Vollständige Signatur

ISG FFM, H.14.09, 175

Urkunde


Identifikation (Urkunde)


Datierung Datierung
20.06.1331
Originaldatierung Originaldatierung
feria quinta proxima ante nativitatis beati Johannis baptiste
Alte Archivsignatur Alte Archivsignatur
Lit. A Nr. 63 a

Vermerke (Urkunde)


(Voll-) Regest (Voll-) Regest
Friedrich von Karben, Schultheiß, Schöffen und Rat der Stadt Frankfurt beurkunden das gegenseitige Testament des Siegfried Rimp und seiner Frau Ida. Die Erblasser stiften eine Gülte von 10 Mark zur Errichtung eines Altars in Sankt Bartholomäus oder in einer anderen Frankfurter Kirche. Von der Gülte kommen 9 Mark vom Haus Zum Sterren und dem daneben gelegenen Haus in der Barfüßer Gasse, 1 Mark vom Haus Zum Biersack unter den Brotscharren. Zum Bau der Pfarre zu Sankt Bartholomäus stiften sie eine Gülte von 2 Mark vom Haus Schollichen in der Sankt Antoniusgasse. Eine Gülte von 2 Mark vermachen sie zum Bau der Brücke über den Main. Für den Unterhalt des Gotteshauses hinten an der Summerwune stiften sie eine Gülte von 20 Schillingen Kölnischer Währung vom Haus Zum Würzgarten. Dem Heiliggeistspital vermachen sie 50 Achtel ewiger Korngülte von 5 Huben Land in der Gemarkung Sulburg, von denen die Siechen wöchentlich 1 Achtel Korn erhalten sollen. Dem Weißfrauenkloster vermachen sie eine Gülte von 1 Mark vom Haus Isernhude in der Schnurgasse (Snargaszen). Falls einer der beiden Erblasser stirbt, sollen seine nächsten Erben das erhalten, was der Verstorbene von seinen Eltern geerbt hat. Den armen Leuten, die in der Stadt um Brot betteln, vermachen die Erblasser 50 Achtel ewiger Korngülte von ihren Gütern in den Gemarkungen Kalbach (Caldebach) und Harheim. Von dieser Korngülte sollen die Armen jede Woche 1 Achtel Korn erhalten. Die Erblasser stiften außerdem eine Gülte von 17 Schillingen Kölnischer Währung, um von der vorgenannten Korngülte Brot für die Armen zu backen. Von der Gülte kommen 1/2 Mark vom Haus Isernhude in der Schnurgasse, 8 Schillinge von Hille Birseckes Haus in der Sandgasse und der Rest von dem Haus, das Hartmann Greif gehört hat. Als Treuhänder setzen die Erblasser Hermann von Ovenbach genannt Knoblauch, Konrad Holzheimer und Heilmann Schnabel ein. Den Treuhändern vermachen sie 7 Achtel Korngülte und eine Gülte von 15 Schillingen leichter Pfennige von ihren Gütern in Kalbach und Harheim. 30 Achtel Korngülte, 2 Gänse und 2 Hühner von Gütern in der Gemarkung Ginnheim fallen jeweils zur Hälfte an die Erben Siegfrieds und Idas.
Zeugen Zeugen
Friedrich von Karben, Schultheiß, Hermann von Ovenbach genannt Knoblauch, Hannemann von Speyer, Trautwein Schrenk, Jakob Knoblauch, Hannemann von Holzhausen, Siegfried Frosch (Vroysch), Schöffen, Gyple von Holzhausen, Lutz [Holzhausen], Gerlach zum Hohenhaus, Lutz, "schuchworte" bei den Barfüssern, Konrad Holzheimer, Henne Reyge, Ratsherren
Siegler Siegler
Anhängendes großes Stadtsiegel leicht beschädigt.
Deskriptoren Deskriptoren
Personen: Karben, Friedrich von: Stadtschultheiß; Rimp, Siegfried; Rimp, Ida; Birsecke, Hille; Greiff, Hartmann; Ovenbach, Hermann von: genannt Knoblauch, Schöffe; Holzheimer, Konrad: Ratsherr; Schnabel, Heilmann; Speyer, Hannemann von: Schöffe; Schrenk, Trautwein: Schöffe; Knoblauch, Jakob: Schöffe; Holzhausen, Hannemann von: Schöffe; Frosch, Siegfried: Schöffe; Holzhausen, Gipel von: Ratsherr; Holzhausen, Lutz; Hohenhaus, Gerlach zum: Ratsherr; Lutz; Reyge, Henne: Ratsherr
Sachbegriffe: Testament; Legat; Altar; Kirche; Gebäude; Sterren; Barfüßergasse; Gülte; Korngülte; Biersack; Brotbank; Schollichen; Töngesgasse; Brücke; Gotteshaus; Begine; Summerwunne; Würzgarten; Hospital; Stiftung; Kranker; Arme; Kloster; Isernhude; Schnurgasse; Sandgasse
Körperschaften: Hospital zum Heiligen Geist; Bartholomäusstift; Weißfrauenkloster
Orte: Altstadt; Sulburg; Kalbach; Harheim; Ginnheim

Informationen / Notizen


Zusatzinformationen Zusatzinformationen
Druck: BL, Bd. II, Nr. 412.

Repräsentationen

Typ Bezeichnung Zugang Information Aktion
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