A.87.01
Vollständige Signatur
ISG FFM, A.87.01
Bestand
Identifikation (kurz)
Titel
Titel
Mainova AG
Laufzeit
Laufzeit
1835 - 1978
Siehe
Korrespondierende Archivalien
Korrespondierende Archivalien
Bestand W1-1 Main-Gaswerke AG
Bestandsdaten
Bestandsgeschichte
Bestandsgeschichte
Der Bestand (Zugang Akz. Mainova AG: II/2003-21) enthält keine Unterlagen der 1998 gegründeten Mainova AG. Er umfasst Akten der Vorgängerfirmen, vor allem Unterlagen aus der Finanzbuchhandlung, Material zu technischen Anlagen sowie Betriebsberichte.
Geschichte des Bestandsbildners
Geschichte des Bestandsbildners
1828 errichteten Johann Friedrich Knoblauch und Johann Georg Remigius Schiele eine Gasfabrik in der Mainzer Landstraße 28. Das Gas wurde aus Rüböl gewonnen. Bereits nach einem halben Jahr musste die Fabrik wegen Geldmangels still gelegt werden. Nach einem Jahr erwarben Knoblauch und Schiele eine Lizenz der englischen Imperial Continental Gas Association (ICGA) und konnten das Gaswerk im Oktober 1829 neu eröffnen. 1838 wurde die Privatgesellschaft in eine Aktiengesellschaft, die Frankfurter Gasbereitungsgesellschaft, umgewandelt. Durch Weiterentwicklung der Gaserzeugung aus Steinkohle erhielt die Frankfurter Gasbereitungsgesellschaft 1844 Konkurrenz durch ihren eigenen Lizenzgeber, die ICGA, die vom Senat der Stadt Frankfurt ein 25jähriges Privileg zur alleinigen Herstellung von Gas aus Steinkohle erhalten hatte. Da die Frankfurter Gasbereitungsgesellschaft dieses Privileg immer wieder unterlief, bewilligte der Senat 1860 gegen einen Grundstückstausch auch ihr die Gaserzeugung aus Steinkohle. Die Gesellschaft benannte sich zur Aufnahme neuen Kapitals in Neue Frankfurter Gasgesellschaft (der Zusatz "Neue" wurde 1879 wieder aus dem Namen entfernt) um. 1863 zog sie schließlich aus der Mainzer Landstraße in das neu errichtete Gaswerk an der Gutleutstraße 216 um.
1904 errichtete die Stadt ein eigenes Gaswerk außerhalb des Stadtgebiets in Heddernheim, das die neu eingemeindeten Vororte Seckbach, Niederursel, Eschersheim, Ginnheim, Eckenheim, Preungesheim, Praunheim, Bonames und Berkersheim versorgen sollte. 1905 wurde in Griesheim ein weiteres städtisches Gaswerk errichtet. 1909 schlossen sich die Imperial Continental Gas Association und die Frankfurter Gasgesellschaft unter Beibehaltung des Namens der Letzteren zusammen. 1911-12 wurde im Osthafen das Gaswerk Ost errichtet. Die Gaswerke in der Gutleutstraße und in der Obermainstraße wurden daraufhin eingestellt. Die Gesellschaft betrieb nun zwei Gaswerke, neben dem Gaswerk Ost außerdem noch das seit 1870 bestehende, von der ICGA errichtete, Gaswerk Bockenheim (später Gaswerk West auf dem heutigen Hauptsitz in der Solmsstraße). 1930 entstand zur Vereinfachung der Frankfurter Gasversorgung, die von zwei städtischen und der Frankfurter Gasgesellschaft mit ihren zahlreichen Beteiligungen an anderen Unternehmen betrieben wurde, die Main-Gaswerke AG. Hauptaktionär mit fast 80% des Aktienkapitals war die Stadt Frankfurt, gefolgt von Offenbach. Das Gaswerk Griesheim schloss 1931, Heddernheim 1933.
1953 feierten die Main-Gaswerke das 125jährige Jubiläum. Zwischen 1967 und 1969 wurde die Gasversorgung auf Erdgas umgestellt. 1967 zog die Gesellschaft in das neue Verwaltungsgebäude an der Solmsstraße 38. Die Kokerei im Osthafen wurde 1969 stillgelegt. 1983 ging die 1864 gegründete Hessen-Nassauische Gas-AG in der Main-Gaswerke AG auf. 1990 wurde die Main-Gaswerke AG zur Maingas AG. 1998 erfolgte durch Zusammenschluss der Maingas AG mit den Versorgungsbetrieben der Stadtwerke Frankfurt am Main GmbH die Gründung der Mainova AG.
1904 errichtete die Stadt ein eigenes Gaswerk außerhalb des Stadtgebiets in Heddernheim, das die neu eingemeindeten Vororte Seckbach, Niederursel, Eschersheim, Ginnheim, Eckenheim, Preungesheim, Praunheim, Bonames und Berkersheim versorgen sollte. 1905 wurde in Griesheim ein weiteres städtisches Gaswerk errichtet. 1909 schlossen sich die Imperial Continental Gas Association und die Frankfurter Gasgesellschaft unter Beibehaltung des Namens der Letzteren zusammen. 1911-12 wurde im Osthafen das Gaswerk Ost errichtet. Die Gaswerke in der Gutleutstraße und in der Obermainstraße wurden daraufhin eingestellt. Die Gesellschaft betrieb nun zwei Gaswerke, neben dem Gaswerk Ost außerdem noch das seit 1870 bestehende, von der ICGA errichtete, Gaswerk Bockenheim (später Gaswerk West auf dem heutigen Hauptsitz in der Solmsstraße). 1930 entstand zur Vereinfachung der Frankfurter Gasversorgung, die von zwei städtischen und der Frankfurter Gasgesellschaft mit ihren zahlreichen Beteiligungen an anderen Unternehmen betrieben wurde, die Main-Gaswerke AG. Hauptaktionär mit fast 80% des Aktienkapitals war die Stadt Frankfurt, gefolgt von Offenbach. Das Gaswerk Griesheim schloss 1931, Heddernheim 1933.
1953 feierten die Main-Gaswerke das 125jährige Jubiläum. Zwischen 1967 und 1969 wurde die Gasversorgung auf Erdgas umgestellt. 1967 zog die Gesellschaft in das neue Verwaltungsgebäude an der Solmsstraße 38. Die Kokerei im Osthafen wurde 1969 stillgelegt. 1983 ging die 1864 gegründete Hessen-Nassauische Gas-AG in der Main-Gaswerke AG auf. 1990 wurde die Main-Gaswerke AG zur Maingas AG. 1998 erfolgte durch Zusammenschluss der Maingas AG mit den Versorgungsbetrieben der Stadtwerke Frankfurt am Main GmbH die Gründung der Mainova AG.
Weitere Angaben (Bestand)
Umfang
Umfang
178 Verzeichnungseinheiten (Stand 2019)
Benutzung
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Lagerort: BO