Vollständige Signatur

HStAM, Urk. 75, 2225

Urkunde


Identifikation (Urkunde)


Datierung Datierung
1735 Februar 22
Originaldatierung Originaldatierung
Cassel den 22ten Februarii 1735

Vermerke (Urkunde)


(Voll-) Regest (Voll-) Regest
Friedrich [I.], König von Schweden und Landgraf von Hessen, bekundet für sich und seine Erben, dass auf Veranlassung des Klosters Fulda die bisher unzureichend versteinte Grenze zwischen dem Kloster und dem Amt Brandenstein zur Vermeidung zukünftiger Streitigkeiten durch Kommissare beider Seiten begangen, neu versteint und beschrieben worden ist. Von den fuldischen und hanauischen Deputierten ist darüber ein Grenzrezess zur Vorlage und Bestätigung durch die Herrschaften ausgefertigt worden. Friedrich [I.] hat den vorliegenden Rezess in allen Punkten bestätigt und versprochen, dem Rezess nicht zuwider zu handeln und dies auch keinem seiner Untertanen zu gestatten. Ankündigung der Unterfertigung. Ankündigung des Majestätssiegels Friedrichs [I.]. Ausstellungsort: Kassel. Inserierte Urkunde von 1732 September 27 [Nr. 2209]: Es wird bekundet, dass es zwischen dem Kloster Fulda und der Grafschaft Hanau 1731 August 25 [vgl. Nr. 2205] zu einer Grenzbegehung und anschließenden Grenzbeschreibung gekommen ist. Damals ist die Regulierung der Grenze zwischen den fuldischen Ämtern Neuhof und Sannerz und dem hanauischen Territorium wegen der Verpfändung des Amts Brandenstein an die Herrschaft Hessen-Kassel notwendig für notwendig erachtet, wegen einiger Hinderungen jedoch zurückgestellt worden. Zur Regulierung dieser Grenze haben sich Abgeordnete beider Parteien unter Hinzuziehung von Beamten, Forstbediensteten sowie Untertanen beider Seiten eingefunden. Grundlage für die Begehung ist eine frühere Grenzbegehung von 1719 August 31 bis 1719 September 7 [vgl. Nr. 2141 und 2142]. Mit der Begehung ist 1732 September 10 begonnen worden. Gemäß der früheren Vereinbarung ist auch jetzt verabredet worden, dass durch die Setzung der Grenzsteine keineswegs Privatrechte (iuribus privatorum) verletzt werden, sondern das Privateigentum (fundi privatorum) beider Seiten geschützt werden soll. Auf Kosten der Eigentümer haben die Beamten und Ingenieure die Grenze versteint und beschrieben. Dem Rezess ist ein exakter geometrischer Riß samt Abbildungen der Grenzsteine als Anlage beigegeben worden. Mit der Begehung ist bei einem auf der Hutweide von Leonhard Heilmann aus Elm gelegegen Grenzstein begonnen worden; nach der Beschreibung von 1719 war dies der Stein Nr. 81, nach der von 1731 der Stein Nr. 122. In der Grenzbeschreibung von 1512 ist dieser Stein als erster Stein genannt worden. Die Grenzsteine sind gemäß der Beschreibung abwechselnd auf den beiden Herrschaftsgebieten gesetzt worden. Alle Steine sind mit dem Datum 1731 versehen worden; der Grenzgang endete 1732 September 27. Der Beschreibung ist eine geometrische Grenzkarte mit Angabe der Distanz zwischen den Steinen, gemessen in Ruten und Schuhen, beigefügt worden. Während einer früheren Begehung ist durch das Los entschieden worden, dazu das fuldische Längenmaß einzusetzen. Der Rezess ist in dreifacher Form ausgefertigt worden. Dabei hat der fuldische Gesandte das für das Kloster Fulda bestimmte Schreiben allein unterfertigt, während die anderen Ausfertigungen jeweils vom königlich schwedischen und fürstlich hessischen Gesandten sowie vom hanauischen Gesandten zusammen unterzeichnet wurden, um dieses ihrer jeweiligen Herrschaft vorzulegen. Handlungsort: Schlüchtern. (So geschehen Schlüchtern den 27ten Septembris 1732). Es folgt die Wiedergabe der Unterschriften: Johann Philipp Lange, Wilhelm Eckhard Faust. - Im nachfolgend angehängten, auszugsweise kopierten Rezess [S. 15-S. 262] wird zunächst festgehalten, dass das Kloster Fulda und die Grafschaft Hanau ihre gemeinsame Grenze bis zum 122. Grenzstein festgelegt haben. Ab dort ist ein Abgeordneter des Hauses Hessen zur Begehung hinzugekommen, um bei der Regulierung der Grenze zwischen dem fuldischen Amt Neuhof und dem hanauischen Amt Brandenstein mitzuwirken. Mit der Grenzversteinung ist 1732 September 10 ab dem 122. Stein begonnen worden. In der alten Beschreibung von 1719 ist dies der 81. beschriebene Stein. Die Steine sind mit der Jahreszahl 1731 versehen worden. Der Abstand zum 123. Stein beträgt 155 Gradus, 34 Ruten und neun Schuhe [S. 17]. Nachfolgend werden die genaue Lage der einzelnen Steine bis zum 294. Stein erläutert [S. 18-S. 101]. Danach folgt eine Auflistung der 28 Grenzsteine zwischen dem fuldischen Amt Sannerz und den hanauischen Ämtern Brandenstein und Steinau sowie der Stadt Schlüchtern [S. 102-128]. Im Anschluß folgt eine Auflistung von Untertanen verschiedener Orte im Amt Brandenstein, deren genau vermessenen Grundstücke entlang des fuldischen Amts Neuhof, des fuldischen Gerichtsbezirks Herolz und des fuldischen Amts Sannerz an der Grenze liegen [S. 129-262]. Wilhelm Eckhard Faust, Rentmeister im Amt Brandenstein, hat diese Vermessung gesondert in Anwesenheit fuldischer Beamter des Amts Herolz und Brandensteiner Untertanen bestätigt. Handlungsort: Elm. (Geschehen Elm den 20ten Octobris 1732). (siehe Abbildungen: Vorderseite, 1. Seite, 2. Seite, 3. und 4. Seite, 5. und 6. Seite, 7. und 8. Seite, 9. und 10. Seite, 11. und 12. Seite, 13. und 14. Seite, 15. Seite, 16. und 17. Seite, 18. und 19. Seite, 20. und 21. Seite, 22. und 23. Seite, 24. und 25. Seite, 26. und 27. Seite, 28. und 29. Seite, 30. und 31. Seite, 32. und 33. Seite, 34. und 35. Seite, 36. und 37. Seite, 38. und 39. Seite, 40. und 41. Seite, 42. und 43. Seite, 44. und 45. Seite, 46. und 47. Seite, 48. und 49. Seite, 50. und 51. Seite, 52. und 53. Seite, 54. und 55. Seite, 56. und 57. Seite, 58. und 59. Seite, 60. und 61. Seite, 62. und 63. Seite, 64. und 65. Seite, 66. und 67. Seite, 68. und 69. Seite, 70. und 71. Seite, 72. und 73. Seite, 74. und 75. Seite, 76. und 77. Seite, 78. und 79. Seite, 80. und 81. Seite, 82. und 83. Seite, 84. und 85. Seite, 86. und 87. Seite, 88. und 89. Seite, 90. und 91. Seite, 92. und 93. Seite, 94. und 95. Seite, 96. und 97. Seite, 98. und 99. Seite, 100. und 101. Seite, 102. Seite, 103. und 104. Seite, 105. und 106. Seite, 107. und 108. Seite, 109. und 110. Seite, 111. und 112. Seite, 113. und 114. Seite, 115. und 116. Seite, 117. und 118. Seite, 119. und 120. Seite, 121. und 122. Seite, 123. und 124. Seite, 125. und 126. Seite, 127. und 128. Seite, 129. Seite, 130. und 131. Seite, 132. und 133. Seite, 134. und 135. Seite, 136. und 137. Seite, 138. und 139. Seite, 140. und 141. Seite, 142. und 143. Seite, 144. und 145. Seite, 146. und 147. Seite, 148. und 149. Seite, 150. und 151. Seite, 152. und 153. Seite, 154. und 155. Seite, 156. und 157. Seite, 158. und 159. Seite, 160. und 161. Seite, 162. und 163. Seite, 164. und 165. Seite, 166. und 167. Seite, 168. und 169. Seite, 170. und 171. Seite, 172. und 173. Seite, 174. und 175. Seite, 176. und 177. Seite, 178. und 179. Seite, 180. und 181. Seite, 182. und 183. Seite, 184. und 185. Seite, 186. und 187. Seite, 188. und 189. Seite, 190. und 191. Seite, 192. und 193. Seite, 194. und 195. Seite, 196. und 197. Seite, 198. und 199. Seite, 200. und 201. Seite, 202. und 203. Seite, 204. und 205. Seite, 206. und 207. Seite, 208. und 209. Seite, 210. und 211. Seite, 212. und 213. Seite, 214. und 215. Seite, 216. und 217. Seite, 218. und 219. Seite, 220. und 221. Seite, 222. und 223. Seite, 224. und 225. Seite, 226. und 227. Seite, 228. und 229. Seite, 230. und 231. Seite, 232. und 233. Seite, 234. und 235. Seite, 236. und 237. Seite, 238. und 239. Seite, 240. und 241. Seite, 242. und 243. Seite, 244. und 245. Seite, 246. und 247. Seite, 248. und 249. Seite, 250. und 251. Seite, 252. und 253. Seite, 254. und 255. Seite, 256. und 257. Seite, 258. und 259. Seite, 260. und 261. Seite, 262. Seite, Rückseite)
Unterschriften Unterschriften
(Nomine regis Wilhelm manu propria)
Formalbeschreibung Formalbeschreibung
Kopie, Papier, unbesiegelt

Informationen / Notizen


Zusatzinformationen Zusatzinformationen
Die vorliegende Urkunde ist eine Kopie von Nr. 2224.
Die Grenzsteinbeschreibung von 1512 ist nicht erhalten.
Landgraf Friedrich I. von Hessen-Kassel [1676-1751] war seit 1720 König von Schweden. Er war verheiratet mit Ulrike Eleonore, einer Tochter des schwedischen Königs Karl XI., die 1720 zu seinen Gunsten abdankte.
Der Grenzrezess enthält vereinzelt Vorentwürfe mit Bleistift für Zeichnungen von Grenzverläufen und Grenzsteinen [S. 17 und 18].
Vgl. Nr. 2211, Nr. 2212, Nr. 2213, Nr. 2214 und Nr. 2215.

Repräsentationen

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