Vollständige Signatur

ISG FFM, A.77

Bestand


Identifikation (kurz)


Titel Titel
Zoologischer Garten Frankfurt
Laufzeit Laufzeit
1945 - 2006

Siehe


Korrespondierende Archivalien Korrespondierende Archivalien
S3 (Sammlung Ortsgeschichte) Nr. 18.035 (Zoologischer Garten: Geschichte)

Bestandsdaten


Bestandsgeschichte Bestandsgeschichte
Der Bestand umfasst in erster Linie Schriftwechsel des Direktors Faust (auch noch von Grzimek), Unterlagen zum Naturschutz, zum Erwerb und zur Einfuhr von Tieren sowie Schriftwechsel mit Tierhändlern und anderen zoologischen Gärten.

Der Bestand gibt Auskunft über die Baugeschichte des Zoos, den Tierhandel sowie die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Tiergärten. Darüber hinaus enthält er sehr viel Material über Dr. Bernhard Grzimek, dies sowohl in dessen Tätigkeit als Zoodirektor als auch in dessen Funktion als Bundesbeauftragter für den Naturschutz.

Die erste Abgabe (Akz. Zoologischer Garten: II/2005-18) wurde zunächst im Außenmagazin Deutsche Bibliothek gelagert.
Weitere Zugänge:
Akz. Zoologischer Garten: II/2012-18;
Akz. Zoologischer Garten: II/2019-12 (nicht verzeichnet);
Akz. Zoologischer Garten: II/2026-13 (nicht verzeichnet)
Geschichte des Bestandsbildners Geschichte des Bestandsbildners
Der Zoo Frankfurt wurde am 8. August 1858 von einer Bürgerinitiative gegründet und ist damit der zweitälteste Tiergarten Deutschlands.
Bis 1915 wurde er von der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt von 1858 e.V. betrieben. Schon damals hatte der Zoo eine große Bedeutung für die Bürger Frankfurts, des Rhein-Main-Gebietes und ganz Hessens. Anfangs diente er als "Probezoo" auf einem gemieteten Gelände an der Bockenheimer Landstraße. Die Ziele der Zoologischen Gesellschaft waren schon damals die Erholung in der freien Natur in Verbindung mit dem Studium der Natur. Die Genehmigung, auch gefährliche bzw. größere Raubtiere zu halten, wurde auf Betreiben von Zoodirektor Max Schmidt 1860 erteilt.
1873/74 wurde der Zoo an seinen heutigen Standort an der Pfingstweide verlegt. Errichtet wurden hier Häuser für Raubtiere, Affen und Antilopen sowie eine Bärenanlage und das 1876 vollendete Zoogesellschaftshaus.
In den Notjahren des Ersten Weltkrieges wurde der Zoo mit dem Status einer öffentlichen Einrichtung in städtische Trägerschaft überführt.
Nachdem der Zoo schon im Ersten Weltkrieg infolge von Krankheiten und Versorgungsengpässen etwa 2/3 seines Tierbestandes verloren hatte, wurde er während der Luftangriffe des Zweiten Weltkriegs fast völlig zerstört. Der rasche und nach zeitgenössischen Vorstellungen moderne Wiederaufbau mit einhergehender Vergrößerung unter Direktor Dr. Bernhard Grzimek gelang u.a. dank großzügiger Geldspenden der Frankfurter Bürger.

Der Frankfurter Zoo hat sich verpflichtet, Informationen und Bildung zu vermitteln, Forschung zu betreiben und die weltweiten Naturschutzbestrebungen zu unterstützen und voranzutreiben.

Liste der Zoodirektoren:
1858: Franz Leven
1859-1885: Max Schmidt
1885-1888: Ludwig Wunderlich
1888-1893: Wilhelm Haacke
1893-1903: Adalbert Seitz
1908-1938: Kurt Priemel
1938-1945: Georg Steinbacher
1945-1974: Bernhard Grzimek
1974-1992: Richard Faust
1992-1994: Christoph Scherpner
1994-2008: Christian Schmidt
2008-2017: Manfred Niekisch
2018-2022: Miguel Casares
seit 2022: Christina Geiger

(Stand 2024)
Literatur Literatur
Grzimek, Bernhard: Hundertjähriger Zoo in Frankfurt am Main, Frankfurt 1958.
Zielplanung (Hrsg.): Zukunft Zoo, Metrozoo Frankfurt am Main, 1999.

Weitere Angaben (Bestand)


Umfang Umfang
455 Verzeichnungseinheiten (Stand 2022)
Benutzung Benutzung
Lagerort: BO