Vollständige Signatur

AdJb, A 228, 8384

Sachakte


Identifikation


Titel Titel
Reichenbach, Herman
Laufzeit Laufzeit
1920-1978

Provenienz


Organisations- und Aktenzeichen Organisations- und Aktenzeichen
39.168

Vermerke


Enthält Enthält
Leitblatt zur Personenmappe mit Angaben zur Person, Verweisen, Einordnungen, Inhalten

Umfangreiche Listen mit Verweisen zu anderen Akten und Tonbändern

Kopie eines biografischen Absatzes über Herman Reichenbach aus einem Buch von Eckhard John

Kopie der Kurzbiografie aus der Dokumentation der Jugendmusikbewegung von 1980

Mit "Stae." gezeichnete Kurzbiografie (3 Exemplare)

Schreiben von Ruth Wagner-Brachvogel (Hannover) an Ekkehart Pfannenstiel vom 21. 4. 1971 (Begleitschreiben zur Übersendung von Erinnerungen aus der Arbeit an der Volksmusikschule Berlin)

Fritz Jöde: "Ein Vorkämpfer für die Erneuerung der Musik in der Jugend. Hermann Reichenbach zum Gedächtnis", aus: Kontakte, 5/1958

Erinnerungen an die Volksmusikschule Berlin, eingesandt von Ruth Wagner-Brachvogel (mit einleitendem Notizblatt von Ekkehart Pfannenstiel vom 18. 5. 1971):
- Schreiben von Ruth Wagner-Brachvogel vom 2. 11. 1971 betr. bes. Überlieferung des Jahresspiels der Volksmusikschule
- Schreiben von Ekkehart Pfannenstiel an Ruth Wagner-Brachvogel vom 16. 10. 1971 betr. Suche nach Jahresspiel
- Text von Ruth Wagner-Brachvogel: "Über das Chor-Leben in der VMS - insbesondere die 'Reichenbachchöre'" (Typoskript, 4 S., 1971) betr. auch Formenlehre bei Herman Reichenbach, Blockflöten von Peter Harlan
- Text von Ruth Wagner-Brachvogel: "Das Jahresspiel: aufgeführt von den Chören der VMS Charlottenburg im Jahre 1931 [mit Fragezeichen versehen]" (Typoskript, 2 S.), mit der Scherzdichtung auf das Jahresspiel der VMS von Herbert Just, aus dem Gedächtnis niedergeschrieben von Ruth Wagner-Brachvogel (Typoskript, 1 S.)
- Text von Heinz W. Wagner: "Herman Reichenbach und das Saxophon" (Typoskript, 3 S.)
- Text von Bruno Naumann: "Wie ich zur VMS Charlottenburg kam und was sich dort in den 'gerühmten' 20er Jahren so tat" (Typoskript, 5 S., 1971) betr. bes. Walter Gerwig

Kopie "Plan der Kursus- und Chorstunden", Sommerhalbjahr 1928

Kopie eines hs. Briefes vom 1. 7. 1928 an "Liebe Freunde" betr. Ferienlager (gez. Walter Gerwig, Herman Reichenbach, Robert Ringel, Ernst Pätzold)

Schreiben von Heinrich Schumann an Ruth Wagner-Brachvogel vom 12. 5. 1966 betr. Angaben zu Schumanns Tätigkeit in Berlin und zu den dortigen Volksmusikschulen

Schreiben von Ruth Wagner-Brachvogel (Hannover) an Heinrich Schumann vom Mai 1966 betr. Informationen zu den Volksmusikschulen in Charlottenburg und Neukölln, Reichenbachs Arbeit in Berlin und die eigene Tätigkeit von R. Wagner-Brachvogel

Hermann Reichenbach: "Zum Ministerialerlaß zur Förderung der Jugendmusik", Kopie aus: Die Streusandbüchse, Zeitung der Jugendbewegung für Berlin und die Mark, 2. 7. 1931

Schreiben von Ekkehart Pfannenstiel an Ruth Wagner-Brachvogel vom 20. 6. 1970 betr. Erinnerungen an Reichenbach

Antwort von Meta Radig (Wiesbaden) auf die Frage "Welche Persönlichkeiten besonders auf mich wirkten und wodurch? Besondere Charakterisierung!": Herman Reichenbach, betr. Unterrichtsart, Beschäftigung mit dem Mittelalter, Chor ("Alle Chormitglieder, viele aus einfachen Arbeiterkreisen, hingen sehr an ihrem Herman, der in seiner feinfühligen, stillen Art jedem persönlich nahestand."), 4. 11. 1969

Schriftwechsel zwischen Ekkehart Pfannenstiel und Fritz [Friedrich] Blume vom Frühjahr 1969 betr. englische Manuskripte von Reichenbach, die dem Archiv gehören ("Form in music", ca. 200 S., und "History of the theory of musical form, ca. 80 S.), mit Frage der Archiv- und Publikationswürdigkeit

Schreiben von Bernh. Reichenbach (Bruder Hermans) an Fritz Jöde vom 2. 4. 1968 betr. Verzicht auf Anspruch auf etwaige Honorare im Falle der Publikation von Herman Reichenbachs nachgelassenen Manuskripten (auch im Namen der Schwester Wendeli Erné)

Sammlung von Schreiben (bes. Postkarten) von Herman Reichenbach an Willy [Willi] Siegele, mit Erläuterung von Ekkehart Pfannenstiel: "Dieser Umschlag enthält durchweg Karten und Briefe von Reichenbach an Willy Siegele, u. zw. aus der frühesten Zeit zwischen 1920 (!) und 1922. Sie sind nicht nur für Reichenbachs feurigen Geist bezeichnend, sondern auch Dokumente aus den Anfängen der Jugendmusikbewegung und spiegeln deren Geist. Sie bezeugen zudem, mit welchem Recht wir später Jöde, Reichenbach, Siegele, Höckner, Gofferje, Scheidler scherzweise die 'Erzväter' der Jugendmusikbewegung genannt haben."

Abschrift "Musikschulen der Jugendbewegung" von H. Reichenbach, aus: Berliner Tageblatt, 1. 12. 1926

Verlobungsanzeige Herman Reichenbach/ Leni Chai, Dez. 1921 sowie entsprechende Anzeige der Mutter von Leni Chai (Margarete Chai, geb. Berg)

Schreiben von Herman Reichenbach an Herbert Just vom 24. 10. 1932, Kopie mit Pfannenstiels Hinweis "Ein ganz gewichtiges Dokument!" und Anstreichungen, betr. bes. Pro Musica, frühe Phase der Jugendmusikbewegung, moderne Musik in der Jugendmusikbewegung

Schriftwechsel zwischen Wendeli Erné-Reichenbach (Berlin) und E. Pfannenstiel, 1967

Schriftwechsel von W. Erné-Reichenbach mit Prof. Frommel und Rhein-Neckar-Zeitung betr. Auslassung von Reichenbach in einem Artikel über Ernst Lothar von Knorr, 1966

Notizen zu div. Tonbändern von Ekkehart Pfannenstiel, u.a. mit dem Hinweis darauf, dass Reichenbach mit Blasmusik/Saxophon die Männer an der Akademie halten wollte

Schreiben von Ekkehart Pfannenstiel an Lo Reichenbach (erste Frau von H. R., New York) vom 11. 10. 1967 mit Bitte um Bericht über Emigration

Hs. Auszug Pfannenstiels aus einem Brief von Hilmar Höckner betr. Studium Reichenbachs bei Ernst Kurth

Auszug (Typoskript) aus einem Brief Höckners an E. Pfannenstiel vom 18. 6. 1967 betr. Zusammensein mit Reichenbach in Freiburg (Gurlitt, Reichenbachs Interesse an neuer Musik, Persönlichkeit, späteres Heimweh)

Typoskript (2 S.) von Ulf Jöde: "Herman Reichenbach", Lebenslauf bis 1933 (mit Korrekturen Pfannenstiels) und Hinweise zu Veröffentlichungen und (wenigen) Liedsätzen

Schreiben von Ruth Wagner-Brachvogel an Fritz Jöde vom 29. 6. [vermutl. 1958] betr. Wiedersehen mit Herman Reichenbach, Einsamkeit in den USA u.a.

Schreiben von Ruth Wagner-Brachvogel an Fritz Jöde vom 27. 5. 1958 betr. Tod Reichenbachs

Gedruckte Vorstellung (S. 44) "Herman Reichenbach" aus der Berliner Zeit, mit Foto, ohne Quellenangabe

Fritz Jöde: "Vorkämpfer für die Erneuerung der Musik in der Jugend", offener Brief "Herman Reichenbach zum Gedächtnis", lt. hs. Notiz von Pfannenstiel vermutlich "Pro musica" [1958?], weiter vorn aber derselbe Artikel mit der hs. Angabe: Kontakte, 5/1958

Herman Reichenbach: "Mozarts Skizzen zu einem Kanon", aus: Junge Musik, H. 3, 1955

Herman Reichenbach: "Unsere Stellung zu Bach", aus: Die Musikantengilde, H. 7, 1. 10. 1925, Kopie desselben Artikels aus: Melos, H. 7/8, 1925

Informationen / Notizen


Zusatzinformationen Zusatzinformationen
Herman Reichenbach (1898-1958) war ein Musikpädagoge. Er studierte in Wien, Freiburg und Berlin und begann nach seiner Promotion 1924 als Assistent von Ernst Kurth, anschließend unterrichtete er als Musiklehrer in Friedrichshafen. 1925-33 war er Direktor der Volksmusikschule Berlin, außerdem unterrichtete er 1927-33 an der Staatl. Akademie für Kirchen- und Schulmusik und leitete 1930-33 die Musikabteilung des Zentralinstituts für Erziehung und Unterricht. Er war Herausgeber der Zeitschrift Pro Musica. 1933 wurde er mit dem Verweis auf jüdische Abstammung entlassen. Er wählte die Emigration (wurde daraufhin sogar als Staatsfeind eingestuft und auf die Sonderfahndungsliste gesetzt) und ging über die Schweiz 1934 in die Sowjetunion. Er wurde Direktor des Moskauer Konservatoriums, emigrierte allerdings in die USA, nachdem 1936 der Große Terror begonnen hatte. Erst unterrichtete er am Mary Washington College in Fredericksburg/ Virginia, bis er 1948 an das Wilson College in Chambersburg/ Pennsylvania wechselte.

Repräsentationen

Typ Bezeichnung Zugang Information Aktion
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