H.13.02
Vollständige Signatur
ISG FFM, H.13.02
Bestand
Identifikation (kurz)
Titel
Titel
Bartholomäusstift: Bücher
Laufzeit
Laufzeit
ca. 1267-1802
Siehe
Korrespondierende Archivalien
Korrespondierende Archivalien
H.13.02, H.13.03, H.13.04
H.13.38, H.13.39, H.13.40
H.20.01 (Epitaphienbücher)
Bestandsdaten
Bestandsgeschichte
Bestandsgeschichte
Das Stiftsarchiv wurde 1633 erstmals vom Rat beschlagnahmt, bei der Rückgabe wurden einzelne Stücke zur Fabrik und zum Fronhof einbehalten.
Nach der Säkularisation wurde das Archiv des Bartholomäusstifts zunächst durch das Administrationsamt der geistlichen Güter und 1821-1825 durch die Stadtkämmerei verwaltet. Die Kämmerei übernahm Stücke in ihre Akten, die von praktischem Wert für das nun in städtischen Besitz übergegangene Eigentum der Stifter und Kloster waren.
Nach der Abgabe der älteren Registratur der Kämmerei an das Stadtarchiv 1890 wurden die Archivalien der Klöster wieder separiert und den jeweiligen Beständen zugeführt.
Die stiftischen Amtsbücher wurden im 19. Jahrhundert in insgesamt 7 Serien mit untergeordneten Nummern verzeichnet (Rep. 184 bzw. altes Rep. B69). Dies geschah bereits in den Jahren 1825-28 durch Johann Friedrich Böhmer, ergänzt 1892 durch Richard Jung (Serie VI). Das Verzeichnis von Hermann Grotefend (1876-1887) blieb unvollständig (Serie I Nr. 1-26b). Diese Signaturen sind veraltet.
2025 wurde der Bestand gereinigt und verpackt sowie mit neuen fortlaufenden Signaturen versehen (Nr. 1-348). Hierbei wurden die alten Erschließungsdaten aus Rep. 184 in die Datenbank übernommen (retrokonvertiert). Die Erschließungsdaten umfassten in der Regel nur eine Datierung (mitunter grob, mitunter auch fehlend) und einen kurzen, mehr oder weniger aussagekräftigen Titel. Bis auf die Ergänzung einer groben Formalbeschreibung erfolgte eine inhaltliche Überarbeitung oder Anreicherung der einzelnen Titel nur teilweise. Der Bestand wurde neu klassifiziert.
Es fehlen die Altsignaturen I,16 (Liber censuum praes. Johanis de Gerau, 1447); I,31 (Liber vicariarum continet earum census et fundationes usque 1660); I,36 (Liber vicariarum redditus secundum alphabetum continet., 1580); II,8 (Copialbuch, 13. Jahrhundert); II,14D (Protocollum capitulare secunda pars, nach 1476); II,15A (Copia fundationis stipendii Latomi); II,21; II,23; II,24; II,31; III,9; IV,22; V,25 1/2; V,31; V,32; V,32a; V,32B; V,47; V,32B; V,47; V,57; V,61; VI,32; VI,52a; VI,68 (festgestellt 1980), außerdem VI,28 und VI,44a (festgestellt 2025).
Nach der Säkularisation wurde das Archiv des Bartholomäusstifts zunächst durch das Administrationsamt der geistlichen Güter und 1821-1825 durch die Stadtkämmerei verwaltet. Die Kämmerei übernahm Stücke in ihre Akten, die von praktischem Wert für das nun in städtischen Besitz übergegangene Eigentum der Stifter und Kloster waren.
Nach der Abgabe der älteren Registratur der Kämmerei an das Stadtarchiv 1890 wurden die Archivalien der Klöster wieder separiert und den jeweiligen Beständen zugeführt.
Die stiftischen Amtsbücher wurden im 19. Jahrhundert in insgesamt 7 Serien mit untergeordneten Nummern verzeichnet (Rep. 184 bzw. altes Rep. B69). Dies geschah bereits in den Jahren 1825-28 durch Johann Friedrich Böhmer, ergänzt 1892 durch Richard Jung (Serie VI). Das Verzeichnis von Hermann Grotefend (1876-1887) blieb unvollständig (Serie I Nr. 1-26b). Diese Signaturen sind veraltet.
2025 wurde der Bestand gereinigt und verpackt sowie mit neuen fortlaufenden Signaturen versehen (Nr. 1-348). Hierbei wurden die alten Erschließungsdaten aus Rep. 184 in die Datenbank übernommen (retrokonvertiert). Die Erschließungsdaten umfassten in der Regel nur eine Datierung (mitunter grob, mitunter auch fehlend) und einen kurzen, mehr oder weniger aussagekräftigen Titel. Bis auf die Ergänzung einer groben Formalbeschreibung erfolgte eine inhaltliche Überarbeitung oder Anreicherung der einzelnen Titel nur teilweise. Der Bestand wurde neu klassifiziert.
Es fehlen die Altsignaturen I,16 (Liber censuum praes. Johanis de Gerau, 1447); I,31 (Liber vicariarum continet earum census et fundationes usque 1660); I,36 (Liber vicariarum redditus secundum alphabetum continet., 1580); II,8 (Copialbuch, 13. Jahrhundert); II,14D (Protocollum capitulare secunda pars, nach 1476); II,15A (Copia fundationis stipendii Latomi); II,21; II,23; II,24; II,31; III,9; IV,22; V,25 1/2; V,31; V,32; V,32a; V,32B; V,47; V,32B; V,47; V,57; V,61; VI,32; VI,52a; VI,68 (festgestellt 1980), außerdem VI,28 und VI,44a (festgestellt 2025).
Geschichte des Bestandsbildners
Geschichte des Bestandsbildners
Der Vorgängerbau des heutigen Doms war eine zur Pfalz gehörige dreischiffige Basilika - die Salvatorkirche -, die 852 von Hrabanus Maurus geweiht wurde. Ludwig der Deutsche errichtete an dieser Kirche ein Stift, in welchem 12 Geistliche ständigen Dienst tun sollten. 1239 weihte der Bischof Ludolf von Ratzeburg den noch unvollendeten Neubau der Stiftskirche "in honorem salvatoris domini nostri Jesu Christi et sancti Bartholomaei", da das Stift als Reliquie die Hirnschale des hl. Bartholomäus in ihren Besitz bringen konnte. Die Bartholomäuskirche war seit der Mitte des 16. Jh. der Ort, an dem bis zum Ende des Reiches alle Kaiser- und Königskrönungen vorgenommen wurden, nachdem Frankfurt bereits seit dem 13. Jh. Wahlort für die Könige war. Kirchlich gehörte Frankfurt zum Erzbistum Mainz, wobei der örtlicher Vertreter des Erzbischofs der Probst war. Die alleinigen Pfarrechte und damit die Verfügung über die Seelsorge in der Stadt lagen in den Händen des Mainzer Erzbischofs. Diese Konstellation mußte der aufstrebenden Stadt in ihrer Selbständigkeit ein Dorn im Auge sein, da die Angehörigen des Stifts wie alle Kleriker nicht dem weltlichen Untertanenverband angehörten, sondern das Recht auf einen eigenen kirchlichen Gerichtsstand und die Befreiung von weltlichen Steuern und Abgaben bewahrten. Erst durch den Reichsdeputationshauptschluß gelangte das Bartholomäusstift in die Verfügungsgewalt des Rates, der es aufhob und die letzten Stiftsherren mit Pensionen abfand.
Literatur
Literatur
Heuser, August / Kloft, Matthias Th.: Der Frankfurter Kaiserdom. Geschichte, Architektur, Kunst, Regensburg 2006; Kellner, Wolf Erich: Das Reichsstift St. Bartholomäus im Spätmittelalter, Frankfurt am Main1962; Rauch, Günter: Pröpste, Propstei und Stift von St. Bartholomäus in Frankfurt, Frankfurt am Main 1975; Wolter, Hans: Die Visitationen der drei Stiftskirchen in Frankfurt am Main im Jahre 1548, in: Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte 27 (1975), S. 81-106; Wolff, Carl / Jung, Rudolf (Bearb.): Die Baudenkmäler in Frankfurt am Main, Bd. 1: Kirchenbauten, Frankfurt am Main 1896, S. 56–65; Fichard gen. Baur von Eyseneck, Johann Carl von: Verzeichnis der Pröpste, Dechanten, Scholaster, Cantoren, Pfarrer und Canoniken des ehemaligen Stiftes St. Bartholomäi zu Frankfurt am Main bis zur Aufhebung desselben im Jahr 1802, in: Wetteravia, Zeitschrift für teutsche Geschichte und Rechts-Alterthümer 1828, S. 61 ff.; Stolleis, Karen: Der Frankfurter Domschatz, 3 Bde. Frankfurt am Main 1992-1994; Schmitt, Bettine / Schubert, Ulrike (Hg.): Madern Gerthener und der Pfarrturm von St. Bartholomäus, Regensburg 2015
Findmittel
Findmittel
Datenbank
Zettelkatalog zu in den Anniversarien genannten Personen in: TM A, Schrank AP 18, Schublade 42
Zettelkatalog mit Personennamen zu Nr. 31 (Altsignatur II,7) in: TM A, Schrank AP 17, Schublade 1
Weitere Angaben (Bestand)
Umfang
Umfang
348 Verzeichnungseinheiten, 13 Regalmeter
Benutzung
Benutzung
Lagerort: TM;