nestel/006
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StadtA DA, 55, nestel/006
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Identifikation (Bild)
Titel
Titel
Skizzenbuch
Datierung
Datierung
1911-1912
Inhaltliche Beschreibung
Inhaltliche Beschreibung
Handschriftliche Texte, Figurenstudien
Loses Blatt, 10,9 x 9cm, Verso: Stierbändiger, Farbdruck; Recto: Werbeschreiben der Fa. Dr. Schröder, Berlin für die "Blutsalznahrung" "Renascin", 6. September 1911, Maschinenschrift
Weitere Angaben (Bild)
Format
Format
Buchformat: 17 x 10,5 cm
Ausführung
Ausführung
Bleistift auf Papier
Blattzahl
Blattzahl
87
Vermerke
Enthält auch
Enthält auch
Umschlagseite vorn:
„Die Welt Gottes von Dörries (Göttingen 1910)
Das bayerische Vaterland (Einzelnummern 5 Pfg. M. 24 [...] Weihnachtsmänner
‚Der Tag‘ u.a. Sonntag 24 Dez.
[...] das Zentrum - 50 Pfg.
Der Simplicissimus, München = Kaulbachstr. 91
März = 26 Dez. (Pt. 50 Pfg).
Frankfurter Zeitung Abendblatt Donnerstag 4. Januar
Unterhaltungsbeilage der Tägl. Rundschau von Mittwoch d. 10. Januar, Nr. 8 (Gegenwärtige u. Zukünftige Frauenberufe v. Maria Martin.
[...] Zeitung [...] vorzüglich 11. Jan. 1912
S. 3: handschriftlich: „Das Kanon der Kanibalen oder das Kana der christlichen Wunder.
Das erstere das Canossa (im Beichtstuhl - dem Kantatorium zum Anlegen der [...] päpstlichen Bevormundung - das letztere die Verwandlung des Wesens der theologischen Wissenschaft in die okkulte Wissenschaft des Weines.
Das erstere geben sie Christus (dem Christenthum) als Rohr in die Hand (als Kanone, vom latein. Worte Lanna, das Rohr - stammend). Sie schließen die Worte (im biblischen Sinne) Kanoinität, Kanoinisation, Kanonisch, Kanonisches Recht, Kanonist, Kanopen - Kanzel usw. in sich u. Kain.“
S. 5: handschriftlich: „Anderenteils im realistischen Sinne denken wir auch an die große Zahl von (Soldaten) Witwen, welche zu solchen - durch [...] politische [...] - durch einen [...] Imperalismus - dessen Füße immer erlaubt sind Blut zu vergießen - zu Witwen gemacht wurden.“
S.6-7: unleserlicher Text
S. 8-9: handschriftlich: „Die Zeichen der Zeit künden ‚eine Umwertung aller Werte‘ — eine Umwälzung aller Verhältnisse. Wenn ihr das alles seht, dann fliehet in die Berge (höherer Kulturen). Auf dem Berg der Verklärung wird uns das gesagt - was zu unserem Heil von dem Menschensohn - dem zum Evangelismus verklärten. Ihr hört - so die Stimme aus der (Gottes) Wolke. Dieser ist mein geliebter Sohn. Statt aber auf diesen zu hören - hören sie auf die, die ihnen das lehren, nach dem ihnen die Ohren jucken - u. die Folgen? Wir stehen bald vor einem europäischen Krieg. Und dann wird es heißen: Rette sich wer kann.
Wie viele Irrlehren und Lügenpropheten bemächtigen sich jetzt den verschiedenen Parteien, aber - es ist doch in keinem anderen Heil, oft auch kein anderer Name den Menschen gegeben, darinnen sie können selig werden, als der Name Jesus Christus. Diesen sollen wir hören u. zwar vom Berg der Verklärung aus. (Dem in unserer Zeit). Aber statt den ‚Gott in der Höhe‘ beten sie ihre Götter u. Götzen an - so den Jupiter, den Zeus, den Apollo usw. (Diese haben freilich jetzt andere Namen).
—-
Der Menschensohn als Evangelismus u. Reformator - auf allen kulturellen Gebieten in der Endzeit.“
S. 10: handschriftlich: „Und er wird (von Narren) verspottet, u. (v. Toren) gesch[...] u. von (Fanatikern) angespieen werden, u. wenn sie ihn (in ihren verleumderischen Phrasen) gegeißelt haben, werden sie ihn auf Schlachtfeldern am Kriegskreuz töten.“
S. 11: handschriftlich: „Diese Wortbilder sind Doppelbilder, welche einen geistig-kulturellen (allegorischen) u. realen d.h. buchstäblichen Sinn haben. Die Figuren stellen Typen dar - da sich nun im ganzen Evangelium die Witwe nur einmal vorfindet - so ist sie (bildlich gedacht) der Typus der kulturellen u. geistigen [...] z.B. Jerusalem als irdische u. himmlische Stadt gedacht ist - steinern u. kulturell - So können wir die ‚modernistische Wissenschaft‘ ebenfalls als ‚Witwe‘ ansprechen mit ihrem ‚ungerechten Richter‘ u. ‚Widersacher‘ - - - u. im realen Sinne die Soldatenwitwen u. weiter die in den englischen Kolonien die indischen Witwen, mit ihren ungerechten Richtern u. Widersachern - den Bramahnen - das Ganze zusammengefaßt u. personifiziert in der allegorischen Figur: ‚die Witwe‘ ...
Mit ihren ungerechten chauvinistischen [...] - nationalstolzen - verhetzenden (journalistischen) ungerechten Richtern u. imperialistischen Widersachern desgl. (d.W.a.m.W.) mit dem nach feudalem Recht richtenden Richter u. Widersacher dem Feudalismus welcher die freie wissenschaftliche Forschung bekämpft.“
S. 13: teils unleserlicher Text
S. 14: handschriftlich u.a.: „Wahlrecht der Frauen - ob dasselbe i.B. in Deutschland möglich ist, das zu be[...] muß der Regierung überlassen bleiben.
—
Weil das Frauenrecht besonders in England sehr reformbedürftig ist.“
S. 15-16: Texte mit Religionsbezug („Reich Gottes“)
S. 17-18: Texte mit Religionsbezug
S. 19-24: teils unleserliche Texte mit Religionsbezug
S. 25-26: teils unleserliche Texte mit Religionsbezug (u.a.: Offenbarung 23)
S. 26: handschriftlich: „Und es wird eine Verführung über den ganzen Erdkreis gehen u. dann wird das Ende kommen. / Wir sind unnütze Knechte. / Christus ist wiedergekommen u. nun sind die Völker versammelt u. er ist ihr Richter ...“
S. 27: diverse Merksätze
S. 28: handschriftlich: „Auf den freien Geist (den richtig gelenkten) u. die freie Forschung kommt alles an. [...] eine Welt, welche Kunst, Wissenschaft u. (wahre) Religion aufbaut - eine Welt paradiesischer Zustände - im harmonischen Zusammenwirken der Völker u. Nationen - in der Einheit des Geistes der Wahrheit u. Liebe sittlicher Grundsätze [...] / Die fragwürdigen politischen Zustände der heutigen Zeit sind nun derartige, daß ein Pilatus (u. Politiker) der Jetztzeit die Frage an die Nationen stellt: Wen soll ich euch losgeben - den Christus (das Christentum) oder den Barabbas? (den RevolutIonär u. den Weltkrieg) - Damals riefen sie den Barabbas u. heute?“
S. 29: handschriftlich: „Das Schicksal eines Menschen u. eines Volkes hängt von seiner Moralität u. Sittlichkeit ab. Aber wie die Vampire ihrem Opfer das Blut - so saugen eine lasziefe Kunst u. eine perverse, schamlose Mode dem Menschen u. Volke das Mark aus den Knochen. Aber die Verführenden wissen nicht, daß sie gezeichnet sind mit dem Mal des Tiers an Stirn u. Hände. Ihr könnt von allen Früchten des (kulturellen) Gartens essen, nur von dem in der Mitte desselben nicht - denn welchen Tages ihr davon esset, werdet ihr sterben. Hochmut und Sinnlichkeit verursachten nicht den Abfall von Gott - u. die Folge war: der Austrieb aus der Welt des Paradieses - vor dem nun der Cherubin mit dem hauenden Schwert (des Militarismus) stand.“
S. 30-46: Texte mit Religionsbezug
S. 47: handschriftlich: „Frankreich ist es der Satan, der die Saat des Hasses säht. Man bannt die Religion aus den Schulen; man fälscht Geschichte u. Landkarte man spielt den Lügenpropheten. Man verlangt daß die Nachbarn sich mit Füßen treten lassen u. dazu noch Danke schön sagen sollen. Man überzieht ihre Länder mit Krieg u. verwüstet sie u. läßt man sich das nicht gefallen u. kehrt den Spieß um u. packt den Angreifer ... nun dann will dieser das Alles (das Meer von Blut und Leid) mit Gold vergüten abmachen / Kain u. Abel“
S. 47 - 50: Texte mit Religionsbezug
S. 51: handschriftlich: „Der Franzose schlachtet (als Kain) kaltblütig um Gewinn und Räuberwillen seinen Bruder den Deutschen ab u. wird er von dem Verfolgenden an der Gurgel gepackt u. Rechenschaft gefordert - dann zieht er ruhig seinen gespickten Beutel u. fragt mit der unschuldigsten Miene: Was kosts? Von der Gerechtigkeit die vor Gott gilt hat er keine blasse Ahnung. Er kennt nur seine ... Selbstgerechtigkeit.“
S. 52-76: Texte mit Religionsbezug
S. 77: handschriftlich: „Warum kann der Staat seinen Pflichten als Mäzen der Kunstbeförderung nicht nachkommen? Weil er alles verfügbare Geld für Rüstungszwecke braucht u. für Kunst u. Wissenschaft u. Kultur nichts übrig hat. Warum aber braucht er alles für Rüstungszwecke? Weil der deutsche Staat ringsum von Feinden bedroht ist. Warum hat er diese Feinde? Weil Finsternis inbezug auf Religion u. Glauben überall herrscht. Warum herrscht Finsternis? Weil das Volk u. die Weisen u. Klugen nicht das Licht der Wahrheit ergreifen, das in dieser Finsternis scheint u. warum ergreifen sie das Licht nicht? Weil sie kunstblind, geistig blind sind - nur auf die hören die ihnen das lehren u. predigen, nach dem ihnen die materialistischen [...] jucken. Ihr könnt ja aber [...]
S. 78-91: Texte mit Religionsbezug
S. 92-98: Textzitate aus den Psalmen
S. 101-113: Texte mit Religionsbezug
S. 114: Definitionen von „Publizistik“, „publizieren“ u.ä.
S. 120-122: das [...] Vaterland schreibt: 1912
...
S. 126-127: Briefentwurf
...
S. 130, 132, 134: jeweils Figurenstudie eines Paares im Gasthaus
S. 136, 138, 140, 142, 144, 146, 148: Figurenstudien aus Gasthäusern
S. 149: handschriftlich: „Erst kommt die Lauheit, dann der Zweifel / dann Widerspruch, dann Haß u. Spott / das halbe Denken führt zum Teufel / das ganze Denken führt zu Gott.“
S. 150: „Freiübungen - Hügel besteigen“
S. 151: „Was vornehmen: Beim Ausgehen - unterwegs Gott immer vor Augen u. im Herzen haben...“
S. 152-153: „Was vorzunehmen: Ordnung in Alles bringen / Aufräumen / Blätter zu sortieren / Korrektur zu machen v. ?? / Einleitung zu schreiben - kurz / Entwicklung inbezug auf den Glauben / Schreiben an Verlag (s. letztes Notizbuch) / Reise nach Frankfurt / Blätter für ?? / Welche Kuverts nehmen? Die kleinen oder die großen? / Stempel - die Anmerkung nicht vergessen - nach welcher Uebersetzung (Elberfelder Bibel) / S. 153: ... waschen, baden d. Füße / (Konkordanz). Hofbibliothek / das von Ehrhardt empfohlene Buch.“
S. 155-156: Gedichtzitate mit religiösem Bezug
S. 158: Figurenstudie zweier Frauen
S. 160: Figurenstudie, Frau und Kind am Schalter
S. 161: Zitate eines Prof. Häckel zu Kaiser Wilhelm I. und Bismarck
S. 162: Zitat aus der Schrift „Staatseigentum u. Volkskirche?“ aus „Lebensreform“
S. 165-166: Auflistung von Literatur zu: Jean Francois Millet, Mainz 1909; Fritz v. Uhde, o.D.; „Kunst und Geschichte“, München/Berlin 1905; Rembrandt, o.D.; ... ; Bühne und Welt, Hefte 1-1911; Reclams Universum, Heft 11
S. 168: Bildnisstudien
S. 170: Bildnisstudien, Text: „Freude schöner Götterfunken“
Umschlagseite, Text: „Sir ... (Freund) / „Standard“ (deutschfeindlich) / Lord Landsdale (persönl. Freund des Kaisers) / „Daily Mail“ (unsere allerböseste Gegnerin)“
„Die Welt Gottes von Dörries (Göttingen 1910)
Das bayerische Vaterland (Einzelnummern 5 Pfg. M. 24 [...] Weihnachtsmänner
‚Der Tag‘ u.a. Sonntag 24 Dez.
[...] das Zentrum - 50 Pfg.
Der Simplicissimus, München = Kaulbachstr. 91
März = 26 Dez. (Pt. 50 Pfg).
Frankfurter Zeitung Abendblatt Donnerstag 4. Januar
Unterhaltungsbeilage der Tägl. Rundschau von Mittwoch d. 10. Januar, Nr. 8 (Gegenwärtige u. Zukünftige Frauenberufe v. Maria Martin.
[...] Zeitung [...] vorzüglich 11. Jan. 1912
S. 3: handschriftlich: „Das Kanon der Kanibalen oder das Kana der christlichen Wunder.
Das erstere das Canossa (im Beichtstuhl - dem Kantatorium zum Anlegen der [...] päpstlichen Bevormundung - das letztere die Verwandlung des Wesens der theologischen Wissenschaft in die okkulte Wissenschaft des Weines.
Das erstere geben sie Christus (dem Christenthum) als Rohr in die Hand (als Kanone, vom latein. Worte Lanna, das Rohr - stammend). Sie schließen die Worte (im biblischen Sinne) Kanoinität, Kanoinisation, Kanonisch, Kanonisches Recht, Kanonist, Kanopen - Kanzel usw. in sich u. Kain.“
S. 5: handschriftlich: „Anderenteils im realistischen Sinne denken wir auch an die große Zahl von (Soldaten) Witwen, welche zu solchen - durch [...] politische [...] - durch einen [...] Imperalismus - dessen Füße immer erlaubt sind Blut zu vergießen - zu Witwen gemacht wurden.“
S.6-7: unleserlicher Text
S. 8-9: handschriftlich: „Die Zeichen der Zeit künden ‚eine Umwertung aller Werte‘ — eine Umwälzung aller Verhältnisse. Wenn ihr das alles seht, dann fliehet in die Berge (höherer Kulturen). Auf dem Berg der Verklärung wird uns das gesagt - was zu unserem Heil von dem Menschensohn - dem zum Evangelismus verklärten. Ihr hört - so die Stimme aus der (Gottes) Wolke. Dieser ist mein geliebter Sohn. Statt aber auf diesen zu hören - hören sie auf die, die ihnen das lehren, nach dem ihnen die Ohren jucken - u. die Folgen? Wir stehen bald vor einem europäischen Krieg. Und dann wird es heißen: Rette sich wer kann.
Wie viele Irrlehren und Lügenpropheten bemächtigen sich jetzt den verschiedenen Parteien, aber - es ist doch in keinem anderen Heil, oft auch kein anderer Name den Menschen gegeben, darinnen sie können selig werden, als der Name Jesus Christus. Diesen sollen wir hören u. zwar vom Berg der Verklärung aus. (Dem in unserer Zeit). Aber statt den ‚Gott in der Höhe‘ beten sie ihre Götter u. Götzen an - so den Jupiter, den Zeus, den Apollo usw. (Diese haben freilich jetzt andere Namen).
—-
Der Menschensohn als Evangelismus u. Reformator - auf allen kulturellen Gebieten in der Endzeit.“
S. 10: handschriftlich: „Und er wird (von Narren) verspottet, u. (v. Toren) gesch[...] u. von (Fanatikern) angespieen werden, u. wenn sie ihn (in ihren verleumderischen Phrasen) gegeißelt haben, werden sie ihn auf Schlachtfeldern am Kriegskreuz töten.“
S. 11: handschriftlich: „Diese Wortbilder sind Doppelbilder, welche einen geistig-kulturellen (allegorischen) u. realen d.h. buchstäblichen Sinn haben. Die Figuren stellen Typen dar - da sich nun im ganzen Evangelium die Witwe nur einmal vorfindet - so ist sie (bildlich gedacht) der Typus der kulturellen u. geistigen [...] z.B. Jerusalem als irdische u. himmlische Stadt gedacht ist - steinern u. kulturell - So können wir die ‚modernistische Wissenschaft‘ ebenfalls als ‚Witwe‘ ansprechen mit ihrem ‚ungerechten Richter‘ u. ‚Widersacher‘ - - - u. im realen Sinne die Soldatenwitwen u. weiter die in den englischen Kolonien die indischen Witwen, mit ihren ungerechten Richtern u. Widersachern - den Bramahnen - das Ganze zusammengefaßt u. personifiziert in der allegorischen Figur: ‚die Witwe‘ ...
Mit ihren ungerechten chauvinistischen [...] - nationalstolzen - verhetzenden (journalistischen) ungerechten Richtern u. imperialistischen Widersachern desgl. (d.W.a.m.W.) mit dem nach feudalem Recht richtenden Richter u. Widersacher dem Feudalismus welcher die freie wissenschaftliche Forschung bekämpft.“
S. 13: teils unleserlicher Text
S. 14: handschriftlich u.a.: „Wahlrecht der Frauen - ob dasselbe i.B. in Deutschland möglich ist, das zu be[...] muß der Regierung überlassen bleiben.
—
Weil das Frauenrecht besonders in England sehr reformbedürftig ist.“
S. 15-16: Texte mit Religionsbezug („Reich Gottes“)
S. 17-18: Texte mit Religionsbezug
S. 19-24: teils unleserliche Texte mit Religionsbezug
S. 25-26: teils unleserliche Texte mit Religionsbezug (u.a.: Offenbarung 23)
S. 26: handschriftlich: „Und es wird eine Verführung über den ganzen Erdkreis gehen u. dann wird das Ende kommen. / Wir sind unnütze Knechte. / Christus ist wiedergekommen u. nun sind die Völker versammelt u. er ist ihr Richter ...“
S. 27: diverse Merksätze
S. 28: handschriftlich: „Auf den freien Geist (den richtig gelenkten) u. die freie Forschung kommt alles an. [...] eine Welt, welche Kunst, Wissenschaft u. (wahre) Religion aufbaut - eine Welt paradiesischer Zustände - im harmonischen Zusammenwirken der Völker u. Nationen - in der Einheit des Geistes der Wahrheit u. Liebe sittlicher Grundsätze [...] / Die fragwürdigen politischen Zustände der heutigen Zeit sind nun derartige, daß ein Pilatus (u. Politiker) der Jetztzeit die Frage an die Nationen stellt: Wen soll ich euch losgeben - den Christus (das Christentum) oder den Barabbas? (den RevolutIonär u. den Weltkrieg) - Damals riefen sie den Barabbas u. heute?“
S. 29: handschriftlich: „Das Schicksal eines Menschen u. eines Volkes hängt von seiner Moralität u. Sittlichkeit ab. Aber wie die Vampire ihrem Opfer das Blut - so saugen eine lasziefe Kunst u. eine perverse, schamlose Mode dem Menschen u. Volke das Mark aus den Knochen. Aber die Verführenden wissen nicht, daß sie gezeichnet sind mit dem Mal des Tiers an Stirn u. Hände. Ihr könnt von allen Früchten des (kulturellen) Gartens essen, nur von dem in der Mitte desselben nicht - denn welchen Tages ihr davon esset, werdet ihr sterben. Hochmut und Sinnlichkeit verursachten nicht den Abfall von Gott - u. die Folge war: der Austrieb aus der Welt des Paradieses - vor dem nun der Cherubin mit dem hauenden Schwert (des Militarismus) stand.“
S. 30-46: Texte mit Religionsbezug
S. 47: handschriftlich: „Frankreich ist es der Satan, der die Saat des Hasses säht. Man bannt die Religion aus den Schulen; man fälscht Geschichte u. Landkarte man spielt den Lügenpropheten. Man verlangt daß die Nachbarn sich mit Füßen treten lassen u. dazu noch Danke schön sagen sollen. Man überzieht ihre Länder mit Krieg u. verwüstet sie u. läßt man sich das nicht gefallen u. kehrt den Spieß um u. packt den Angreifer ... nun dann will dieser das Alles (das Meer von Blut und Leid) mit Gold vergüten abmachen / Kain u. Abel“
S. 47 - 50: Texte mit Religionsbezug
S. 51: handschriftlich: „Der Franzose schlachtet (als Kain) kaltblütig um Gewinn und Räuberwillen seinen Bruder den Deutschen ab u. wird er von dem Verfolgenden an der Gurgel gepackt u. Rechenschaft gefordert - dann zieht er ruhig seinen gespickten Beutel u. fragt mit der unschuldigsten Miene: Was kosts? Von der Gerechtigkeit die vor Gott gilt hat er keine blasse Ahnung. Er kennt nur seine ... Selbstgerechtigkeit.“
S. 52-76: Texte mit Religionsbezug
S. 77: handschriftlich: „Warum kann der Staat seinen Pflichten als Mäzen der Kunstbeförderung nicht nachkommen? Weil er alles verfügbare Geld für Rüstungszwecke braucht u. für Kunst u. Wissenschaft u. Kultur nichts übrig hat. Warum aber braucht er alles für Rüstungszwecke? Weil der deutsche Staat ringsum von Feinden bedroht ist. Warum hat er diese Feinde? Weil Finsternis inbezug auf Religion u. Glauben überall herrscht. Warum herrscht Finsternis? Weil das Volk u. die Weisen u. Klugen nicht das Licht der Wahrheit ergreifen, das in dieser Finsternis scheint u. warum ergreifen sie das Licht nicht? Weil sie kunstblind, geistig blind sind - nur auf die hören die ihnen das lehren u. predigen, nach dem ihnen die materialistischen [...] jucken. Ihr könnt ja aber [...]
S. 78-91: Texte mit Religionsbezug
S. 92-98: Textzitate aus den Psalmen
S. 101-113: Texte mit Religionsbezug
S. 114: Definitionen von „Publizistik“, „publizieren“ u.ä.
S. 120-122: das [...] Vaterland schreibt: 1912
...
S. 126-127: Briefentwurf
...
S. 130, 132, 134: jeweils Figurenstudie eines Paares im Gasthaus
S. 136, 138, 140, 142, 144, 146, 148: Figurenstudien aus Gasthäusern
S. 149: handschriftlich: „Erst kommt die Lauheit, dann der Zweifel / dann Widerspruch, dann Haß u. Spott / das halbe Denken führt zum Teufel / das ganze Denken führt zu Gott.“
S. 150: „Freiübungen - Hügel besteigen“
S. 151: „Was vornehmen: Beim Ausgehen - unterwegs Gott immer vor Augen u. im Herzen haben...“
S. 152-153: „Was vorzunehmen: Ordnung in Alles bringen / Aufräumen / Blätter zu sortieren / Korrektur zu machen v. ?? / Einleitung zu schreiben - kurz / Entwicklung inbezug auf den Glauben / Schreiben an Verlag (s. letztes Notizbuch) / Reise nach Frankfurt / Blätter für ?? / Welche Kuverts nehmen? Die kleinen oder die großen? / Stempel - die Anmerkung nicht vergessen - nach welcher Uebersetzung (Elberfelder Bibel) / S. 153: ... waschen, baden d. Füße / (Konkordanz). Hofbibliothek / das von Ehrhardt empfohlene Buch.“
S. 155-156: Gedichtzitate mit religiösem Bezug
S. 158: Figurenstudie zweier Frauen
S. 160: Figurenstudie, Frau und Kind am Schalter
S. 161: Zitate eines Prof. Häckel zu Kaiser Wilhelm I. und Bismarck
S. 162: Zitat aus der Schrift „Staatseigentum u. Volkskirche?“ aus „Lebensreform“
S. 165-166: Auflistung von Literatur zu: Jean Francois Millet, Mainz 1909; Fritz v. Uhde, o.D.; „Kunst und Geschichte“, München/Berlin 1905; Rembrandt, o.D.; ... ; Bühne und Welt, Hefte 1-1911; Reclams Universum, Heft 11
S. 168: Bildnisstudien
S. 170: Bildnisstudien, Text: „Freude schöner Götterfunken“
Umschlagseite, Text: „Sir ... (Freund) / „Standard“ (deutschfeindlich) / Lord Landsdale (persönl. Freund des Kaisers) / „Daily Mail“ (unsere allerböseste Gegnerin)“
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