Nachweis 4109

Vollständige Signatur

HHStAW, 3036, Nachweis 4109

Fallakte (allgemein)


Identifikation (Fallakte)


Titel Titel
Ploennies, Erich Philipp
Laufzeit Laufzeit
1672-1751

Angaben zur Person


Personenname Personenname
Ploennies, Erich Philipp
Biografische Angaben Biografische Angaben
1672-03-01 in Speyer geboren als Sohn des hannoverschen Rates Friedrich Ploennies, Advokat am Reichskammergericht zu Speyer, und dessen Frau Marie Euphrosine Brunner
1691 in Amsterdam mit der Absicht, von dort nach England zu gehen
1701-01-14 Beziehungen zu Landgraf Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt verschaffen ihm den Lehrstuhl für Mathematik zu Gießen und die Stellung des hessen-darmstädtischen Oberbaumeisters
1705 Anfang gibt er seinen Lehrstuhl formlos auf, geht auf Reisen
spätestens 1708-1716 in Wesel, wo ihm (genannt Sternenstraeß) und seiner Frau Magdalene sechs Kinder getauft werden; tritt dann als Kartograph in die Dienste des Kurfürsten Johann Wilhelm von der Pfalz
1717-03-16 nach Abschluss der bergischen Karte wird er als Geograph und Baudirektor von Fürst Friedrich Wilhelm Adolf von Nassau-Siegen mit einer Besoldung von 400 Talern angestellt (Abt. 171 Nr. B 858 und B 878), solange er die Landvermessung vornimmt; sein Assistent Wesendungk erhält 60 Taler, ebenso der 1721-04-18 bestallte Gehilfe Moritz Würth (siehe dort)
1717-05-24 gemäß Bestallungsbrief darf er die nassauischen Dienste nicht verlassen, bevor er das Land vermessen und die Karte des Fürstentums ausgefertigt hat (Abt. 172 Nr. 4125)

Informationen / Notizen


Zusatzinformationen Zusatzinformationen
1722-1726 während der Vormundschaft der Fürstin Amalie Luise von Nassau-Siegen wird sein Gehalt um die Hälfte gekürzt, nach seiner Meinung, um ihn zum Verlassen des Landes zu bewegen; er führt die Arbeiten trotzdem weiter
bis 1725 arbeitet er in der Landesvermessung und hat den Ausbau des Unteren Schlosses in Siegen geleitet; betreibt alchimistische Studien, insbesondere mit dem Zweck der Herstellung einer Lebenstinktur, die er 1731 und 1737 dem Landgrafen von Hessen-Darmstadt anbietet
1729-11-08 liefert er seine kartographischen Arbeiten dem Fürsten persönlich ab, der sie dem Rat Ihring übergibt, von dem sie dann an den Kammerrat Böhmer gelangen
1730-06-17 erhält zu seinem halbierten Gehalt eine Zulage von 100 fl. (Abt. 172 Nr. 4125)
1740 unter Fürst Christian von Nassau-Dillenburg noch Baudirektor in Siegen, jedoch von diesem wenig gefördert und schlecht besoldet
1746 erhält er eine Pension von 200 fl. (Abt. 172 Nr. 1902; noch 1746 Abt. 172 Nr. 4125)
1751-12-28 erblindet stirbt er zu Siegen im Alter von 79 Jahren 9 Monaten und 28 Tagen

Entwurf eines Bücherpultes für vier Bücher, die auch bei Verstellung des Pultes die Position behalten (HHStAW Abt. 3011/1 Nr. 2394 H)
vgl. W. Güthling: Die Vermessung des Siegerlandes durch Erich Philipp Ploennies 1717-1726, 1950.

Repräsentationen


Es sind keine Repräsentationen vorhanden.