Vollständige Signatur

HStAM, 3, 172

Sachakte


Identifikation


Titel Titel
Akten des Landgrafen Philipp: Instruktion für die Gesandten zum Schwäbischen Bundestage zu Augsburg Marschall Hermann v.d. Malsburg und Kanzler Feige. Briefwechsel mit diesen. Dabei ein Schreiben an Bayern Dezember 22. Abschrift eines Schreibens des Herzogs Christoph an seinen Vater. Verzeichnis ein- und ausgegangener Schreiben
Laufzeit Laufzeit
November 1533 - Februar 1534

Vermerke


Enthält Enthält
1533 November. Auftrag für die Gesandten: Unterstützung des Herzogs Christoph in seinen Verhandlungen mit den kaiserlichen Kommissaren und dem Schwäbischen Bunde. Zweck: Verhinderung eines gegen Herzog Ulrich gerichteten Vertrags (Überlassung der Häuser Tübingen und Neuffen an Christoph). Abneigung Hessens u. der Kurfürsten von Mainz und Pfalz gegen den Schwäbischen Bund. Versuch, durch Ulm die oberländischen Städte vom Bunde abzuziehen und für Herzog Ulrichs Wiedereinsetzung zu gewinnen. Bayerns Stellung zur Württemberger Angelegenheit
Dezember. Ecks Mitteilungen: Geneigtheit vieler Bundesstände, dem Herzog Ulrich das Land Württemberg zurückzugeben (Ersatz der Kosten). Pläne, Kurpfalz und Kursachsen mit hereinzuziehen. Abfindungsfrage Herzog Christophs. - Stellung der Stadt Ulm: guter Wille bez. der Auflösung des Bundes. Ecks Bereitwilligkeit, mit den hessischen Gesandten abzuschließen, aber in München. Schreiben des Münsterischen Syndikus Dr. v.d. Wick. Ansichten Feiges wegen der Reformation in Münster (Fabritius' Predigten). Bedenken des Landgrafen gegen Ecks Pläne: Unmöglichkeit, Pfalz von Ferdinand abwendig zu machen und Kursachsen zur Teilnahme am Kriege zu bewegen. Ecks Ansicht, daß Herzog Ulrich den Zug tun müsse. Widerspruch Philipps. Wankelmut und Unentschlossenheit Ecks. Ankunft der französischen Botschaft (Wilhelm du Bellay Herr v. Langey) in Augsburg. Französische Erbietungen. Geld in Solothurn. Widrige Bedingungen des Großkanzlers. Bereithaltung des hessischen Geldbeitrags. Zustimmung Herzog Ulrichs zum Scheinverkaufe oder zur Scheinverpfändnng der Grafschaft Mömpelgard an Frankreich. Frage eines Bündnisses mit König Johann von Ungarn. Verhandlungen der Kommissare mit Herzog Christoph, Plan der Überlassung der Grafschaft Cilli an ihn. Gute Haltung Christophs. Ecks Vorschläge zu Vergleichsverhandlungen Christophs mit Ferdinand. Bayerns Abneigung gegen die Auflösung des Bundes. Stellung Ulms und anderer Städte zur Erstreckungsfrage. Absicht Frankreichs, England zu bewegen, den vierten Teil der Kriegskosten zu tragen. Philipps Befehl, ohne Rücksicht auf Bayern mit Bellay zu verhandeln. Vorschlag einer persönlichen Unterredung Philipps mit dem Gesandten (zur Fastnacht). Erörterung eines Geldgeschenkes an Eck. Allmähliches Hervortreten der Absicht Bayerns, Herzog Ulrich nicht wieder in sein Land kommen zu lassen. Unlust des französischen Gesandten. Absicht, einen katholischen Bund zu gründen. Bayerns Abneigung, Herzog Christoph zu unterhalten. Plan einer Heirat Christophs mit einer Tochter Ferdinands. Ankunft des Gervasius Vain in Augsburg
1534 Januar. Absicht Philipps, den Ritt zum französischen Könige auszuführen. Eck versucht alle Tage etwas neues. Die Städte mit Ausnahme von Nürnberg und Dinkelsbühl haben Augsburg verlassen. Verlängerung des Bundes allein in Bayerns Hand, da die Städte nicht sehr darauf dringen. Feiges Ansicht, daß die Not zuletzt zwingen werde, mit Bayern zu kapitulieren. Bitte um Vollmacht. (Heimsendung Reichard Rincks, seine Vertretung durch Balthasar Klammer). Ecks nunmehrige Erklärung, Bayerns Absicht sei, Krieg zu führen und den Bund nicht zu verlängern. Trotzdem Fortsetzung der Verhandlungen mit Herzog Christoph. Nachricht von Verhandlungen Ferdinands mit den 5 Orten und dem Papste. Interesse der reichen Kaufleute an der Erstreckung des Bundes. Ankunft des Hans v.d. Planitz und Hans Dolzigs wegen der Wahlsache
Februar. Zerschlagung der Verhandlungen mit Herzog Christoph. Auflösung des Bundes. Versuche der kaiserlichen Kommissare, einen neuen Tag für Pfingsten nach Augsburg anzusetzen. Ablehnung der Stände. Sicherheitsmaßregeln für Württemberg. Rückkehr des Landgrafen, Tadel gegen die Gesandten, weil sie sich durch Eck düpieren lassen. Abschluß mit Frankreich, Nachricht davon an Eck, Gründe (dabei Ansetzung eines Tages nach Frankfurt mit Trier und Pfalz wegen Sickingen). Vertröstung der Stadt Ulm

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