wilhelm Lehmann).
Balthaser Kranz erhält am 28.11.1845 die Bewilligung der Entlassung seines Sohnes Carl aus dem Untertanenverband behufs seiner Auswanderung nach Texas: "Wie aus dem anliegenden Gesuche hervorgeht, ist Bittsteller das Oberhaupt einer zahlreichen Familie, für deren fernere Existenz dahier er länger nicht sorgen zu können befürchtet. Sein ältester Sohn (...) dürfe unter diesen Umständen wohl als Hauptstütze der Familie angesehen werden (...)."
Er erhält am 2.3.1848 Entlassungsdekret zur Auswanderung in die Vereinigten Staaten von Nordamerika für sich und seine Familie (Frau, Sohn und sechs Töchter), "und ihr exportirtes Vermögen betrug: nichts".
Quellen: Wiesbadener Wochenblatt 1824; WI/BA/1, WI/BA/3715, WI/BA/3717, WI/BA/3718; WI/1/30 ff.; WI/1/142; WI/1/618
Georg Heinrich Balthasar* Kranz
Zeugschmied
* 17.2.1825 in Wallau, Sohn von Heinrich Kranz (Ackersmann in Wallau, gebürtig von Massenheim)
† 14.2.1897 in Wiesbaden
Lehre von Conrad Merten in Wiesbaden,
1844 Gesellenprüfung, arbeitet danach in Mainz und Bretzenheim,
1846 zurück nach Wiesbaden;
1.8.1848 Bürger in Wiesbaden
1848 auch erstmals im Gewerbesteuerkataster:
Bei dem älteren Balthasar Kranz (s.v) wird einfach der Zusatz "von Erbenheim" angebracht und 1849 geändert in "von Wallau". Er ist ebenfalls Schmied mit 1 Gehilfen.
Am 29.6.1848 bescheinigen ihm anlässlich seiner wiederholten, zunächst abgelehnten Anträge auf Bürgerannahme etliche Wiesbadener Handwerker, "daß außer der von dem nach Amerika übergezogenen Zeugschmiede Kranz innegehabten Zeugschmiedewerkstätte keine mehr dahier besteht. Da nun Herr Balthasar Kranz längere Zeit unter der Leitung seines Vetters Kranz in dessen Werkstätte gearbeitet und später, nachdem er die fragliche Werkstätte mit allen Gerähtschaften durch Kauf acquirirt, das fragliche Gewerbe für sich fortbetrieben hat (...), knüpfen wir an obige Erklärung (...) den Wunsch, daß es ihm gestattet werden möge, die Zeugschmiedeprofession auch für die Zukunft fortbetreiben zu dürfen."
oo 14.7.1854 Elisabeth Friederike Fink (* 17.3.1816, † 4.3.1894)
Quellen: WI/BA/1, WI/BA/3719; WI/1/37 u 39; NL 96 Nr. 13, 14, 16, 21, 23
Stammfolge Kranz:
Heinrich Balthasar Kranz (auch: Krantz)
Zeugschmied
* 7.2.1854 in Wiesbaden, Sohn von Balthasar Kran(t)z und Elisabeth Friederike Fink
† 20.6.1904 in Wiesbaden
oo 6.11.1880 Magdalene Sophie Meyer (* 25.12.1856 in Riedbach (Württ.), † 24.3.1907 in Wiesbaden)
Heinrich Anton Kranz
Schlosser und Kunstschmied
* 22.5.1884 in Wiesbaden, Sohn von Heinrich Balthasar Kranz und Magdalene Sophie Meyer
† 10.12.1957 in Wiesbaden
oo 21.12.1907 Wilhelmine Schaus (* 25.5.1884 in Naurod, † 23.2.1967 in Wiesbaden)
Heinrich* Eugen Gottfried Kranz
Schlossermeister und Kunstschmied
* 3.4.1913 in Wiesbaden, Sohn von Heinrich Kranz und Wilhelmine Schaus
† 2. November 1999 in Wiesbaden
Mittelschule Luisenstraße, Schlosserlehre im väterlichen Geschäft, vorübergehende Tätigkeit im Flugzeugbau in Friedrichshafen, Arbeitsdienst, Wehrdienst (Artillerist in Belgien, Frankreich und Italien),
1946 aus amerikanischer Kriegsgefangenenschaft zurück in den väterlichen Betrieb.
Er übernimmt nach dem Tod seines Vaters das 1823 gegründete Familiengeschäft zunächst gemeinsam mit seiner Mutter,
seit 1958 als "Schlüsselzentrale", und führt dieses bis 31.8.1978 (Firma Schlüsseldienst durch den Kaufmann Klaus Bettendorf übernommen als "Wiesbadener Schlüsseldienst Schlüsselzentrale Kranz GmbH", im Sommer 2004 eingestellt).
Heinrich Kranz betreibt noch kurzzeitig einen "Verkauf von kunstgewerbl. Gegenständen" bis 31.12.1978. Zeitweise wohnhaft in Walluf, dann wieder in Wiesbaden.
Lebensgefährtin: Frieda Hartung geb. Fuchs, * 23.8.1915 in Frankfurt a.M., † 10.12.1990 in Walluf
Schwestern:
Elisabeth (Liesel) Kranz, * 31.7.1909 in Wiesbaden, † 1980
oo Herbert Hentzel, Landgerichtsrat in Tiengen, dann in Waldshut
Magdalene (Magda) Kranz, * 21.9.1914 in Wiesbaden, † 1983,
oo Otto Fischer, Maurermeister, Inh. d. Baugeschäfts J. Fischer in Wiesbaden
Quellen, u. a.: Wiesbadener Kurier v. 11.12.1957, 3.4.1973, 3.4.1978, 5.4.1988, 5.8.2004; Wiesbadener Tagblatt v. 11.12.1957, 31.3.1983, 31.3./1.4.1988; Gewerbesteuerkartei; Meldedatei]
Ein Teil des Nachlasses befindet sich im Heimatarchiv Walluf (Mühlstraße 40, 65396 Walluf).
Findmittel
Findmittel
Repertorium von Jochen Dollwet 2005, in: Sammelrepertorium NL 86 - NL 97
Datenbankerschließung in FAUST/Arcinsys seit 2020
Datenbankerschließung in FAUST/Arcinsys seit 2020
Weitere Angaben (Bestand)
Umfang
Umfang
43 Mappen und Fotoalben sowie 24 Mappen mit einzelnen Fotografien 1839, 1844, 1848, 1880-2004
1 lfd.m
1 lfd.m
Bearbeiter
Bearbeiter
Jochen Dollwet, 2005
Benutzung
Benutzung
Nutzungsrechte: Sonstige: verschiedene Rechtelage
Deskriptoren
Deskriptoren
Kranz, Heinrich (1913-1999), Schlosser und Kunstschmied