W1-25
Vollständige Signatur
ISG FFM, W1-25
Bestand
Identifikation (kurz)
Titel
Titel
Hartmann und Braun, Mess- und Regeltechnik
Laufzeit
Laufzeit
1879 - 2001
Bestandsdaten
Bestandsgeschichte
Bestandsgeschichte
Der Bestand wurde von der Firma Hartmann und Braun AG als Depositum übergeben.
Zugang: IV/1998-5
weitere Zugänge (ehemalige Mitarbeiter): 2020-116; 2021-112
(Stand 2021)
Zugang: IV/1998-5
weitere Zugänge (ehemalige Mitarbeiter): 2020-116; 2021-112
(Stand 2021)
Geschichte des Bestandsbildners
Geschichte des Bestandsbildners
Das Unternehmen wurde 1879 von Eugen Hartmann als "optische Anstalt, physikalisch astronomische Werkstätte" in Würzburg gegründet. 1882 trat Wunibald Braun, der Bruder Ferdinand Brauns (Erfinder der Braunschen Röhre, Nobelpreisträger für Physik) als Teilhaber ein. 1884 erfolgte auf dessen Empfehlung die Verlegung des Betriebs nach Frankfurt-Bockenheim. Im August 1901 wurde die Fabrik elektrotechnischer Apparate in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Den Schwerpunkt der Produktion setzte man in die Entwicklung elektrischer Meßgeräte. 1882 wurde das Federgalvanometer gebaut, das erste benutzbare elektrische Betriebsmeßinstrument. Auch die Messung nichtelektrischer Größen wie z. B. Temperatur wurde möglich. 1916 gab es den ersten brauchbaren Widerstandsferngeber, die sog. Hausersche Walze, durch den z. B. auch Druck elektrisch gemessen werden konnte. Um die Jahrhundertwende ging die Einzelfertigung von Meßgeräten zugunsten von preisgünstigeren Schalttafelgeräten zurück. Ebenfalls entwickelte sich die Produktion von registrierenden Geräten, den sogenannten Schreibern. 1910 wurde der Sechs-Farben-Punktschreiber geliefert, mit dem sechs verschiedene Meßwerte gleichzeitig registriert werden konnten. Dies ermöglichte Hartmann & Braun ein Vordringen in den industriellen Bereich. Ab 1930 vollzog man den Schritt von der Meß- zur Regelungstechnik. Fallbügelregler mit Quecksilberröhren wurden vor allem für die Temperaturregelung eingesetzt. Die Analysentechnik, die im Zuge der Weltwirtschaftskrise entstand, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg ausgebaut. In den den dreißiger Jahren beschäftigte das Unternehmen rund 3000 Mitarbeiter. Nach dem Krieg folgte die Entwicklung zu einem modernen Unternehmen der Meß-, Regel- und Automatisierungstechnik. 1981 ging der von der AEG seit 1968 gehaltene Aktienanteil an die Firma Mannesmann über, die Hartmann & Braun 1995 an das internationale Unternehmen Elsag Bailey verkaufte. 1997 folgte der Abzug aus Frankfurt nach Eschborn. 1999 wurde Hartmann und Braun von ABB in Mannheim übernommen und in den Betrieb integriert. Der Name Hartmann und Braun existiert nicht mehr.
(Stand 2020)
(Stand 2020)
Enthält
Enthält
Der Bestand umfaßt Akten, Bücher, Protokolle, Druckschriften (Kataloge, Preislisten, Hauslisten), Urkunden technische Zeichnungen, Druckstöcke für Notgeld, Hauszeitung "Scala" ab 1952, Fotoalben , Filme, ein Tonband zur Jubiläumsfeier 1960. Das Tonband wurde 2016 digitalisiert.
Inhalte: Werke und Produktion; Patente und Erfindungen, Technische Dokumentation, Skalenbücher, enthaltend Herstellungsdaten der Geräte; Generalversammlung, Aufsichtsrat, Rechnungswesen, Teilnahme an Messen, Geschäftsberichte, Sportabteilung H&B, enthaltend eine Trophäensammlung
Inhalte: Werke und Produktion; Patente und Erfindungen, Technische Dokumentation, Skalenbücher, enthaltend Herstellungsdaten der Geräte; Generalversammlung, Aufsichtsrat, Rechnungswesen, Teilnahme an Messen, Geschäftsberichte, Sportabteilung H&B, enthaltend eine Trophäensammlung
Literatur
Literatur
Greß, Rudolf: 115 Jahre im Dienste der Meß- und Automatisierungstechnik in: Technischer Fortschritte und wirtschaftliche Entwicklung. Beiträge zur Geschichte des Industriestandorts Frankfurt-Darmstadt, Frankfurt, Societäts-Verlag, 1995
Fischer, Alfred und Horst A. Wessel: Die Hartmann & Braun AG, Frankfurt a. Main 1945-1968. Zerstörung, Besetzung und Wiederaufbau, in: Demontage, Enteignung, Wiederaufbau, Teil 1: Die elektrotechnische Industrie nach 1945. (Geschichte der Elektrotechnik 15). Berlin/Offenbach: VDE-Verlag, 1997: S. 135-176
Fischer, Alfred und Horst A. Wessel: Die Hartmann & Braun AG, Frankfurt a. Main 1945-1968. Zerstörung, Besetzung und Wiederaufbau, in: Demontage, Enteignung, Wiederaufbau, Teil 1: Die elektrotechnische Industrie nach 1945. (Geschichte der Elektrotechnik 15). Berlin/Offenbach: VDE-Verlag, 1997: S. 135-176
Findmittel
Findmittel
Weitere Angaben (Bestand)
Umfang
Umfang
63 Regalmeter (Stand 2020)
Benutzung
Benutzung
Benutzungsordnung des ISG.
Lagerort: BO;
Bestellung: Bitte nutzen Sie das oben genannte Findmittel. Um einzelne Archivalien aus diesem Bestand in den Lesesaal zu bestellen, klicken Sie bitte oben auf "Zugeordnete Objekte zeigen". So gelangen Sie zum "Bestelldummy". Dieser muss zunächst in den Bestellkorb gelegt werden. Anschließend dort bitte im Feld "Notizen" die Bestandssignatur und die Nummern der Archivalien angeben, die Sie einsehen möchten (Bsp. W1-25 Nr. 5 und 84)
Lagerort: BO;
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Deskriptoren
Deskriptoren
Personen: Hartmann, Eugen; Braun, Wunibald;
Sachbegriffe: Notgeld; Zeitung; Sport; Betriebssport; Elektrotechnik; Messgerätefabrik; Automatisierung; Regeltechnik; Apparatebau; Firma;
Körperschaften: Hartmann und Braun; Scala, Firmenzeitschrift; Allgemeine Elektrizitätsgesellschaft; AEG; Mannesmann; Elsag Bailey;
Orte: Eschborn; Bockenheim;
Informationen / Notizen
Zusatzinformationen
Zusatzinformationen
Zitationsrichtlinie: Bei Veröffentlichungen muss eine auf den Hinterleger hinweisende Quellenangabe (hier: Bestandsname) gemacht werden.
z.B.
ISG FFM W1-25 (Hartmann und Braun, Mess- und Regeltechnik) Nr. 1
z.B.
ISG FFM W1-25 (Hartmann und Braun, Mess- und Regeltechnik) Nr. 1