Vollständige Signatur

HStAD, B 13, 330

Urkunde


Identifikation (Urkunde)


Datierung Datierung
1476 Dezember 3
Originaldatierung Originaldatierung
am dinstage nach Sant Endris tag
Alte Archivsignatur Alte Archivsignatur
Abt. 9, Nr. 12,9

Vermerke (Urkunde)


(Voll-) Regest (Voll-) Regest
Frowyn von Hutten und Diether von Isenburg (Isemburgk), Amtmann zu Birstein (Biersteyne), vermitteln zwischen dem Erzbischof zu Mainz (Mentz) und seinem Stift und den Gebrüdern Herman [III.] und Georg Riedesel und ihren beiderseitigen Helfern und Helfershelfern folgenden Vertrag, nachdem zwischen Erzbischof Adolff selbst und Herman und Georg Rieteseln merkliche Fehde und Feindschaft geschwebt hat und nun Herman auch des Erzbischofs Diether Feind geworden war wegen 6000 Silberlingen Hauptgeld und 4000 Silberlinge rückständiger Gülte und Kosten und Schaden: 1) Aller Unwille, alle Fehde und Feindschaft zwischen dem Erzbischof und den Rietesln, auch ihren Helfern, Helfershelfern und allen, die an der Fehde beteiligt waren, sollen geschlichtet sein,alle Bürger sollen ungemahnt bleiben. (2) Alle Gefangenen sollen auf einen alten Urfrieden unverzüglich freigegeben werden. (3) Alle Atzung, Schatzung, Brandschatzung und alles ungegebene Geld soll nicht mehr gefordert und gegeben werden. (4) Da der Erzbischof den Brüdern Riedesel an Hauptgeld und Gülten 10.000 Silberlinge schuldet, soll er ihnen jetzt 1.500 Silberlinge, am nächsten Sant Martyns tag 1.500 Silberlinge und weiter jeden Sant Martyns tag 1.000 Silberlinge Frankfurter (Franckforter) Währung geben. Nach Bezahlung der 10.000 Silberlinge sollen die Verschreibungen (Nr. 813. 899. 926 ) dem Erzbischof zurückgegeben werden, aber nicht die über Lauterbach (Luterbach) (Nr. 822) . (5) Binnen einem Monat soll der Erzbischof einen Schuldbrief über 10.000 Silberlinge nach vorgelegtem Entwurf ausfertigen und einem Schiedsrichter übermitteln, der ihn den Rieteseln überschicken wird. (6) "Und als die Rietesel der dinge, vehede und unwillens alber geistlich furgenomen und zu banne komen sin mogen,deßhalber ist beteidingt, das unser gnediger herre von Mentz verwillgen und desglichen ander siner gnaden capietel und geistlichen vermogen soll, sie uff ire bete zu absolvieren lassen, doch ane der Rietesell Schaden".
Rückvermerk Rückvermerk
"Vertrag zwischen Herrn Adolph Ertzbischofen zu Meintz u(nd) Herman et Georg Riedeseln gebrüd(ern) über 10.000 fl. Schulden d(e) A(nn)o 1476"
Siegler Siegler
1. Siegel Erzbischof Diether von Mainz
2. Siegel: Hermann Riedesel
3. Siegel: Georg Riedesel
4. Siegel: Frowyn von Hutten
5. Siegel: Diether von Isenburg
Formalbeschreibung Formalbeschreibung
Ausfertigung, Pergament (33,7 x 48,4 cm) mit fünf anhängenden Siegeln (4: beschädigt, alle anderen gut erhalten)
Druckangaben Druckangaben
Regest: Becker, Urkundenbuch, Nr. 1267

Repräsentationen

Typ Bezeichnung Zugang Information Aktion
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