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Vollständige Signatur
ISG FFM, A.42.02, 1
Sachakte
Identifikation
Titel
Titel
Stefan VIERING: [Niederschriften über Sitzungen des] Aufsichtsrat[s der Frankfurter Bund für Volksbildung GmbH unter dem Vorsitz des Kulturdezernenten Hilmar HOFFMANN, Mitbestimmungsmodell, politische Auseinandersetzung und Diskussion um Schließung des TAT bzw. um Vertragsverlängerung des Künstlerischen Leiters Hermann TREUSCH insbes. nach der Kommunalwahl 1977 und dem ersten Wahlsieg der CDU, Kinder- und Jugendtheater, einzelne Szenenentwürfe genannter Theaterstücke z. B. "Abschieds-Revue" und "Unterm Strich", Bilanzen, Revisionsbericht, Stellen- und Haushaltsplan u. a. m.]
Laufzeit
Laufzeit
1977 - 1979
Vermerke
Enthält
Enthält
1) TAT - Zur Geschichte: "Nach FASSBINDERs Scheitern 1975 soll das TAT geschlossen werden. Die SPD rettet es, sie fordert Kinder- und Jugendtheater ... 1976 wird ... der Frankfurter Bund für Volksbildung entflochten. Die Volkshochschule kommt zur Stadt. Das TAT wird eine städtische GmbH mit paritätisch besetztem Aufsichtsrat ...Kommunalwahl 1977 ... Die VHS wird [Hilmar] HOFFMANN (SPD) weggenommen und [Bernhard] MIHM (CDU) zugeschlagen ... " (Bl. 29) 2) 30. Januar 1979: Stadtrat [Wolfram] BRÜCK, CDU, auf dem Europa-Parteitag in Frankfurt: " In Frankfurt am Main hat sich vieles geändert ... dem Leiter des TAT, Hermann TREUSCH, ist klargemacht worden, daß die Freiheit der Kunst dort ihre Grenzen hat, wo sie nur noch aus Obszönität besteht." (Bl. 65) 3) TAT - Verfassungsfeinde: "Im November 1978 wurde uns der Magistratsbeschluß Nr. 3.458 zugestellt ... "in Publikationen und Veröffentlichungen Organisationen mit verfassungsfeindlichen Zielsetzungen nicht mit aufzuführen" ... (Bl. 75) 4) Stellungnahme des Geschäftsführers des Frankfurter Bundes für Volksbildung Günter HOLZAPFEL vom 20. Oktober 1978 wegen des Vorwurfs der Einmischung in künstlerische Angelegenheiten: "... Nach der Misere FASSBINDER zeigt sich auch hier, dass zur Führung eines Theaterbetriebes nicht nur "schauspielerische" Fähigkeiten gehören." (Bl. 147) 5) Schreiben des Mitglieds des Künstlerischen Beirats von Schauspiel Frankfurt Peter DANZEISEN vom 12. Oktober 1978 an Oberbürgermeister Dr. Walter WALLMANN "als konstruktiven Beitrag zu einer Lösung der Krise am TAT zu verstehen." (Bll. 198 f) 6) TAT - Offener Brief des Hermann TREUSCH vom 19. April 1978: "Die Mitarbeiter des Theaters am Turm sehen ihre Arbeit gefährdet. Der Ausgangspunkt dieser Arbeit war ein Trümmerhaufen (nach FASSBINDER). Daß mit Unterstützung der Parteien ein in der geplanten Form in der Bundesrepublik einmaliges Kinder- und Jugendtheater entstehen sollte, war zunächst nur ein Auftrag aller Fraktionen des Stadtparlaments, den die Mitarbeiter ... inzwischen allerdings erfüllt haben. ... Wir halten uns für einen nicht unwichtigen Teil der weit über die Stadtgrenzen hinaus als weltoffen und liberal bekannten Frankfurter Kulturarbeit ..." (Bll. 249 f) 7) Geschäftsordnung des TAT-Direktoriums und des Künstlerischen Beirats o. J. (Bll. 260 - 262)
Deskriptoren
Deskriptoren
Personen: Viering, Stefan; Hoffmann, Hilmar; Treusch, Hermann; Faßbinder, Rainer Werner; Mihm, Bernhard; Brück, Wolfram; Holzapfel, Günter; Danzeisen, Peter; Wallmann, Walter
Sachbegriffe: Aufsichtsrat; Volksbildung; Mitbestimmung; Theater; Theaterpolitik; Politisches Theater; Kulturpolitik; Kommunalwahl 1977; Kindertheater; Jugendtheater; Verfassungsfeindliche Organisation; Magistratsbeschluss; Geschäftsordnung
Körperschaften: Frankfurter Bund für Volksbildung; CDU; SPD; Kinder- und Jugendtheater; Volkshochschule; VHS; Schauspiel Frankfurt; TAT-Direktorium; Künstlerischer Beirat
Informationen / Notizen
Zusatzinformationen
Zusatzinformationen
Der Ensembledirektor Stefan Viering war als Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat, dessen 1. (konstituierende) Sitzung am 15. September 1977 stattfand.
Repräsentationen
| Typ | Bezeichnung | Zugang | Information | Aktion |
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| Original | Akte | Detailseite anzeigen |