Vollständige Signatur

StadtA WZ, A1-A, 31

Urkunde


Identifikation (Urkunde)


Kurzregest Kurzregest
Der Wetzlarer Schöffe Berno und seine Ehefrau Heidentrud gestatten neben den Minoriten zu Wetzlar auch dem Stift die Benutzung ihres Steinbruchs am Mühlheimer Berg.
Datierung Datierung
1284 Oktober 8
Originaldatierung Originaldatierung
in praesentia scabinorum Wetflariensium dominica infra octavas natalis beati Francisci confessoris, anno domini millesimo ducentesimo octogesimo quarto.
Bestellsignatur Bestellsignatur
StadtA WZ, U Nr. 31

Vermerke (Urkunde)


(Voll-) Regest (Voll-) Regest
Der Schöffe Berno und seine Ehefrau Heidentrud erklären vor den anwesenden Zeugen und Schöffen, dass sie ihren an der Mühle gelegenen Steinbruch (genannt „fovea“) unwiderruflich den Brüdern der Minoriten und dem Stift der Stadt Wetzlar überlassen. Zweck dieser Schenkung ist es, den Bau der Kirche zu unterstützen, indem die benötigten Steine aus dem Steinbruch sicher entnommen werden können. Gleichzeitig wird ein Verteilungsprinzip festgelegt, wonach – je nach vorhandenem Bedarf – Steine in bestimmten Anteilen (z. B. Drittel, Hälfte oder gleichberechtigt) an die Arbeitenden abgegeben werden. Für den Fall, dass einzelne Arbeitsleistungen nicht erbracht werden, obliegt einem amtierenden Grubenmeister die Zuteilung, während zugleich den ehrbaren Vertretern (Dekan und Kapitel der Kirche) ein Schutzauftrag erteilt wird, um unbefugte Eingriffe zu verhindern.
Zeugen Zeugen
Schöffen der Stadt Wetzlar
Siegler Siegler
Stift und Stadt Wetzlar
Formalbeschreibung Formalbeschreibung
Wetzlar, Ausfertigung, Pergament, Latein. Die Siegel hängen an blau-grünen gedrehten Hanfschnüren; eins in einem Säckchen eingenäht, eins stark beschädigt.
Literatur Literatur
Wetzlarer Urkundenbuch Band 1, Nr. 265, S. 113.
Goerz IV, 1193.

Repräsentationen

Typ Bezeichnung Zugang Information Aktion
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