17
Complete identifier
StadtA KS, E 11, 17
Picture / Photograph
Series
Denotation
Denotation
Blick auf Kassel von Südosten
Identification (picture)
Title
Title
Originaldruck, moderne Kolorierung
Dating
Dating
1646
Original dating
Original dating
[1646, 1655 etc.]
Original title
Original title
Cassel.
Description of contents
Description of contents
Blick auf Kassel von Südosten, leicht erhöhter Blick.
Im Vordergrund die Landstraße nach Bettenhausen (Leipziger Straße) mit dem ummauerten Siechenhof und der nahen Ziegelhütte (rechts daneben). Dahinter erstreckt sich das Panorama der Stadt vom Kleinen Weinberg (später: Oberneustadt) bis zur Ahnabrücke der Landstraße nach Wolfsanger (Weserstraße). Im Hintergrund sind die umgebenden westlichen und nördlichen Höhenzüge wiedergegeben, mit Weißenstein (links) und Vellmar (rechts). Oben links das hessische Wappen, oben rechts das Stadtwappen Kassels.
Die Ansicht gibt zahlreiche Einzelheiten gut wieder. Im Vordergrund entlang der Landstraße und rechts einer der Wassergräben vor der Unterneustadt, mit einer Brücke, die im heutigen Bereich Tapsgasse/Sommerweg stand. Links der breite Grüne Weg (Jahnstraße, z. T. auch Arndtstraße), rechts am Festungsgraben der Unterneustädter Friedhof samt Predigerstand. Den zweiten Friedhofsbereich scheint Dilich in seinem Stadtplan 1605 (Chronica) anzudeuten, vgl. dagegen den Stadtplan von Merian (E 11 Nr. 6-9); ein Teil davon war später Pfarrgarten.
In der Unterneustadt fallen außer der Maria-Magdalenenkirche auch der Jägerhof (Jägerhaus), der Pulverturm, die Unterneustädter Mühle und die ehem. Brückenkapelle auf, samt einem mit Giebelerkern geschmückten Eckhaus zum Rädermarkt, das auch Dilichs Stadtansichten zeigen. Rechts außerhalb der Festungswerke das alte Unterneustädter Salzhaus.
In Altstadt und Freiheit links Zeugmantel (wohl mit der großen Relief- und Inschrifttafel von 1574) und Zwehrener Turm, Rennbahn und Schlossbefesteigung, aber noch ohne das Ottoneum (um 1603 begonnen); das Schloss hat an der Ostecke noch den spätgotischen Baubestand (samt Schlosskirche), der um ca. 1602 ersetzt wurde. Im Hintergrund Druselturm, Marstall, Martinskirche und (eigentlich wäre er von dieser verdeckt) Hoher Turm. Am Fuldaufer der Kanzleibau mit Verbindungsbau zum Schlossrondell, dahinter Renthof und Brüderkirche. Es folgen Brückentor und Hochzeitshaus, dahinter das Rathaus (mit Giebelerkern); wiederum am Ufer der Oberstenhof (mit Giebelerkern), der Fuldaturm und die Ahnaberger Mühle samt dem Großen Finkenherd, dahinter Müllertor, Zeughaus und Ahnaberger Fruchtspeicher (spätere Klosterkaserne).
Auf dem Kleinen Weinberg der landgräfliche Oberste Garten (als Nutzgarten, mit Gebäuden); unterhalb, auf der Aueinsel, von links die landgräfliche Meierei, der Lustgarten (bereits im Zustand der Moritzaue) samt Lusthaus (wohl noch vor der Aufstockung von ca. 1602 [?]) und Nebengebäuden, außerdem der Ravelin an der Brücke vom Schloss zur Aue (um 1603 sind Arbeiten daran nachweisbar). Rechts ein Schachtofen, den auch der Stadtplan von Merian (E 11 Nr. 6-9) sowie Dilich 1591 (vgl. E 11 Nr. 21) und 1605 abbilden.
Als Staffage im Vordergrund links zwei Fußgänger sowie zwei Personen bei der Heuernte, außerdem mehrere Boote bzw. Kähne auf der Fulda.
Die Detailtreue, die z. T. weder aus den überlieferten Stadtansichten Dilichs hervorgeht, noch mit dem verschollenen Stadtplan zum Häuserverzeichnis von 1605 erklärbar ist, spricht für die Verwendung einer heute unbekannten Vorlage aus der Zeit um bzw. kurz vor 1600.
Aus: Matthäus Merian / Martin Zeiller: Topographia Hassiae et Regionum Vicinarum [...], Frankfurt am Main 1646, eine der Tafeln nach S. 18, oder Ausgabe Frankfurt am Main 1655, Tafel nach S. 34; darunter jeweils die Ansichten von Büdingen und Kronberg, hier abgeschnitten. Allerdings erschienen auch noch weitere Auflagen, so dass keine exakte Datierung des vorliegenden Drucks möglich ist.
Im Vordergrund die Landstraße nach Bettenhausen (Leipziger Straße) mit dem ummauerten Siechenhof und der nahen Ziegelhütte (rechts daneben). Dahinter erstreckt sich das Panorama der Stadt vom Kleinen Weinberg (später: Oberneustadt) bis zur Ahnabrücke der Landstraße nach Wolfsanger (Weserstraße). Im Hintergrund sind die umgebenden westlichen und nördlichen Höhenzüge wiedergegeben, mit Weißenstein (links) und Vellmar (rechts). Oben links das hessische Wappen, oben rechts das Stadtwappen Kassels.
Die Ansicht gibt zahlreiche Einzelheiten gut wieder. Im Vordergrund entlang der Landstraße und rechts einer der Wassergräben vor der Unterneustadt, mit einer Brücke, die im heutigen Bereich Tapsgasse/Sommerweg stand. Links der breite Grüne Weg (Jahnstraße, z. T. auch Arndtstraße), rechts am Festungsgraben der Unterneustädter Friedhof samt Predigerstand. Den zweiten Friedhofsbereich scheint Dilich in seinem Stadtplan 1605 (Chronica) anzudeuten, vgl. dagegen den Stadtplan von Merian (E 11 Nr. 6-9); ein Teil davon war später Pfarrgarten.
In der Unterneustadt fallen außer der Maria-Magdalenenkirche auch der Jägerhof (Jägerhaus), der Pulverturm, die Unterneustädter Mühle und die ehem. Brückenkapelle auf, samt einem mit Giebelerkern geschmückten Eckhaus zum Rädermarkt, das auch Dilichs Stadtansichten zeigen. Rechts außerhalb der Festungswerke das alte Unterneustädter Salzhaus.
In Altstadt und Freiheit links Zeugmantel (wohl mit der großen Relief- und Inschrifttafel von 1574) und Zwehrener Turm, Rennbahn und Schlossbefesteigung, aber noch ohne das Ottoneum (um 1603 begonnen); das Schloss hat an der Ostecke noch den spätgotischen Baubestand (samt Schlosskirche), der um ca. 1602 ersetzt wurde. Im Hintergrund Druselturm, Marstall, Martinskirche und (eigentlich wäre er von dieser verdeckt) Hoher Turm. Am Fuldaufer der Kanzleibau mit Verbindungsbau zum Schlossrondell, dahinter Renthof und Brüderkirche. Es folgen Brückentor und Hochzeitshaus, dahinter das Rathaus (mit Giebelerkern); wiederum am Ufer der Oberstenhof (mit Giebelerkern), der Fuldaturm und die Ahnaberger Mühle samt dem Großen Finkenherd, dahinter Müllertor, Zeughaus und Ahnaberger Fruchtspeicher (spätere Klosterkaserne).
Auf dem Kleinen Weinberg der landgräfliche Oberste Garten (als Nutzgarten, mit Gebäuden); unterhalb, auf der Aueinsel, von links die landgräfliche Meierei, der Lustgarten (bereits im Zustand der Moritzaue) samt Lusthaus (wohl noch vor der Aufstockung von ca. 1602 [?]) und Nebengebäuden, außerdem der Ravelin an der Brücke vom Schloss zur Aue (um 1603 sind Arbeiten daran nachweisbar). Rechts ein Schachtofen, den auch der Stadtplan von Merian (E 11 Nr. 6-9) sowie Dilich 1591 (vgl. E 11 Nr. 21) und 1605 abbilden.
Als Staffage im Vordergrund links zwei Fußgänger sowie zwei Personen bei der Heuernte, außerdem mehrere Boote bzw. Kähne auf der Fulda.
Die Detailtreue, die z. T. weder aus den überlieferten Stadtansichten Dilichs hervorgeht, noch mit dem verschollenen Stadtplan zum Häuserverzeichnis von 1605 erklärbar ist, spricht für die Verwendung einer heute unbekannten Vorlage aus der Zeit um bzw. kurz vor 1600.
Aus: Matthäus Merian / Martin Zeiller: Topographia Hassiae et Regionum Vicinarum [...], Frankfurt am Main 1646, eine der Tafeln nach S. 18, oder Ausgabe Frankfurt am Main 1655, Tafel nach S. 34; darunter jeweils die Ansichten von Büdingen und Kronberg, hier abgeschnitten. Allerdings erschienen auch noch weitere Auflagen, so dass keine exakte Datierung des vorliegenden Drucks möglich ist.
Former identifier
Former identifier
E 11 Nr. 87
Information on manufacturer
Author
Author
Matthäus Merian
Printer / Publisher
Printer / Publisher
Matthäus Merian (oder Erben)
Place of publication
Place of publication
Frankfurt am Main
Further information (picture)
Format
Format
11 x 35,5 cm
Design
Design
Kupferstich, nachkoloriert
Corresponding archival items
Corresponding archival items
E 11 Nr. 18, Nr. 19; vgl. die zugehörende Stadtansicht: E 11 Nr. 6, 7, 8, 9, als Gegenstück zu diesem Blatt E 11 Nr. 9
Information / Notes
Additional information
Additional information
senkrechte Faltung in der Mitte; Wasserzeichen (Adler) und (moderne) Kolorierung wie E 11 Nr. 9; der Faltung gemäß z. T. spiegelverkehrte Abdrücke der Kolorierung; am unteren Rand ist ein Streifen angestückt; am oberen Rand das Blatt in einen Passepartout eingeklebt
Representations
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