2097
Vollständige Signatur
HStAM, Urk. 75, 2097
Urkunde
Identifikation (Urkunde)
Datierung
Datierung
1708 November 28
Originaldatierung
Originaldatierung
So geschehen Fuldta den 28ten Novembris anno 1708
Vermerke (Urkunde)
(Voll-) Regest
(Voll-) Regest
Johann Martin Ludwig (Ludtwig) von Schleifras, kurmainzischer Kämmerer, Fuldaer Geheimer Rat, Oberjägermeister und Oberamtmann in Mackenzell, bekundet für sich, seine Ehefrau Magdalena Elisabeth (Elisabetha), geborene Freiherrin von Zieten (Ziethen), und seine Erben, dass er Adalbert [von Schleifras], Abt von Fulda, und dem Kloster Fulda ehemals ebersteinische Einkünfte in Marborn mit allen Rechten und allem Zubehör sowie zwei Drittel des dortigen Zehnts - das restliche Drittel des Zehnts steht dem Kollegiatstift [St. Peter und Paul] in Salmünster zu - dauerhaft verkauft hat. Die Einkünfte hatte er vor einigen Jahren mit Zustimmung des Lehnsherrn, der Propstei Johannesberg bei Fulda, von Johann Gottfried von Fechenbach erworben. Im Verkauf sind auch die ehemaligen Einkünfte der Grafen von Hanau in Marborn enthalten, die Johann Martin Ludwig von den Grafen von Hanau im Rahmen eines Tausch mit seinen Einkünften in Steinau an der Straße erhalten hatte. Die Kaufsumme beträgt 3500 Gulden Fuldaer Währung, jeder Gulden im Wert von 30 Frankfurter Albus. Das Geld hat Johann Martin Ludwig von der Rentkammer des Abtes bar erhalten. Johann Martin Ludwig quittiert den Erhalt des Geldes, leistet Währschaft, weist den Abt und das Kloster in den Besitz der Einkünfte und des Zehnten ein und verzichtet auf die Einlegung jedweder Rechtsmittel gegen den Verkauf. Ankündigung von Unterfertigung und Besiegelung. Die Urkunde hat Johann Martin Ludwig dem Abt Adalbert übergeben. Handlungsort: Fulda. (siehe Abbildungen: Seite 1, Seite 2 und 3, Rückseite; Siegel: Lacksiegel)
Unterschriften
Unterschriften
(Johan Martin Ludtwich / von Schleiffras)
Siegler
Siegler
Johann Martin Ludwig von Schleifras
Formalbeschreibung
Formalbeschreibung
Ausfertigung, Papier, aufgedrücktes Lacksiegel
Weitere Überlieferung
Weitere Überlieferung
StaM, 100: Urkundenabschriften, 17: Fulda 7, Nr. 169
Informationen / Notizen
Zusatzinformationen
Zusatzinformationen
Ein Albus (= Weißpfennig) bezeichnet eine seit dem 14. Jahrhundert gebräuchliche Silberscheidemünze, die bis ins 19. Jhd. vor allem im Rheinland, später auch in Hessen geprägt wurde. Ein Albus galt in Hessen neun Pfennige.
Repräsentationen
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