ST - UvH - 001 - 1
Complete identifier
StadtA SLÜ, ST, ST - UvH - 001 - 1
Case file
Identification
Title
Title
Aufsatz | Verfasser unbekannt
Überschrift Blatt 1| Albrecht von Brandenburg, Kardinal, Erzbischof von Mainz Berlin 1490 - Mainz 1545
Überschrift Blatt 2 | Huttens Beziehung zu Albrecht
Überschrift Blatt 1| Albrecht von Brandenburg, Kardinal, Erzbischof von Mainz Berlin 1490 - Mainz 1545
Überschrift Blatt 2 | Huttens Beziehung zu Albrecht
Life span
Life span
unbekannt
Information / Notes
Additional information
Additional information
Blatt 1
Albrecht von Brandenburg, Kardinal, Erzbischof von Mainz
Berlin 1490 - Main 1545
Albrecht von Brandenburg war der zweite Sohn des brandenburgischen Kurfürsten Johann Cicero und Margarete, einer Tochter des Herzogs Wilhelm von Sachsen. Sein Bruder Joachim I., war Kurfürst von Brandenburg.
1513 wurde er Erzbischof von Magdeburg und Kurfürst zu Mainz, 1518 w[a]ährend des Augsburger Reichstags zum Kardinal erhoben. Nach dem Tod Maximilians setzte er sich erfolgreich für die Wahl Karl V. ein.
Seine Ämterhäufung, sowie seine Abstammung als Hohenzoller ließen ihn im politischen Leben eine führende Rolle spielen, kirchliche und weltliche Macht [durchge-x-tes Wort] war[en - handschriftlich hinzugefügt] in einer Person vereint.
Um die hohen Gebühren für den Dispens aus Rom aus Anlaß seiner Wahl 1513 aufbringen zu können; mußte Albrecht beim Augsburger Bankhaus Fugger einen beträchtlichen Kredit aufnehmen. Um seine Schulden tilgen zu können, führte er in seinem Gebiet den Handel mit dem Peter-Ablaß ein. Seine Ablaß-Praktiken, vertreten durch den Dominikanermönch Tetzel, gaben [durchge-x-tes Wort] den Anstoß zur Reformation. Eine zentrale Rolle beim Ablasshandel spielte Albrecht "Lieblingsstift" Halle. Hier hatte er kostbare Reliquien angehäuft. Seine Untertanen wurden angehalten, die Heiligtümer zu besuchen und die damit verbunden Ablässe zu erwerben.
Im Bauernkrieg 1525 vereinigte er sich mit den entschiedensten Gegnern Luthers, Joachim von Brandenburg und Georg von Sachsen. Sie konnten jedoch die Entwicklung der Reformation nicht aufhalten, Halle und Mainz wurden reformiert.
[Ende des ersten aufgeklebten Textbausteines]
Schon seit 1536 hatte er in Voraussicht der kommenden Ereignisse seine [durchge-x-tes Wort] Kunstschätze aus Halle nach Mainz und Aschaffenburg gerettet.
[Ende des zweiten aufgeklebten Textbausteines]
Unter dem Einfluß der Jesuiten 1542 wurde er zu dem schroffesten Gegner der Reformation. Er starb einsam in Mainz. (Grabmal P. Vischer, Aschaffenburg [handschriftlich hinzugefügt])
Albrecht von Brandenburg war eine zentrale Persönlichkeit der Zeit. Als Kind der Renaissance wurden in ihm alle Widersprüche der Zeit sichtbar. Er förderte das neue Poetentum und war ein Kunstmäzen.
Er gehörte zu den Bewunderern [durchge-x-tes Wort] des Erasmus, schütze Reuchlin gegen seine Verleumder und gab Hutten eine Stellung an seinem Hof in Mainz. Auch den lutherischen Reformationsgedanken wird er anfangs nicht fern gestanden haben.
[Ende des dritten aufgeklebten Textbausteines]
Albrecht von Brandenburg, Kardinal, Erzbischof von Mainz
Berlin 1490 - Main 1545
Albrecht von Brandenburg war der zweite Sohn des brandenburgischen Kurfürsten Johann Cicero und Margarete, einer Tochter des Herzogs Wilhelm von Sachsen. Sein Bruder Joachim I., war Kurfürst von Brandenburg.
1513 wurde er Erzbischof von Magdeburg und Kurfürst zu Mainz, 1518 w[a]ährend des Augsburger Reichstags zum Kardinal erhoben. Nach dem Tod Maximilians setzte er sich erfolgreich für die Wahl Karl V. ein.
Seine Ämterhäufung, sowie seine Abstammung als Hohenzoller ließen ihn im politischen Leben eine führende Rolle spielen, kirchliche und weltliche Macht [durchge-x-tes Wort] war[en - handschriftlich hinzugefügt] in einer Person vereint.
Um die hohen Gebühren für den Dispens aus Rom aus Anlaß seiner Wahl 1513 aufbringen zu können; mußte Albrecht beim Augsburger Bankhaus Fugger einen beträchtlichen Kredit aufnehmen. Um seine Schulden tilgen zu können, führte er in seinem Gebiet den Handel mit dem Peter-Ablaß ein. Seine Ablaß-Praktiken, vertreten durch den Dominikanermönch Tetzel, gaben [durchge-x-tes Wort] den Anstoß zur Reformation. Eine zentrale Rolle beim Ablasshandel spielte Albrecht "Lieblingsstift" Halle. Hier hatte er kostbare Reliquien angehäuft. Seine Untertanen wurden angehalten, die Heiligtümer zu besuchen und die damit verbunden Ablässe zu erwerben.
Im Bauernkrieg 1525 vereinigte er sich mit den entschiedensten Gegnern Luthers, Joachim von Brandenburg und Georg von Sachsen. Sie konnten jedoch die Entwicklung der Reformation nicht aufhalten, Halle und Mainz wurden reformiert.
[Ende des ersten aufgeklebten Textbausteines]
Schon seit 1536 hatte er in Voraussicht der kommenden Ereignisse seine [durchge-x-tes Wort] Kunstschätze aus Halle nach Mainz und Aschaffenburg gerettet.
[Ende des zweiten aufgeklebten Textbausteines]
Unter dem Einfluß der Jesuiten 1542 wurde er zu dem schroffesten Gegner der Reformation. Er starb einsam in Mainz. (Grabmal P. Vischer, Aschaffenburg [handschriftlich hinzugefügt])
Albrecht von Brandenburg war eine zentrale Persönlichkeit der Zeit. Als Kind der Renaissance wurden in ihm alle Widersprüche der Zeit sichtbar. Er förderte das neue Poetentum und war ein Kunstmäzen.
Er gehörte zu den Bewunderern [durchge-x-tes Wort] des Erasmus, schütze Reuchlin gegen seine Verleumder und gab Hutten eine Stellung an seinem Hof in Mainz. Auch den lutherischen Reformationsgedanken wird er anfangs nicht fern gestanden haben.
[Ende des dritten aufgeklebten Textbausteines]
Blatt 2
Huttens Beziehung zu Albrecht
Hutten dürfte A.v.B. schon seit den Eröffnungsfeierlichkeiten der Universität Frankfurt / Oder gekannt haben. Albrecht ließ als Dank für das von Hutten verfaßte Lobgedicht auf die Mark, dem Dichter durch Eitelwolf vom Stein 200 Golddukaten überreichen (Gr. J. S. 170, damit ist wohl eher zusichern gemeint) und ihm die Stelle eines gelehrten Rates an seinem Hof zusichern. Hutten selbst rühmte A.v.B. indem schrieb, daß er schon von ihm fin[?]. [durchge-x-tes Wort | darüber geschrieben] unterstützt wurde, noch ehe er Erzbischof und Kardinal geworden war. (Str. S. 42). 1514 schrieb Hutten den Panegyrikus auf den Einzug des Markgrafen A. in Mainz.
[die nächsten zwei Zeilen wurden mit Tipp-Ex unkenntlich gemacht]
Albrecht unterstützt Hutten finanziell bei seiner zweiten Italienreise 1516 mit 50 Gulden, die ihm sein Vetter Frowin, Hofmeister am Hofe A.v.B., überreichte.
Im Herbst 1517, nach seiner Dichterkrönung tritt Hutten die Ratsstelle an und bekleidet sie bis in den Sommer 1520. Im Auftrag Albrechts reist Hutten nach Frankreich zum König und begleitet ihn auf seinen kleinen Reisen nach Halle und Mainz. Für Hutten sind die zwei 1/2 [handschriftlich hinzugefügt] Jahre im Dienst Albrechts eine sehr schöpferische Phase [.] als Schriftsteller.
Seine Krankheit scheint geheilt und er hat die Absicht [darüber geschrieben - eine Frankfurter | handschriftlich Patriziertochter] zu heiraten und seßhaft zu werden.
[handschriftlich an den linken Rand geschrieben - scheint eine andere Handschrift in grüner Farbe zu sein ] Staß, Frühling 1519
Im Herbst 1520 schli[e]ßt ihn Albrecht von seinem Hof aus, gewährt ihm jedoch Urlaub mit vorläufig fortlaufendem Gehalt.
Lange Zeit durfte Hutten in Mainz an Albrechts Hof romfeindliche Pamphlete herausgeben. Nach der Interventionen des Papstes und des Kaisers konnte im Albrecht, wollte er nicht mi[t] Rom brechen, keine offizielle Unterstützung mehr gewähren.
Den anschließenden Zusammenschluß Huttens mit Sickingen unter stützt er noch, bringt im jedoch eine politische Niederlage ein.
Huttens Beziehung zu Albrecht
Hutten dürfte A.v.B. schon seit den Eröffnungsfeierlichkeiten der Universität Frankfurt / Oder gekannt haben. Albrecht ließ als Dank für das von Hutten verfaßte Lobgedicht auf die Mark, dem Dichter durch Eitelwolf vom Stein 200 Golddukaten überreichen (Gr. J. S. 170, damit ist wohl eher zusichern gemeint) und ihm die Stelle eines gelehrten Rates an seinem Hof zusichern. Hutten selbst rühmte A.v.B. indem schrieb, daß er schon von ihm fin[?]. [durchge-x-tes Wort | darüber geschrieben] unterstützt wurde, noch ehe er Erzbischof und Kardinal geworden war. (Str. S. 42). 1514 schrieb Hutten den Panegyrikus auf den Einzug des Markgrafen A. in Mainz.
[die nächsten zwei Zeilen wurden mit Tipp-Ex unkenntlich gemacht]
Albrecht unterstützt Hutten finanziell bei seiner zweiten Italienreise 1516 mit 50 Gulden, die ihm sein Vetter Frowin, Hofmeister am Hofe A.v.B., überreichte.
Im Herbst 1517, nach seiner Dichterkrönung tritt Hutten die Ratsstelle an und bekleidet sie bis in den Sommer 1520. Im Auftrag Albrechts reist Hutten nach Frankreich zum König und begleitet ihn auf seinen kleinen Reisen nach Halle und Mainz. Für Hutten sind die zwei 1/2 [handschriftlich hinzugefügt] Jahre im Dienst Albrechts eine sehr schöpferische Phase [.] als Schriftsteller.
Seine Krankheit scheint geheilt und er hat die Absicht [darüber geschrieben - eine Frankfurter | handschriftlich Patriziertochter] zu heiraten und seßhaft zu werden.
[handschriftlich an den linken Rand geschrieben - scheint eine andere Handschrift in grüner Farbe zu sein ] Staß, Frühling 1519
Im Herbst 1520 schli[e]ßt ihn Albrecht von seinem Hof aus, gewährt ihm jedoch Urlaub mit vorläufig fortlaufendem Gehalt.
Lange Zeit durfte Hutten in Mainz an Albrechts Hof romfeindliche Pamphlete herausgeben. Nach der Interventionen des Papstes und des Kaisers konnte im Albrecht, wollte er nicht mi[t] Rom brechen, keine offizielle Unterstützung mehr gewähren.
Den anschließenden Zusammenschluß Huttens mit Sickingen unter stützt er noch, bringt im jedoch eine politische Niederlage ein.
Representations
There are no representations.