718 (in)

Vollständige Signatur

HStAD, B 5, 718 (in)

Urkunde


Identifikation (Urkunde)


Datierung Datierung
o. Datum
Alte Archivsignatur Alte Archivsignatur
A 3, Nr. 111/529

Vermerke (Urkunde)


(Voll-) Regest (Voll-) Regest
Friedberg, Burg: Im fünften Artikel eines Schiedsspruchs zwischen Burggraf, Baumeister und Burgmannen der Burg Friedberg auf der einen und Bürgermeister, Rat und Bürgern der Stadt Friedberg auf der anderen Seite, beklagen Letztere, die Burg Friedberg habe den in der Reichsstadt und außerhalb der Burg gelegenen 'Ramgarten' mit Begriff und Zugehörungen als angebliches Eigentum in Besitz genommen. Die Burgmannen antworteten, sie hätten den Ramgarten von Reinhard v. Schwalbach (Swal-) gekauft; er gehöre als Burglehen zur Burg, und sie hätten seither den Bodenzins in ruhigem Besitz gehabt. Die Bürger sagten, der Ramgarten sei noch bedpflichtig, und laut eines Schiedsspruchs von König Ruprecht [von 1410 Januar 22, s. Nr. 676] sollen alle von den Burgmannen gekauften bed- und dienstpflichtigen Güter auch weiterhin so leistungspflichtig bleiben. Nach Klage, Antwort, Widerrede und Nachrede sprechen die Schiedsleute zu Recht, wenn sie beweisen, daß der Ramgarten zum Stadtgericht gehöre und daß die Schöffen 'dem burggraven frevel daruff gewiset haben' und dies von alters her so gewesen sei, dann soll dies auch weiterhin so sein, doch ohne Schaden für den Bodenzins der Burg. Nach der Verlesung nahm Peter Hacke, Bürger zu Friedberg, den Friedberger Schöffen Johann Hörniger, Johann Bock und Johann Berstadt (-stad) den Eid darüber ab; weiterhin schworen Johannes Eschebach und Johannes Wirt, Bürger zu Friedberg, und Johann Pferdebecher (-bechir), Bürger der Stadt Frankfurt, und dann Walter Schwarzenberger und Rudolf 'Decklechir', Bürger zu Frankfurt, Pauel Wißel und Kunz Krug, Bürger zu Friedberg. Reinhard v. Schwalbach sprach dementgegen im Auftrag der gemeinen Burgmannen, wenn dies so gewesen wäre, wie von ihnen behauptet, dann hätten Bürgermeister und der ganze Rat vor den Bürgern schwören müssen; Walter Schwarzenberger habe überdies nicht mit den Worten geschworen, die ihm vorgegeben wurden. Die Burgmannen seien der Meinung, 'sie [Bürgermeister und Rat] hetten solichs nit zubracht nach lude des rechtssprachs'.
Formalbeschreibung Formalbeschreibung
Inseriert in: B 5, Nr. 718, 1444 Mai 20.

Repräsentationen

Typ Bezeichnung Zugang Information Aktion
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