Vollständige Signatur

HStAM, Urk. 75, 309

Urkunde


Identifikation (Urkunde)


Datierung Datierung
1335 Februar 20
Originaldatierung Originaldatierung
... unde dirre ist gegebin nach Godis gebuert druezehin hundirt jar in deme vunf und druzigisteme jare an deme Maintage nach sente Valentines tage

Vermerke (Urkunde)


(Voll-) Regest (Voll-) Regest
Landgraf Heinrich von Hessen schließt mit Heinrich [von Hohenberg], Abt von Fulda, ein Bündnis über zwei Jahre vom kommenden Walpurgistag [1337 Mai 1] an. Ausgenommen werden von beiden Seiten das Reich. Von Seiten des Ausstellers werden ausgenommen: [Erz-]Bischof Balduin [von Luxemburg], Beschirmer des [Erz-]Bistums Mainz; Otto [von Hessen], Erzbischof von Magdeburg, sein Bruder; Ludwig [II. von Hessen], Bischof von Münster; Bernhard [V. zur Lippe], Bischof von Paderborn; Markgraf Friedrich [II.] von Meißen, sein Schwager; Herzog Rudolf von Sachsen der Ältere und Herzog Rudolf, dessen Sohn; Graf Berthold von Henneberg und Graf Heinrich von Waldeck. Von Seiten Fuldas werden ausgenommen: das Erzbistum Mainz; der Bischof von Bamberg [Werntho Schenk von Reicheneck oder Leopold II. von Egloffstein]; Markgraf Friedrich von Meißen; Graf Berthold von Henneberg und Graf Heinrich, dessen Sohn. Ausgenommen werden auch alle, mit denen sie kraft ausgestellter Urkunden verbündet sind. Das Bündnis soll auch der Befriedung des Landes dienen. Wenn eine Krise (uflouf) entsteht, sollen beide Parteien stillhalten und die Entscheidung den Schiedsgerichten überlassen, die in Gebieten (da obene in dem lande) und (uf der Fulde) eingesetzt werden. Im Gebiet (obene in deme Lande) hat der Abt von Fulda Ritter Heinrich von Bimbach und Knappe Friedrich Moris (Morysen) zu Schiedsrichtern benannt; der Landgraf benennt Hermann von Romrod und Ritter Heinrich von Eisenbach. Als Obmann setzen beide gemeinsam den Ritter Friedrich von dem Herzberg ein. Im Gebiet (uf der Fulde) setzt Abt Heinrich Berthold von Wiesenfeld und Ritter Heinrich von Blafus als Schiedsrichter ein; der Landgraf bestimmt Ritter Ludwig von Baumbach (Boymbach) und Knappe Bodo Trott (Bodin Trottin). Als Obmann setzen sie gemeinsam den Ritter Friedrich von Romrod ein. Die Schiedsrichter sollen Streit binnen 14 Tagen entscheiden. Die Obleute sollen bei Uneinigkeit der Schiedsrichter binnen Monatsfrist entscheiden. Schiedsrichter und Obmänner beeiden das Bündnis. Siegelankündigung. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite)
Siegler Siegler
[Landgraf Heinrich von Hessen]
Formalbeschreibung Formalbeschreibung
Ausfertigung, Pergament, angehängtes Siegel (fehlt)
Druckangaben Druckangaben
Schannat, Historia Fuldensis, Nr. CLVI; Regest: Landgrafenregesten online, Nr. 923; Regesten Mainz I, 2, Nr. 3410

Informationen / Notizen


Zusatzinformationen Zusatzinformationen
Balduin von Luxemburg war von 1307 bis 1354 Erzbischof von Trier, von 1328 bis 1336 war er auch Administrator des Erzbistums Mainz und von 1331 bis 1337 mit Unterbrechungen Administrator der Bistümer Worms und Speyer.

Repräsentationen

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