1216
Complete identifier
ISG FFM, S1-1004-01, 1216
Charter
Identification (charter)
Dating
Dating
03.03.1453
Former identifier
Former identifier
Holzhausen-Archiv: Urkunden Nachträge 1453-1
Notes (charter)
(Long) regestum
(Long) regestum
Notariatsinstrument.
In dem Pfarrhof der Bartholomäuskirche erscheint Grede von Holczhusen, Witwe des Heinrich Wijße und erklärt, daß ihr Bruder Henne von Holczhusen sie in seinem Testament zur Universalerbin über alle Güter, über die er nicht anderweitig verfügt hat, eingesetzt hatte. Sie errichtet nun ihrerseits ihr Testament:
nach ihrem Tod sollen alle ihre Güter an Frankfurter Bürger verkauft werden.
1. Dem neuen Altar und dessen Altaristen in der Liebfrauenkirche vermacht sie 200 Gulden (verbessert aus 300);
2. dem Bau der Pfarrkirche St. Bartholomäus 100 Gulden;
3. den Chorherren zu St. Bartholomäus 40 Gulden für ihres Bruders Jahrgezeit;
4. für den Pfarrer und seinen "myedeling" 10 1/2 Gulden Ewiggeld für ihres Bruders Gedenken auf der Kanzel an jedem Sonntag nach der Predigt;
5. der Pfarrkirche 12 Gulden, um damit zwei Schüsseln zu kaufen zu Ehren der armen Leute am Gründonnerstag;
6. 100 Gulden für eine Gült und einen corpus zu der Vikarie und dem Vikar des Altars St. Dorotheen in der Pfarrkirche;
7. 50 Gulden zu dem Altar St. Johannis Evang. in der Pfarrkirche, die derzeit Johann Rode innehat;
8. hundert Gulden an den Bau der Liebfrauenkirche;
9. den Chorherrn dieser Kirche 50 Gulden für ihres Bruders Jahrgezeit und sein Gedenken an jedem Sonntag auf der Kanzel;
10. 50 Gulden an die Liebfrauenkirche, um die Chorbücher damit zu bessern;
11. 12 Gulden an diese Kirche, um damit die Schüsseln für die armen Leute am Gründonnerstag zu bessern;
12. 100 Gulden an St. Maria und Georg, um eine "taffel" für den Marienaltar zu bestellen;
13. 40 Gulden an diese Kirche für eine Jahrgezeit und das sonntägliche Gedächtnis auf der Kanzel;
14. 12 Gulden an diese Kirche für zwei Schüsseln für die armen Leute am Gründonnerstag;
15. den Barfüßern 30 Gulden für eine Jahrgezeit und sonntägliches Gedächtnis;
16. den Predigern 30 Gulden für eine Jahrgezeit und sonntägliches Gedächtnis;
17. den Karmelitern 30 Gulden für eine Jahrgezeit und sonntägliches Gedächtnis;
18. 200 Gulden an die Barfüßer für eine "taffel" auf dem Altar in dem Chor;
19. 60 Gulden an die Kapelle St. Johannis Baptiste, um sie zu verbauen;
20. 50 Gulden an die Vikarie im Dom zu Mainz, die Conrat Benßheym besitzt;
21. 50 Gulden an die Küsterei der Liebfrauenkirche;
22. Sieben Achtel Korngült an St. Katharinen für eine Jahrgezeit und sonntägliches Gedenken auf der Kanzel;
23. 100 Gulden dem armen Knaben, den ihr Bruder und danach sie unterhalten haben;
24. 50 Gulden an die neue Elendenherberge;
25. 20 Gulden an das Almosen des Rats zu St. Nikolai;
26. Für alles übrige Geld soll man neue Meßbücher kaufen für die Vikarie, die ihr Bruder gestiftet hat;
27. 10 Gulden an das Gotteshaus (Beginenhaus) bei Hartmudt Beckers Haus, falls noch genügend Geld bleibt;
28. wenn noch mehr Geld übrig bleibt, sollen die Treuhänder Tuch und Schuhe für die Armen kaufen.
Als Testamentsvollstrecker ernennt sie Magister Johann Oppler von Butzbach, derzeit Pfarrer und Kanoniker an St. Bartholomäus, Johann Schancz, Küster des Liebfrauenstifts, Lizentiat Conrat Benßhem, Domvikar zu Mainz, und ihren Vetter Walther von Swarczenberg d.J.
Änderungen sind vorbehalten.
Notar: Heylmannus Lupoldi de Omstat, cler. Mag. dioc.
In dem Pfarrhof der Bartholomäuskirche erscheint Grede von Holczhusen, Witwe des Heinrich Wijße und erklärt, daß ihr Bruder Henne von Holczhusen sie in seinem Testament zur Universalerbin über alle Güter, über die er nicht anderweitig verfügt hat, eingesetzt hatte. Sie errichtet nun ihrerseits ihr Testament:
nach ihrem Tod sollen alle ihre Güter an Frankfurter Bürger verkauft werden.
1. Dem neuen Altar und dessen Altaristen in der Liebfrauenkirche vermacht sie 200 Gulden (verbessert aus 300);
2. dem Bau der Pfarrkirche St. Bartholomäus 100 Gulden;
3. den Chorherren zu St. Bartholomäus 40 Gulden für ihres Bruders Jahrgezeit;
4. für den Pfarrer und seinen "myedeling" 10 1/2 Gulden Ewiggeld für ihres Bruders Gedenken auf der Kanzel an jedem Sonntag nach der Predigt;
5. der Pfarrkirche 12 Gulden, um damit zwei Schüsseln zu kaufen zu Ehren der armen Leute am Gründonnerstag;
6. 100 Gulden für eine Gült und einen corpus zu der Vikarie und dem Vikar des Altars St. Dorotheen in der Pfarrkirche;
7. 50 Gulden zu dem Altar St. Johannis Evang. in der Pfarrkirche, die derzeit Johann Rode innehat;
8. hundert Gulden an den Bau der Liebfrauenkirche;
9. den Chorherrn dieser Kirche 50 Gulden für ihres Bruders Jahrgezeit und sein Gedenken an jedem Sonntag auf der Kanzel;
10. 50 Gulden an die Liebfrauenkirche, um die Chorbücher damit zu bessern;
11. 12 Gulden an diese Kirche, um damit die Schüsseln für die armen Leute am Gründonnerstag zu bessern;
12. 100 Gulden an St. Maria und Georg, um eine "taffel" für den Marienaltar zu bestellen;
13. 40 Gulden an diese Kirche für eine Jahrgezeit und das sonntägliche Gedächtnis auf der Kanzel;
14. 12 Gulden an diese Kirche für zwei Schüsseln für die armen Leute am Gründonnerstag;
15. den Barfüßern 30 Gulden für eine Jahrgezeit und sonntägliches Gedächtnis;
16. den Predigern 30 Gulden für eine Jahrgezeit und sonntägliches Gedächtnis;
17. den Karmelitern 30 Gulden für eine Jahrgezeit und sonntägliches Gedächtnis;
18. 200 Gulden an die Barfüßer für eine "taffel" auf dem Altar in dem Chor;
19. 60 Gulden an die Kapelle St. Johannis Baptiste, um sie zu verbauen;
20. 50 Gulden an die Vikarie im Dom zu Mainz, die Conrat Benßheym besitzt;
21. 50 Gulden an die Küsterei der Liebfrauenkirche;
22. Sieben Achtel Korngült an St. Katharinen für eine Jahrgezeit und sonntägliches Gedenken auf der Kanzel;
23. 100 Gulden dem armen Knaben, den ihr Bruder und danach sie unterhalten haben;
24. 50 Gulden an die neue Elendenherberge;
25. 20 Gulden an das Almosen des Rats zu St. Nikolai;
26. Für alles übrige Geld soll man neue Meßbücher kaufen für die Vikarie, die ihr Bruder gestiftet hat;
27. 10 Gulden an das Gotteshaus (Beginenhaus) bei Hartmudt Beckers Haus, falls noch genügend Geld bleibt;
28. wenn noch mehr Geld übrig bleibt, sollen die Treuhänder Tuch und Schuhe für die Armen kaufen.
Als Testamentsvollstrecker ernennt sie Magister Johann Oppler von Butzbach, derzeit Pfarrer und Kanoniker an St. Bartholomäus, Johann Schancz, Küster des Liebfrauenstifts, Lizentiat Conrat Benßhem, Domvikar zu Mainz, und ihren Vetter Walther von Swarczenberg d.J.
Änderungen sind vorbehalten.
Notar: Heylmannus Lupoldi de Omstat, cler. Mag. dioc.
Attestors
Attestors
Dytmar genannt Raphöl von Wolffhagen, Niclas Keyser von Ingwiler, Kaplan an St. Bartholomäus, Nicolaus Fischer von Hanauwe, Jodocus Tortulator von Franckfurt, Heinricus Molitor von Gelnhusen, Petrus de Indagine und Wicker ..., cler. Mog. et Argent. dioc.
Sealer
Sealer
Signet
Formal description
Formal description
Ausfertigung
Descriptors
Descriptors
Personen: Holzhausen, Margarethe von; Holzhausen, Henne von; Wisse, Heinrich; Rode, Johann; Becker, Hartmut; Oppler, Johann; Schanz, Johann; Bensheim, Konrad; Schwarzenberg, Walther von d.J.; Lupold, Heilmann; Wolffhagen, Dietmar von; Keyser, Nikolaus; Fischer, Nikolaus; Tortulator, Jodocus; Molitor, Heinrich; Indagine, Peter de;
Sachbegriffe: St. Dorotheen-Altar; Altar St. Johannes Evangelista; Gründonnerstag; Elendenherberge; Almosen zu St. Nikolai; Gotteshaus (Beginenhaus); Testament; Notariatsinstrument; Notar; Signet;
Körperschaften: Bartholomäusstift; Leonhardsstift; Liebfrauenstift; Barfüßerkloster; Predigerkloster; Karmeliterkloster;
Orte: Gelnhausen; Butzbach; Mainz; Hanau; Straßburg;
Information / Notes
Additional information
Additional information
Beschreibstoff: Pergament
Representations
| Type | Name | Access | Information | Action |
|---|---|---|---|---|
| Original | Urkunde | Show details page |