A.05.05
Vollständige Signatur
ISG FFM, A.05.05
Bestand
Identifikation (kurz)
Titel
Titel
Büro OB Hauff
Laufzeit
Laufzeit
1989 - 1991
Siehe
Korrespondierende Archivalien
Korrespondierende Archivalien
Sammlung Personengeschichte (S2) Nr. 12.392
Bestandsdaten
Bestandsgeschichte
Bestandsgeschichte
Die Unterlagen der Vorzimmerregistratur des Oberbürgermeisters Hauff kamen im Jahr 2000 über die Magistratsaktei ins Institut für Stadtgeschichte (Akz. Hauptamt: III/2000-26), gefolgt von zwei Einzelakten im Jahr 2004. Bei der Verzeichnung des Bestandes Büro OB von Schoeler im Herbst 2015 wurde festgestellt, dass die abgegebenen Akten verschiedene Provenienzen aufwiesen, u.a. die des Oberbürgermeisters Hauff. Daraufhin wurden 21 Akten an diesen Bestand abgegeben (vgl. Akzessionsanlage Nr. 621).
Geschichte des Bestandsbildners
Geschichte des Bestandsbildners
Volker Hauff wurde am 9. August 1940 in Backnang geboren und studierte nach seinem Abitur 1959 Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Seine politische Tätigkeit startete Hauff 1959 in der SPD, über die er 1969 in den Bundestag gelangte. Dort war er zuerst Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Forschung und Technologie und leitete dieses ab 1978 für zwei Jahre. Danach war er bis 1982 Bundesverkehrsminister.
Während Hauff bei seiner ersten Kandidatur für den Posten des Frankfurter Oberbürgermeisters 1985 dem Amtsinhaber Walter Wallmann unterlag, wählte ihn 1989 die rot-grüne Mehrheit der Stadtverordneten ins Amt, welches er am 15. Juni 1989 übernahm. Das Fehlen lokaler Seilschaften, die Überlassung profilierungsträchtiger Ressorts dem grünen Koalitionspartner sowie das Übergehen lokaler Bewerber bei der Besetzung von Magistratsposten erschwerte Hauffs Position gegenüber der SPD-Fraktion im Römer. Ferner trugen der "Schlachthofstreit" über einen neuen Standort des erst seit kurzem errichteten Schlachthofs in Sachsenhausen sowie die Neubesetzung des Postens der Sozialdezernentin dazu bei, dass Hauff am 11. März 1991 zurück trat. In seine kurze Amtszeit fällt u.a. die Gründung des Amtes für multikulturelle Angelegenheiten (AmkA) und der Zusammenschluss mehrerer Verkehrsbetriebe zum Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV). Nach Hauffs Zeit in Frankfurt war er u.a. beim Axel Springer Verlag und der KPMG Consulting AG tätig, war Vorsitzender des Rates für Nachhaltige Entwicklung sowie Aufsichtsratsmitglied des Flughafens Köln/Bonn.
Während Hauff bei seiner ersten Kandidatur für den Posten des Frankfurter Oberbürgermeisters 1985 dem Amtsinhaber Walter Wallmann unterlag, wählte ihn 1989 die rot-grüne Mehrheit der Stadtverordneten ins Amt, welches er am 15. Juni 1989 übernahm. Das Fehlen lokaler Seilschaften, die Überlassung profilierungsträchtiger Ressorts dem grünen Koalitionspartner sowie das Übergehen lokaler Bewerber bei der Besetzung von Magistratsposten erschwerte Hauffs Position gegenüber der SPD-Fraktion im Römer. Ferner trugen der "Schlachthofstreit" über einen neuen Standort des erst seit kurzem errichteten Schlachthofs in Sachsenhausen sowie die Neubesetzung des Postens der Sozialdezernentin dazu bei, dass Hauff am 11. März 1991 zurück trat. In seine kurze Amtszeit fällt u.a. die Gründung des Amtes für multikulturelle Angelegenheiten (AmkA) und der Zusammenschluss mehrerer Verkehrsbetriebe zum Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV). Nach Hauffs Zeit in Frankfurt war er u.a. beim Axel Springer Verlag und der KPMG Consulting AG tätig, war Vorsitzender des Rates für Nachhaltige Entwicklung sowie Aufsichtsratsmitglied des Flughafens Köln/Bonn.
Literatur
Literatur
Hoffmann, H. (2012): Frankfurts Oberbürgermeister 1945-1995. Frankfurt: Societäts-Verlag. Signatur: LS/MG 21600/01.
Hauff, V. (1990): Frankfurt braucht das soziale, ökonomische und ökologische Gleichgewicht. Kommunalpolitischer Situationsbericht des Frankfurter Oberbürgermeisters. Frankfurt. Signatur: SD 1/305 1990.
Weitere Angaben (Bestand)
Umfang
Umfang
33 Verzeichnungseinheiten (Stand 2021)
Benutzung
Benutzung
Lagerort: BO