10
Vollständige Signatur
StadtA KS, E 10, 10
Bild / Foto
Identifikation (Bild)
Titel
Titel
Karikatur: Einzug des Frühlings in Kassel, März 1842
Datierung
Datierung
1842
Originaldatierung
Originaldatierung
März 1842
Originaltitel
Originaltitel
EINZUG DES FRÜHLINGS IN CASSEL. | (März 1842.)
Inhaltliche Beschreibung
Inhaltliche Beschreibung
Karikatur aus der Kasseler Zeitschrift 'Salon', Nr. 43.
Der Frühling auf einem Hundeschlitten, in dicker Winterkleidung, mit Eisenofen, Tannenzweigen und in Mänteln gekleideten Nachtigallen; dabei ein Gärtner mit Schaufel; im Hintergrund der Herkules, der vor sich einen rauchenden Feuertopf zum Wärmen hat, die Keule untern den linken Arm geklemmt; rechts auf einer Anhöhe eine Kaffeemühle (gemeint ist das Ostheimsche Felsenkellerlokal Mönchebergstr. 41, vgl. E 11 Nr. 357); außerdem hinter den Personen mehrere Pfosten, die den Verlauf künftiger Eisenbahnstrecken markieren.
Unter dem Bild links: "Beilage zum Salon No. 43."; rechts: "Druck von Francke & Ponnax in H. Cassel."
Vgl. den zugehörenden Text:
"Der Frühling — im Kostüme für 'vieler Herren Länder' — gelangt bei seinem Einzüge im März 1842 auch nach Kassel. Unweit der Aue trifft er einen Gärtner: — Heda Freund! komm ich hier recht nach Kassel? — Na, nach Neapel kommt Er wenigstens nicht! Kennt Er denn die Kaffee-Mühle nicht und den Herkules? — Den Herkules? den mag der Henker erkennen; der hat ja die Keule unter den Arm genommen, statt ...
— Ja, es ist alleweile alles veränderlich! Auch unserm permanenten Landstande da ist das Frühlingswetter in die Glieder gefahren — er wärmt sich ein wenig die Hände. — Aber was ist Er denn eigentlich für ein Landsmann? — Kennt Er mich denn nicht? Ich bin ja der Frühling? — I du Herr Jemine! Hätte ich Ihn doch bald nicht erkannt. Aber, mit Erlaubnis zu sagen, Er scheint mir auch sehr auf den Hund gekommen zu sein, Herr Frühling, samt allen seinen Nachtigallen. — Warum fährt Er denn nicht mit Dampf, statt mit... — Hat man denn hier eine Eisenbahn? — Na, eine Eisenbahn wohl eigentlich noch nicht, aber doch schon die Pfähle dazu. — (Nach einer Pause nachrufend): Heda, Herr Lenz, noch ein Wort! Wenn Er bis Pfingsten dableibt, so kann Er mit seinem National-Gefährte gute Geschäfte nach Wilhelmshöhe machen!"
(Zitiert nach: Wolfgang Hermsdorff: Vor 120 Jahren. Frühlings-Einzug in Kassel, in: Hessische Allgemeine vom 16. März 1862.)
Der Frühling auf einem Hundeschlitten, in dicker Winterkleidung, mit Eisenofen, Tannenzweigen und in Mänteln gekleideten Nachtigallen; dabei ein Gärtner mit Schaufel; im Hintergrund der Herkules, der vor sich einen rauchenden Feuertopf zum Wärmen hat, die Keule untern den linken Arm geklemmt; rechts auf einer Anhöhe eine Kaffeemühle (gemeint ist das Ostheimsche Felsenkellerlokal Mönchebergstr. 41, vgl. E 11 Nr. 357); außerdem hinter den Personen mehrere Pfosten, die den Verlauf künftiger Eisenbahnstrecken markieren.
Unter dem Bild links: "Beilage zum Salon No. 43."; rechts: "Druck von Francke & Ponnax in H. Cassel."
Vgl. den zugehörenden Text:
"Der Frühling — im Kostüme für 'vieler Herren Länder' — gelangt bei seinem Einzüge im März 1842 auch nach Kassel. Unweit der Aue trifft er einen Gärtner: — Heda Freund! komm ich hier recht nach Kassel? — Na, nach Neapel kommt Er wenigstens nicht! Kennt Er denn die Kaffee-Mühle nicht und den Herkules? — Den Herkules? den mag der Henker erkennen; der hat ja die Keule unter den Arm genommen, statt ...
— Ja, es ist alleweile alles veränderlich! Auch unserm permanenten Landstande da ist das Frühlingswetter in die Glieder gefahren — er wärmt sich ein wenig die Hände. — Aber was ist Er denn eigentlich für ein Landsmann? — Kennt Er mich denn nicht? Ich bin ja der Frühling? — I du Herr Jemine! Hätte ich Ihn doch bald nicht erkannt. Aber, mit Erlaubnis zu sagen, Er scheint mir auch sehr auf den Hund gekommen zu sein, Herr Frühling, samt allen seinen Nachtigallen. — Warum fährt Er denn nicht mit Dampf, statt mit... — Hat man denn hier eine Eisenbahn? — Na, eine Eisenbahn wohl eigentlich noch nicht, aber doch schon die Pfähle dazu. — (Nach einer Pause nachrufend): Heda, Herr Lenz, noch ein Wort! Wenn Er bis Pfingsten dableibt, so kann Er mit seinem National-Gefährte gute Geschäfte nach Wilhelmshöhe machen!"
(Zitiert nach: Wolfgang Hermsdorff: Vor 120 Jahren. Frühlings-Einzug in Kassel, in: Hessische Allgemeine vom 16. März 1862.)
Weitere Angaben (Bild)
Format
Format
28 x 36 cm
Ausführung
Ausführung
Kreidelithographie
Informationen / Notizen
Zusatzinformationen
Zusatzinformationen
senkrechte mittige und waagerechte obere Faltung; besonders an den Rändern etwas nachgedunkelt, der linke Rand unregelmäßig (dort eingebunden gewesen?), einzelne Flecken bzw. Verschmutzungen, Knicke, ein Einriss am unteren Rand (in der Faltung)
Repräsentationen
| Typ | Bezeichnung | Zugang | Information | Aktion |
|---|---|---|---|---|
| Original | Original | Detailseite anzeigen | ||
| Nutzungsdigitalisat | TIFF |
|
Detailseite anzeigen |
Digitalisate öffnen