1692
Vollständige Signatur
ISG FFM, H.19.01, 1692
Urkunde
Identifikation (Urkunde)
Datierung
Datierung
25.02.1730 - 01.06.1730
Alte Archivsignatur
Alte Archivsignatur
Lit. O. Nr. 13
Provenienz
Organisations- und Aktenzeichen
Organisations- und Aktenzeichen
Bl. 3-6
Vermerke (Urkunde)
(Voll-) Regest
(Voll-) Regest
Nr. 1: Kaufvertrag vom 25.2.1730: Die Erben des Sachsenhausener Bürgerkapitäns Johann Peter Müller verkaufen an den Bürgerkapitän Paul Henrici ein Haus in Sachsenhausen und einen vor dem Affentor gelegenen "Cammer-Latten-Garten". Das verkaufte Haus darf durch eine Pumpe den Brunnen der benachbarten Schmiede mitbenutzen, wofür der Käufer die Hälfte von dessen Unterhaltungskosten tragen muss. Es steht gegenüber dem Deutschordenshaus zwischen der Schmiede Christoph Scherers und dem Pergamenter Johann Daniel Fechner und stößt hinten auf Dorothea Steitz´ Haus Zur Blume [später Lit. O. Nr. 25 bzw. Dreikönigsstraße 2]. Es ist mit einem jährlichen Grundzins von 56 Kreuzern und 1 Pfennig an das Weißfrauenkloster belastet. Der Garten liegt vor dem Affentor zwischen dem Cleeischen Hofgut und Johann Konrad Schleicher dem Älteren. Oben und unten stößt er auf einen Weg. Der Kaufpreis beträgt 3300 Gulden. Der Käufer hat einen Gottespfennig von 1 Gulden 30 Kreuzer für die Armen bezahlt. Bei den verkaufenden Erben handelt es sich um folgende Personen: Anna Judith Müller und ihr Beistand J. W. Franc von Lichtenstein; Maria Margaretha Müller; Johann Wilhelm Müller und sein Teilungsbeistand Dr. Johann Nikolaus Schedell; Antonetta Elisabetha Siegener, geb. Müller und ihr Mann Johann Matthäus Siegener; Anna Maria Müller und ihr Teilungsbeistand Georg Jakob Philippi.
Nr. 2: Kaufvertrag vom 1.4.1730: Henrici verkauft das Haus an den Chirurgen Christoph Schlicht. Der Kaufpreis beträgt 2800 Gulden und sechs Speciesdukaten. Der Käufer zahlt 500 Gulden und die Dukaten bar und übergibt dem Verkäufer einen Wechselbrief über 300 Gulden. Die übrigen 2000 Gulden bleiben als Restkaufschilling sechs Jahre auf dem Haus stehen bei 4% Zinsen.
Nr. 3a: Zweitausfertigung von Nr. 2.
Nr. 3b: Cessionserklärung vom 4.5.1733: Christoph Schlicht erklärt gemeinsam mit seiner zweiten Frau Lucia Maria Schlicht, dass er das Haus für seinen Sohn aus erster Ehe, Johann Christoph Schlicht gekauft hat und nun auf jeden Anspruch darauf verzichtet.
Nr. 4: Kaufvertrag vom 1.6.1730: Katharina Margaretha Dirpis, Witwe des Sachsenhausener Barbiers Johann Philipp Dirpis, verkauft an den Chirurgen Christoph Schlicht und dessen Sohn erster Ehe, Johann Christoph Schlicht (Chirurg), ihre Barbierstubengerechtigkeit. Der Kaufpreis beträgt 3200 Gulden sowie 30 Gulden für das dazugehörige Mobiliar.
[Diese Schriftstücke wurden dem Haus Zur unteren Schmiede, später Lit. O. Nr. 23 bzw. Brückenstraße 18 zugeordnet. Wahrscheinlich ist jedoch das Haus Lit. O. Nr. 14, später Brückenstraße 20 gemeint; vgl. Hausurkunden 1693-1699].
Nr. 2: Kaufvertrag vom 1.4.1730: Henrici verkauft das Haus an den Chirurgen Christoph Schlicht. Der Kaufpreis beträgt 2800 Gulden und sechs Speciesdukaten. Der Käufer zahlt 500 Gulden und die Dukaten bar und übergibt dem Verkäufer einen Wechselbrief über 300 Gulden. Die übrigen 2000 Gulden bleiben als Restkaufschilling sechs Jahre auf dem Haus stehen bei 4% Zinsen.
Nr. 3a: Zweitausfertigung von Nr. 2.
Nr. 3b: Cessionserklärung vom 4.5.1733: Christoph Schlicht erklärt gemeinsam mit seiner zweiten Frau Lucia Maria Schlicht, dass er das Haus für seinen Sohn aus erster Ehe, Johann Christoph Schlicht gekauft hat und nun auf jeden Anspruch darauf verzichtet.
Nr. 4: Kaufvertrag vom 1.6.1730: Katharina Margaretha Dirpis, Witwe des Sachsenhausener Barbiers Johann Philipp Dirpis, verkauft an den Chirurgen Christoph Schlicht und dessen Sohn erster Ehe, Johann Christoph Schlicht (Chirurg), ihre Barbierstubengerechtigkeit. Der Kaufpreis beträgt 3200 Gulden sowie 30 Gulden für das dazugehörige Mobiliar.
[Diese Schriftstücke wurden dem Haus Zur unteren Schmiede, später Lit. O. Nr. 23 bzw. Brückenstraße 18 zugeordnet. Wahrscheinlich ist jedoch das Haus Lit. O. Nr. 14, später Brückenstraße 20 gemeint; vgl. Hausurkunden 1693-1699].
Rückvermerk
Rückvermerk
Nr. 1: "Kauffbrieff des Hauses zu Sachsenhausen à Anna Judith Müllerin"; "3300 F."; "25. Febr. 1730"
Nr. 2: "Kauff Brieff des Hauses in Sachsenhausen à Paul Henrici. 2800 F. u. 6 Spec. Ducaten in Kauff. 1730 d. 1. April"
Nr. 3: "Kauff Brieff des Hauses zu Sachsenhausen à Paul Henrici ad Joh. Christoph Schlicht. 2800 F. u. 6 Spec. Ducaten in Kauff"; "1730 Henrici, 1733 d. 4 May Schlicht"
Nr. 2: "Kauff Brieff des Hauses in Sachsenhausen à Paul Henrici. 2800 F. u. 6 Spec. Ducaten in Kauff. 1730 d. 1. April"
Nr. 3: "Kauff Brieff des Hauses zu Sachsenhausen à Paul Henrici ad Joh. Christoph Schlicht. 2800 F. u. 6 Spec. Ducaten in Kauff"; "1730 Henrici, 1733 d. 4 May Schlicht"
Zeugen
Zeugen
Nr. 1: Christoph Henrici (Beistand des Käufers)
Nr. 2: Christoph Henrici (Beistand des Verkäufers), Johann Christoph Schlicht (Zeuge), Friedrich Magnus Wecker und Johann Gottfried Müller als Beistände des Käufers
Nr. 4: Johann Daniel Fay, Johann Philipp Kayser und Friedrich Ludwig Löw (Chirurg)
Nr. 2: Christoph Henrici (Beistand des Verkäufers), Johann Christoph Schlicht (Zeuge), Friedrich Magnus Wecker und Johann Gottfried Müller als Beistände des Käufers
Nr. 4: Johann Daniel Fay, Johann Philipp Kayser und Friedrich Ludwig Löw (Chirurg)
Siegler
Siegler
Nr. 1: Lacksiegel und Unterschriften der Verkäufer und ihrer Beistände sowie des Käufers und seines Beistandes
Nr. 2 u. 3a: Lacksiegel und Unterschriften des Verkäufers, Käufers, der Beistände und Zeugen sowie Oblatensiegel und Unterschrift des Notars Josef Theodor Buchtenkirch; Nr.3b: Lacksiegel und Unterschrift der Eheleute Schlicht
Nr. 4: Lacksiegel und Unterschriften der Verkäuferin, der Käufer und der Beistände sowie Oblatensiegel und Unterschrift des Notars Wolfgang Heinrich Pollich
Nr. 2 u. 3a: Lacksiegel und Unterschriften des Verkäufers, Käufers, der Beistände und Zeugen sowie Oblatensiegel und Unterschrift des Notars Josef Theodor Buchtenkirch; Nr.3b: Lacksiegel und Unterschrift der Eheleute Schlicht
Nr. 4: Lacksiegel und Unterschriften der Verkäuferin, der Käufer und der Beistände sowie Oblatensiegel und Unterschrift des Notars Wolfgang Heinrich Pollich
Literatur
Literatur
Battonn VII, S. 84.
Deskriptoren
Deskriptoren
Personen: Müller, Johann Peter: Bürgerkapitän; Henrici, Paul: Bürgerkapitän; Scherer, Christoph: Schmied; Fechner, Johann Daniel: Pergamenter; Steitz, Dorothea; Schleicher, Johann Konrad: der Ältere; Müller, Anna Judith; Müller, Maria Margaretha; Franc von Lichtenstein, J. W.; Müller, Johann Wilhelm; Schedell, Johann Nikolaus; Siegener, Antonetta Elisabetha: geb. Müller; Siegener, Johann Matthäus; Müller, Anna Maria; Philippi, Georg Jakob; Schlicht, Christoph: Chirurg; Schlicht, Johann Christoph: Chirurg; Wecker, Friedrich Magnus; Müller, Johann Gottfried; Buchtenkirch, Josef Theodor: Notar; Schlicht, Lucia Maria; Dirpis, Katharina Margaretha; Dirpis, Johann Philipp: Barbier; Fay, Johann Daniel; Kayser, Johann Philipp; Löw, Friedrich Philipp: Chirurg; Pollich, Wolfgang Heinrich: Notar;
Sachbegriffe: Affentor; Deutschordenshaus; Blume; Lit. O. Nr. 25; Dreikönigsstraße 2; Gebäude; Grundzins; Cleeisches Hofgut; Gottespfennig; Lit. O. Nr. 13; Schmiede, untere; Brückenstraße 18; Lit. O. Nr. 14; Brückenstraße 20;
Körperschaften: Weißfrauenkloster;
Orte: Sachsenhausen;
Informationen / Notizen
Zusatzinformationen
Zusatzinformationen
Sprache: deutsch
Beschreibstoff: Papier
Repräsentationen
| Typ | Bezeichnung | Zugang | Information | Aktion |
|---|---|---|---|---|
| Original | Urkunde | Detailseite anzeigen |