W1-62
Vollständige Signatur
ISG FFM, W1-62
Bestand
Identifikation (kurz)
Titel
Titel
BHF-Bank
Laufzeit
Laufzeit
1853 - 1993
Siehe
Korrespondierende Archivalien
Korrespondierende Archivalien
ISG FFM, S1-478 (Schroeder-Hohenwarth, Hanns Christian: Nachlass)
Bestandsdaten
Bestandsgeschichte
Bestandsgeschichte
Nach der sowjetischen Besetzung Berlins 1945 wurden Teile der wichtigsten Geschäftsunterlagen der Berliner Handelsgesellschaft in die britische Zone verlagert, wo die BHG seit Juli 1945 eine Außenstelle hatte. Weitere Geschäftsunterlagen waren bereits zum Schutz vor den Luftangriffen in eine 1943 eingerichtete Ausweichstelle in Apolda in Thüringen verbracht worden. Nachdem im Juli 1945 Thüringen an die Sowjetunion übergeben wurde, zog diese Außenstelle zunächst nach Erlangen. Von dort gelangten die Unterlagen dann nach Frankfurt, wo 1948 der neue Hauptsitz eingerichtet wurde. Die Akten lagerten vor der Übergabe an das ISG in einem Keller der Mainzer Landstraße 80.
1. Zugang: III/2012-56
2. Zugang: III/2015-92
3. Zugang: III/2015-97
4. Zugang: III/2017-29
(Stand 2024)
1. Zugang: III/2012-56
2. Zugang: III/2015-92
3. Zugang: III/2015-97
4. Zugang: III/2017-29
(Stand 2024)
Geschichte des Bestandsbildners
Geschichte des Bestandsbildners
Die BHF-Bank entstand 1970 aus der Fusion der Frankfurter Bank und der Berliner Handelsgesellschaft. Die Firmierung lautete zunächst Berliner Handels-Gesellschaft - Frankfurter Bank, wurde dann ab 1975 auf Berliner Handels- und Frankfurter Bank verkürzt. Firmensitz ist seitdem die Bockenheimer Landstraße 10. 1995 wurde sie von einer KGaA in eine AG umgewandetl. Das Bankgeschäft konzentriert sich heute auf Vermögensverwaltung und Firmenkunden. Die BHF-Bank gehörte über mehrere Besitzerwechsel zuletzt zur Deutschen Bank, die sie im März 2014 an die Beteiligungsgesellschaft RHJ International verkaufte.
Die Fankfurter Bank wurde 1854 als Aktienbank mit Notenausgabeprivileg gegründet. Sie übernahm die bereits 1853 zur Erleichterung des Giro- und Diskontgeschäft eingerichtete Frankfurter Vereinskasse und zog in deren Geschäftssitz an der Münzgasse 2. Die Frankfurter Bank war außerdem kostenloser Kreditgeber für das städtische Rechneiamt und Depotbank u. a. für die Frankfurter Privatbankhäuser. Das Banknotenprivileg blieb bis 1901 erhalten. Danach wurde sie zur reinen Depotbank und durch preußisches Privileg zur Hinterlegungsstelle für mündelsicheres Vermögen bestimmt. Nach dem Zweiten Weltkrieg veränderte sich das Geschäftsmodell der Frankfurter Bank grundlegend. So entwickelt sich die Bank bis zur Fusion in eine Universalbank mit internationalen Geschäftsaktivitäten.
Die Berliner Handelsgesellschaft wurde 1856 als Kommanditgesellschaft auf Aktien gegründet. Geschäftssitz war die Französische Straße 42 in Berlin. Gründungszweck waren Bank-, Handels- und Industriegeschäfte aller Art sowie Förderung von Unternehmensgründungen und Emissionsgeschäfte. Gleich zu Beginn ihrer Geschäftstätigkeit engangierte sie sich mit internationaler Ausrichtung v. a. in der Eisenbahnfinanzierung und gehörte innerhalb eines Jahrzehnts zu den führenden deutschen Banken. Unter Carl Fürstenberg (Geschäftsleitung ab 1883) wurde die BHG zu einer der führenden deutschen Banken für Industriefinanzierungen. Ab 1887 wurde sie beispielsweise Hausbank der AEG. Daneben wurde aber auch das Staatsanleihegeschäft betrieben, neben Anleihen für deutsche Länder v. a. für Russland und Serbien. Nach dem Ersten Weltkrieg erfolgte eine Erweiterung auf das Börsen-, Devisen- und Geldgeschäft. Nach dem Zweiten Weltkrieg und sowjetischer Besatzung Berlins konnte ein kontinuierlicher Geschäftsbetrieb erst nach Verlegung des Geschäftssitzes nach Frankfurt 1948 wieder aufgenommen werden. Die Firmenbezeichnung lautete nun Berliner Handelsgesellschaft in Frankfurt am Main. Die BHG kehrte zu Konsortial- und Emissionsgeschäften zurück und blieb der Industriefinanzierung verbunden.
(Stand 2016)
Die Fankfurter Bank wurde 1854 als Aktienbank mit Notenausgabeprivileg gegründet. Sie übernahm die bereits 1853 zur Erleichterung des Giro- und Diskontgeschäft eingerichtete Frankfurter Vereinskasse und zog in deren Geschäftssitz an der Münzgasse 2. Die Frankfurter Bank war außerdem kostenloser Kreditgeber für das städtische Rechneiamt und Depotbank u. a. für die Frankfurter Privatbankhäuser. Das Banknotenprivileg blieb bis 1901 erhalten. Danach wurde sie zur reinen Depotbank und durch preußisches Privileg zur Hinterlegungsstelle für mündelsicheres Vermögen bestimmt. Nach dem Zweiten Weltkrieg veränderte sich das Geschäftsmodell der Frankfurter Bank grundlegend. So entwickelt sich die Bank bis zur Fusion in eine Universalbank mit internationalen Geschäftsaktivitäten.
Die Berliner Handelsgesellschaft wurde 1856 als Kommanditgesellschaft auf Aktien gegründet. Geschäftssitz war die Französische Straße 42 in Berlin. Gründungszweck waren Bank-, Handels- und Industriegeschäfte aller Art sowie Förderung von Unternehmensgründungen und Emissionsgeschäfte. Gleich zu Beginn ihrer Geschäftstätigkeit engangierte sie sich mit internationaler Ausrichtung v. a. in der Eisenbahnfinanzierung und gehörte innerhalb eines Jahrzehnts zu den führenden deutschen Banken. Unter Carl Fürstenberg (Geschäftsleitung ab 1883) wurde die BHG zu einer der führenden deutschen Banken für Industriefinanzierungen. Ab 1887 wurde sie beispielsweise Hausbank der AEG. Daneben wurde aber auch das Staatsanleihegeschäft betrieben, neben Anleihen für deutsche Länder v. a. für Russland und Serbien. Nach dem Ersten Weltkrieg erfolgte eine Erweiterung auf das Börsen-, Devisen- und Geldgeschäft. Nach dem Zweiten Weltkrieg und sowjetischer Besatzung Berlins konnte ein kontinuierlicher Geschäftsbetrieb erst nach Verlegung des Geschäftssitzes nach Frankfurt 1948 wieder aufgenommen werden. Die Firmenbezeichnung lautete nun Berliner Handelsgesellschaft in Frankfurt am Main. Die BHG kehrte zu Konsortial- und Emissionsgeschäften zurück und blieb der Industriefinanzierung verbunden.
(Stand 2016)
Enthält
Enthält
Der Bestand besteht aus Geschäftsakten, Geschäftsbüchern, einzelnen Drucksachen und Objekten zur Geldherstellung.
Inhalte: Über 2100 Verzeichnungseinheiten stammen aus der Zeit der Berliner Handelsgesellschaft, davon ca.100 Geschäftsbücher der Frankfurter Bank. An musealen Gegenständen ist ein Schöpfrahmen sowie Druckplatten für Gelddruck der Frankfurter Bank vorhanden.
Druckschriften und Geschäftsberichte wurden 2021 an die Institutsbibliothek abgegeben und sind dort recherchierbar.
Inhalte: Über 2100 Verzeichnungseinheiten stammen aus der Zeit der Berliner Handelsgesellschaft, davon ca.100 Geschäftsbücher der Frankfurter Bank. An musealen Gegenständen ist ein Schöpfrahmen sowie Druckplatten für Gelddruck der Frankfurter Bank vorhanden.
Druckschriften und Geschäftsberichte wurden 2021 an die Institutsbibliothek abgegeben und sind dort recherchierbar.
Literatur
Literatur
Die Geschichte der BHF-Bank und ihrer Vorgängerinstitute. Hg. BHF-Bank, Frankfurt, 2008
Weitere Angaben (Bestand)
Umfang
Umfang
2311 Verzeichnungseinheiten (Stand 2024)
Benutzung
Benutzung
Depositum. Für Einsichtnahme ist eine Einverständniserklärung des Eigentümers notwendig.
Lagerort: BO
Lagerort: BO
Deskriptoren
Deskriptoren
Sachbegriffe: Firma; Bank
Körperschaften: Berliner Handelsgesellschaft; Frankfurter Bank; Berliner Handelsgesellschaft-Frankfurter Bank
Informationen / Notizen
Zusatzinformationen
Zusatzinformationen
Zitationsrichtlinie: Bei Veröffentlichungen muss eine auf den Hinterleger hinweisende Quellenangabe (hier: Bestandsname) gemacht werden.
z.B.
ISG FFM Best. W1-62 (BHF-Bank) Nr. 1.
z.B.
ISG FFM Best. W1-62 (BHF-Bank) Nr. 1.