51 (in)

Vollständige Signatur

HStAD, C 1 B, 51 (in)

Urkunde


Identifikation (Urkunde)


Datierung Datierung
[um 1510]

Provenienz


(Vor-) Provenienzen (Vor-) Provenienzen
226-227v

Vermerke (Urkunde)


(Voll-) Regest (Voll-) Regest
Statut der Stadt Oppenheim über den Judeneid, der folgenden Wortlaut haben soll: <'Wie du hie geschuldigt biß und ein unschuld gebotten hast des bistu unschuldig, so dir Gott helff, der da geschaffen hat hiemel und erd, wasser und lufft, dale und berg, regen und duft, laub und grass und waß ye ummer ist; und ob du heran schuldig seyst, das du dann nummer behaltest die ee, die unser herr gab Moysen in der steynen tafeln uff dem Berg Synay, und das dich ankume der fluch, den Gott verhengte uber die kinder von Israhel, da sie gingen uss sinen geboten, und ob du heran nit recht enhabest, das daz an dir gerochen werde, alß Mardocheys gerochen ward an Haman und an synen zehen sönen, die alle erhangen wurden, und das dir geschee alß Datan und Abiron, die da vielen inn abgrund der hellen. Und ob du heran nit warhabest, da[s] du und die geschlecht nimmer teyl gewynnen müssen mit den gerechten Abraham, Ysaak und Jacob, und daß dann aller dyner sünde nimmer vergessen werd. Und ob du heran nit warhabest, das dir nimmer gnad werd by dem grossen Adonay mit syner gewaltigen Gottheyt. Und ob duhie geverlich schwerest, das dann uber dich kumm das grym urteyl, dz uber die komme, die iren Bruder Joseph den gerechten verkaufften, und dich ankomme die muselsuchte und die plage, die unser Hergott verhengette uber könig Pharaonem und syn volck von Egipten. Und das dyn grieß nummer kumm zu anderm grieß in den bairn Abrahams. Und wor du heran nit warhabest, das dann du und alle dyn geslecht mussen verwiedemen und verwysen, und daß du dann on alle barmhertzigkeyt verflucht und verworffen werdest mit lyb und mit sele zu der ewigen hellischen pyn ummer ewiglichen on ende. Jude oder Jüdin sprich amen'. Wenn ein Jude diesen Eid spricht, soll er in seiner Hand die fünf Bücher Moses, nach ihrer Sprache die Torah, liegen haben und seine rechte Hand 'biß an die rist' hineinlegen. Nach dem vorgeschriebenen Wortlaut soll der Eid gestabt werden. Im Zweifelsfall soll man den betreffenden Juden den Anfang des dritten und fünften Buches lesen lassen. In angegebener Weise soll der betreffende Jude nach dem Inhalt und nach bestimmten Namen des Textes gefragt werden.
Formalbeschreibung Formalbeschreibung
Pap.; Bucheintrag (gleichz.)
Deskriptoren Deskriptoren
Oppenheim
Judeneid
Eidesformular
Stadtrecht
Statut
Thora

Repräsentationen

Typ Bezeichnung Zugang Information Aktion
Original Amtsbuch Detailseite anzeigen