Vollständige Signatur

HStAM, 3, 1800

Sachakte


Identifikation


Titel Titel
Akten des Landgrafen Philipp (z.T. gemeinschaftlich mit dem Kurfürsten Johann Friedrich von Sachsen) (Ein Schreiben an den König ist nur von kursächsischer Seite vollzogen und nicht ausgegangen.): Briefwechsel mit König Heinrich VIII., dem Bischof Edward Foxe von Hereford, Thomas Cromwett, Christoph Mont. Berichte des Dr. Gerog v. Boineburg, sowie des kursächsischen Vizekanzlers Burkhard und Ludwigs v. Baumbach aus England. Schreiben an den Rat der Stadt Hamburg. Bericht Feiges. Memorialzettel, Instruktionen. Beglaubigungsschreiben. Niederschriften der Vorträge von Gesandten und der diesen erteilten Antworten. Abschriften und Übersetzungen
Laufzeit Laufzeit
1535-1540

Vermerke


Enthält Enthält
1535 Dezember - 1536 Juni. Die Verhandlungen des Schmalkaldischen Bundes mit England in Nr. 443
1536 Februar. Freundschaftsversicherungen an den Landgrafen infolge der Berichte des Bischofs von Hereford
Mai. Verlangen des Bischofs (von Frankfurt aus) nach einer Unterredung mit dem Landgrafen. Bitte um Angabe einer Malstatt
1538 Januar, Februar. Antwort auf das kursächsisch-hessische Schreiben (Religion, Konzil, Beschluß, eine Bundesgesandtschaft an den König abzusenden), Zustimmung des Königs und Absendung einer Botschaft an den Bund. (Auf dem Zerbster Tage (s. Abt. Sachsen, Ernest. Linie) präsentiert. Übersetzung aus der kursächsischen Kanzlei.) Christoph Mont als Gesandter an den Landgrafen
April. Vortrag des englischen Gesandten (Am 2. April auf dem Bundestage zu Braunschweig (vgl. Nr. 488-491), Abschr. der kursächsischen Kanzlei.) (Zuneigung des Königs
Bitte, eine Gesandtschaft nach England abzuordnen zum Zwecke einer Einung und Herstellung der Einmütigkeit in der Kirchenlehre und den Zeremonien
Ausbreitung der evangelischen Lehre in England
Ausschreiben des Bundes betr. das Konzil
Widerspruch des Königs gegen dessen Einberufung durch den Papst
Art des Schmalkaldischen Bundes). Monts Zureden, Gesandte zu schicken, um England für das Evangelium zu gewinnen, politische Vorteile eines Bundes mit dem König und günstige Aussichten
Mai, Juni. Dr. Georg v. Boineburg mit Franz Burkhard und Friedrich Myconius als Gesandte zum englischen König. Auftrag, festzustellen, wessen sich der Bund dem Könige gegenüber zu versehen habe, ob zwischen dem Kaiser und Frankreich ein beständiger Friede zu erwarten sei
Glaubensstand des Königs und Zuverlässigkeit der englischen Politik. Audienz bei dem Könige. Gespräch mit drei Bischöfen und drei Doktoren der Heiligen Schrift über die Glaubensfrage. Versuche des kaiserlichen Gesandten, auf den König einzuwirken. Behauptete Uneinigkeit auf dem Braunschweiger Tage. Polemische Schrift des Dr. (Johannes) Faber dem Könige gewidmet
August. Häufige Religionsgespräche. Langes Ausbleiben der Gesandten auf Veranlassung des Königs (Arrestierung des zur Rückfahrt bestimmten Schiffes). Hoffnung auf gute Antwort. Der Kaiser und Frankreich
beider Absicht, dem König Heinrich eine Tochter zu verheiraten
September. Gutachten Feiges über ein von kursächsischer Seite (Melanchthon?) entworfenes und ausgefertigtes Schreiben an den König, Rat, es bis zur Rückkehr der Gesandten zurückzubehalten
Oktober. Befriedigung des Königs über den Verlauf der Gesandtschaft, Wunsch, daß Melanchthon und andere Gelehrte nach England geschickt würden
1539 Januar. Absendung des Christoph Mont an den Landgrafen (Beglaubigungsschreiben, am 15. Februar in Frankfurt übergeben.) bezw. den Schmalkaldischen Bund
Mai. Gesandtschaft Ludwigs v. Baumbach und Franz Burkhards von Frankfurt aus nach England (vgl. Nr. 516): Ankunft in London April 23, Verzögerung des Empfangs durch die Parlamentseröffnung, April 29. Audienz (Äußerungen über die feindlichen Absichten des Kaisers, Warnung vor zu großem Vertrauen), Gespräche mit Thomas Cromwell und anderen Räten über die Bedingungen eines Bündnisses, Mai 16. über den dem König beschwerlichen Frankfurter Anstand (kursächsisches Schreiben an den König) und Mai 18. über die vom König verlangte Hilfe auf Gegenseitigkeit (Beschwerde über enge Begrenzung ihrer Instruktion), Mai 26. Verhandlungen mit dem Könige selbst, negatives Ergebnis infolge der dem König nicht genügenden Gegenleistungen, Disputation über Abendmahl und die Priesterehe. Äußerungen Cromwells über die durch den König verlangten Gegenleistungen
August, September. Sendung Christoph Monts: Gründe für die Erfolglosigkeit der Bundesgesandtschaft, Bereitwilligkeit des Königs, trotz einiger Verschiedenheiten in der Lehre (Priesterehe, Privatmessen, Gelübde) Freund der deutschen Protestanten sein und sie gegen den Papst verteidigen zu wollen. Mitteilung der Werbung an Kursachsen, Württemberg, Ulm und Straßburg
1539 Dezember. 1540 Januar. Sendung Ludwigs v. Baumbach nach England aus Anlaß eines von dem Könige 'der christlichen Religion zuwider' erlassenen, aber vorläufig nicht ausgeführten Ediktes: Bitte, nichts gegen die evangelische Wahrheit vorzunehmen und die Verhandlungen über ein Bündnis nicht einschlafen zu lassen. Gespräche mit dem König und Cromwell. Des Königs Bereitwilligkeit, eine Gesandtschaft nach Frankreich abzuordnen, die Frage des Bündnisses, die militärische Lage Englands, Dänemarks, des Königs Rat, den Schmalkaldischen Bund in ein politisches Schutzbündnis umzugestalten. Beraubung eines englischen Kauffahrteischiffes durch Gottschalk Nemlingrodt, dessen Aufnahme durch Herzog Albrecht von Mecklenburg, erbetene kursächsisch-hessische Vermittlung

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