A.05.07
Vollständige Signatur
ISG FFM, A.05.07
Bestand
Identifikation (kurz)
Titel
Titel
Büro OB Wallmann
Laufzeit
Laufzeit
1977 - 1986
Siehe
Korrespondierende Archivalien
Korrespondierende Archivalien
Sammlung Personengeschichte (S2) Nr. 1.400
Bestandsdaten
Bestandsgeschichte
Bestandsgeschichte
Die Unterlagen des Bestandes wurden bei einer Abgabe des OB Büros von Schoeler (Akz. Hauptamt, Magistratsaktei: III/28-2000) mit abgegeben und aus bestandsbildnerischen Gründen separiert (vgl. Akzessionsanlage Nr. 796).
Geschichte des Bestandsbildners
Geschichte des Bestandsbildners
Walter Wallmann wurde am 24. September 1932 in Uelzen geboren und studierte nach dem Abitur Rechts- und Staatswissenschaften sowie Politik an der Universität Marburg. Nach dem Assessorenexamen war er an verschiedenen hessischen Gerichten tätig. Als Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Marburg wurde Wallmann 1967 Abgeordneter im hessischen Landtag. Nachdem er im Jahr 1970 in Marburg zum Oberbürgermeister gewählt wurde, wurde die Wahl wegen Formfehlern für ungültig erklärt und Wallmann unterlag bei den Wiederholungswahlen seinem neuen Herausforderer. 1972 wurde er über die hessische Landesliste in den Bundestag gewählt und leitete dort u.a. den Guillaume-Untersuchungsausschuss. Nach den hessischen Kommunalwahlen 1977 konnte er als Spitzenkandidat der CDU durch die neu erlangte absolute Mehrheit seiner Partei am 15. Juni 1977 zum neuen Oberbürgermeister gewählt werden. Bei den Kommunalwahlen 1983 wurde er in seinem Amt bestätigt. Nach dem Reaktorunglück in Tschernobyl wurde Wallmann im Juni 1986 zum Leiter des neu gegründeten Bundesministeriums für Umweltschutz, Naturschutz und Reaktorsicherheit berufen und gab sein Amt als Oberbürgermeister auf.
Wallmann machte sich in seiner Amtszeit für die Auflösung antiautoritär geführter Kitas stark, befürwortete den Ausbau der Startbahn West auf dem Frankfurter Flughafen, bemühte sich mit Kulturdezernent Hilmar Hoffmann durch Neubauten am Museumsufer und der Neueröffnung der Alten Oper das kulturelle Angebot Frankfurts auf ein internationales Niveau zu bringen und trieb die Aussöhnung mit Israel durch ein Besuchsprogramm für in der NS-Zeit vertriebenen Juden voran. Ferner fielen in seine Amtszeit u.a. die Errichtung der Eissporthalle, die Ausweitung der Fußgängerzonen in der Innenstadt, der Wiederaufbau der Fachwerkhäuser auf dem Römerberg (Ostzeile) und die Sanierung des Bahnhofsviertels. Aus seinem Amt als Umweltminister schied Wallmann 1987 wieder aus, nachdem er in Hessen zum Ministerpräsidenten gewählt wurde. Nachdem er 1991 wieder aus dem Amt ausschied, war er als Rechtsanwalt in der Privatwirtschaft tätig.
Wallmann machte sich in seiner Amtszeit für die Auflösung antiautoritär geführter Kitas stark, befürwortete den Ausbau der Startbahn West auf dem Frankfurter Flughafen, bemühte sich mit Kulturdezernent Hilmar Hoffmann durch Neubauten am Museumsufer und der Neueröffnung der Alten Oper das kulturelle Angebot Frankfurts auf ein internationales Niveau zu bringen und trieb die Aussöhnung mit Israel durch ein Besuchsprogramm für in der NS-Zeit vertriebenen Juden voran. Ferner fielen in seine Amtszeit u.a. die Errichtung der Eissporthalle, die Ausweitung der Fußgängerzonen in der Innenstadt, der Wiederaufbau der Fachwerkhäuser auf dem Römerberg (Ostzeile) und die Sanierung des Bahnhofsviertels. Aus seinem Amt als Umweltminister schied Wallmann 1987 wieder aus, nachdem er in Hessen zum Ministerpräsidenten gewählt wurde. Nachdem er 1991 wieder aus dem Amt ausschied, war er als Rechtsanwalt in der Privatwirtschaft tätig.
Literatur
Literatur
Hoffmann, H. (2012): Frankfurts Oberbürgermeister 1945-1995. Frankfurt: Societäts-Verlag. Signatur: LS/MG 21600/01.
Wallmann, Walter (2002): Im Licht der Paulskirche. Memoiren eines Politischen. Potsdam: Goetz. Signatur: 02/278.
Wallmann, Walter (1978-1985): Kommunalpolitische Situationsberichte. Frankfurt.
Weitere Angaben (Bestand)
Umfang
Umfang
18 Verzeichnungseinheiten (Stand 2021)
Benutzung
Benutzung
Lagerort: BO