1160

Complete identifier

HStAM, Urk. 75, 1160

Charter


Identification (charter)


Dating Dating
1480 Februar 18
Original dating Original dating
Datum et actum Fulde sub anno a nativitatis Domini millesimoquadringentesimoctaagesimo [!] die vero Veneris mensis Februarii decimaoctava

Notes (charter)


(Long) regestum (Long) regestum
Heinrich Fust, Propst der Marienkirche in Gotha, derzeit in Fulda anwesend (actu Fulde residens), Richter und Subkonservator der Rechte und Freiheiten von Abt, Dekan und Konvent von Fulda, bekundet, dass er von Johann Moler (Maler), Dekan des Stifts Neumünster in Würzburg, vom Baseler Konzil zum Richter und Konservator der Rechte des Klosters Fulda bestellt und mit der Möglichkeit zur Bestellung von Subkonservatoren versehen, zum Subkonservator bestellt worden ist. Er zitiert die im Folgenden inserierte Ernennung zum Subkonservator durch Johann Moler. In der Auseinandersetzung zwischen Johann [I. von Henneberg], Abt von Fulda, und Kaspar von Buchenau wird letzterer ordentlich und peremptorisch auf den neunten Tag nach Publikation der Zitation geladen, wenn der neunte Tag ein Gerichtstag ist, andernfalls auf den folgenden Gerichtstag. Ladungsort ist das Kloster Fulda. Als Zeit wird die übliche morgendliche Gerichtssitzung (audiencie causarum consueta) angegeben. Es wird angekündigt, dass vor Magister Heinrich Ryff (Rief), Kanoniker in Aschaffenburg, Bartholomäus von Hutten, Philipp Riedesel und Hieronymus [oder Hermann ?] Dugil (Dügel) als Schiedsleuten (arbitris) Zeugen in der von Kaspar als Kläger (actorem) vorgebrachten Klage gegen Abt und Kloster von Fulda über die Forderung von 600 Gulden wegen einer Urkunde bzw. eines Chirographs, die bei (N.) [!], Abt von Hersfeld, hinterlegt sind, verhört werden sollen. Die vorliegende Urkunde soll an den Toren des Klosters Fulda (in tabulis seu valvis dicti monasterii) publiziert werden. Siegelankündigung. Ausstellungs- und Handlungsort: Fulda. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers)
Signatures Signatures
(Henricus Dilge notarius subscripsit)
Sealer Sealer
Heinrich Fust, Propst der Marienkirche in Gotha
Formal description Formal description
Ausfertigung, Pergament (beschädigt), Notarszeichen, Siegel (beschädigt)

Information / Notes


Additional information Additional information
Vgl. zu Johann Moler Germania Sacra NF 26, 4, S. 343 f.; 1479/80 ist er in eine Streitsache zwischen Johann von Allendorf und dem Karmeliterkloster in Heilbronn verwickelt.
Papst Honorius III. [1216 bis 1227].
Vgl. zur Karolina Johanek, Karolina de ecclesiastica libertate, S. 814 f.
Inserierte Urkunde von 1476 Februar 20: Johann Moler (Maler), Dekan von St. Johann Neumünster in Würzburg, vom Baseler Konzil zum Richter und Konservator der Rechte und Freiheiten von Abt, Dekan und Konvent von Fulda und der von diesem abhängigen kirchlichen Institutionen bestellt, wendet sich an den Dekan von Rasdorf (sancti N. in Rostorff) und den Propst von St. Maria in Gotha und macht ihnen ein unbeschädigtes, mit einer Bleibulle besiegeltes Instrument des Konzils von Basel in einer durch einen Notar angefertigten Abschrift bekannt. Er bekundet, dass er zum Konservator von Johann [I. von Henneberg], Abt von Fulda, Dekan und Konvent von Fulda bestellt worden ist. Wegen der weiten Entfernung und seiner zahlreichen Amtsgeschäfte hat er um die Einsetzung von Subkonservatoren gebeten und sie mit seinen Vollmachten ausgestattet. Siegelankündigung. Notarszeichen. Zeugen: Burkhard Meng, Kaspar am Ende, Kleriker der Diözese Würzburg. Ausstellungs- und Handlungsort: Würzburg. (Datum et actum Herbipoli in decanatus ecclesie sancti Iohannis Novimonasterii predicti sub anno a nativitate Domini millesimoquadringentesimo septuagesimo sexto indictione nona pontificatus sanctissimi in Christo patris et domini nostri domini Sixti divina providentia pape quarti anno quinto die Mercurii vicesima mensis Februarii).
Inserierte Urkunde von 1435 Juli 13: Das allgemeine Konzil von Basel wendet sich an die Dekane von St. Johann Neumünster in Würzburg [Nikolaus Beyer], St. Bartholomäus in Frankfurt [Johann von Arheiligen oder Johann Blasbalg] und St. Severi in Erfurt und begründet unter Rückgriff auf das [vierte ?] Laterankonzil seine Pflicht, von Laien bedrohte Kirchen zu beschützen, droht bei Zuwiderhandlung wirksame Kirchenstrafen an, hebt die Zusammenarbeit von Papst Honorius III. und Kaiser Friedrich II. hervor, verbietet die Erhebung von Steuern von Kirchen, stellt Verletzungen von Kirchen unter den Bann des Kaiserreichs gemäß der von Kaiser Karl IV. erlassenen Karolina (de ecclesiastica libertate), und bestätigt den privilegierten Gerichtsstand der Geistlichen. Abt und Konvent von Fulda haben über Bedrückung geklagt. Daher erhalten sie nun das Recht, einen oder zwei Konservatoren zu ernennen. Das Konzil schärft die Bestimmung von Bonifatius VIII. ein, wonach u. a. das Kloster nur in der Entfernung von einer Tagesreise vor Gericht geladen werden darf. Papsturkunden dürfen nur gegen das Kloster verwendet werden, wenn die Klauseln dies explizit vorsehen. Ausstellungsort: Basel. Ad compescendos. (Datum Basilee tercio Ydus Iulii anno a nativitate Domini millesimoquadringentesimotricesimoquinto).

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