280
Vollständige Signatur
HStAM, Urk. 75, 280
Urkunde
Identifikation (Urkunde)
Datierung
Datierung
1330 Oktober 9
Originaldatierung
Originaldatierung
Acta sunt hec in modum prenominatum anno Domini M° CCCXXX° indictione XVa ipso die beati Dyonisii martiris que fuit nona dies mensis Octobris et hora modica ante meridiem in superiori caminata venerabilis in Christo patris et domini domini Heinrici abbatis predicti in novo castro Fuldensis pontificatus sanctissimi in Christo patris et domini domini Iohannis pape XXIIdi anno XV° ...
Vermerke (Urkunde)
(Voll-) Regest
(Voll-) Regest
Johann von Straßburg (Argentina), öffentlicher Notar kaiserlicher Autorität und (iudex ordinarius), bekundet, dass er mit den Zeugen bei der Eidleistung Sibotos von Frankenstein und den im Folgenden geschilderten Handlungen anwesend gewesen ist, sie gesehen und gehört und darüber eigenhändig ein Notariatsinstrument ausgefertigt und dieses mit seinem Notarszeichen versehen hat. Graf Berthold von Henneberg fällt einen Schiedsspruch zwischen Heinrich [von Hohenberg], Abt von Fulda, und dem Konvent von Fulda einerseits und den Brüdern Siboto und Dietrich (Dietzelin) von Frankenstein andererseits bezüglich der von ihrem Vater Heinrich von Frankenstein besessenen Eigengüter und Lehen an Burg, Stadt und Mark Frankenstein, Waldenburg und [Bad] Salzungen: Beide Seiten werden gesühnt. Abt Heinrich gibt Siboto und seinem Vetter Ludwig von Frankenstein in den drei Städten Vacha, Stadtlengsfeld oder Geisa jährlich an Walpurgis [Mai 1] 20 Pfund Heller und an Michaelis [September 29] 20 Pfund Heller. Dafür besitzen Siboto und Ludwig die Städte zu Lehen. Wollen sie ihr Lehen verkaufen, hat der Abt das Vorkaufsrecht. Kauft der Abt die 40 Pfund Heller zurück, das Pfund zu zehn Pfund Heller gerechnet, erlischt das Lehen. Der Abt bürgt dafür, dass er Siboto und Ludwig komenden Walpurgis 100 Pfund Heller, an Michaelis 100 Pfund und im folgenden Jahr an beiden Terminen wieder jeweils 100 Pfund zahlt. Siboto und Ludwig können ihre Ansprüche verkaufen. Abt Heinrich soll die Urkunden Heinrichs und Ludwigs von Frankenstein an Siboto übergeben. Siboto und Dietrich sollen dem Kloster Fulda bis kommende Weihnachten [Dezember 25] alle Urkunden des Klosters ausliefern oder durch Schwur auf diese verzichten. Sollten Siboto und sein Bruder vertragsbrüchig werden, bekämpft sie der Abt als seine Todfeinde. Siboto leistet einen Eid auf die Heiligen. Siegelankündigung. Handlungsort: Fulda. Notarszeichen. (siehe Abbildungen: [[jpg:hstam/Urk. 75/Urk. 75 Reichsabtei Fulda 1330 Okt.9 Vorderseite.jpg|Vor...
Zeugen
Zeugen
Abt Heinrich von Fulda
Siboto von Frankenstein
Dekan von Fulda
Propst von Petersberg bei Fulda
Propst von Neuenberg bei Fulda
Dekan von Frauenberg bei Fulda
Johann von Henneberg, Sohn Bertholds
Andreas von Thüngen
Simon von Schlitz (Sliedese)
Ritter Johann, Marschall des Abtes von Fulda
Ritter Wolfram genannt (Stimpf) [Schrimpf?]
Knappe (armiger) Ludwig von Frankenstein
Siegler
Siegler
Graf Berthold von Henneberg
Abt Heinrich von Fulda
[Siboto von Frankenstein]
Ludwig von Frankenstein
Formalbeschreibung
Formalbeschreibung
Ausfertigung, Pergament, vier mit Pergamentstreifen angehängte Siegel (Siegel Nr. 3 fehlt)
Druckangaben
Druckangaben
Zickgraf, Verträge, S. 57 f., Nr. 20
Repräsentationen
| Typ | Bezeichnung | Zugang | Information | Aktion |
|---|---|---|---|---|
| Original | Original | Detailseite anzeigen | ||
| Nutzungsdigitalisat | JPG |
|
Detailseite anzeigen |
Digitalisate öffnen