454
Vollständige Signatur
ISG FFM, H.19.01, 454
Urkunde
Identifikation (Urkunde)
Datierung
Datierung
1831 - 15.10.1834
Alte Archivsignatur
Alte Archivsignatur
Lit. E. Nr. 189
Provenienz
Organisations- und Aktenzeichen
Organisations- und Aktenzeichen
Bl. 4-6
Vermerke (Urkunde)
(Voll-) Regest
(Voll-) Regest
[Im Juli 1831 hatte der Zehntaufseher Philipp Ludwig Blum und seine Frau Catharina Caroline, geb. Böhner, von dem Schneidermeister Johann Heinrich Voltz und seiner Frau Caroline Wilhelmine Eleonore, geb. Nagel, verw. Wunderlich, durch einen Interimskaufvertrag das Haus Lit. E. Nr. 189 auf dem Komödienplatz gekauft. Für die auf dem Haus lastenden beiden Insätze müssen die Käufer den Verkäufern halbjährlich 330 Gulden Zinsen bezahlen (130 an die Voltz direkt und weitere 200, die dieser an die Niederländische Gemeinde zahlen muss, vgl. Nr. 2, Beilagen 4-5, 7].
Nr. 1a, Anlage 1: Am 30.3.1833 erklärte Blum jedoch, dass er die am 1.4.1833 fälligen Halbjahreszinsen solange nicht zahlen werde, bis der Rechtsstreit mit Voltz wegen der Insätze erledigt ist.
Nr.1a, Anlage 2: Am 1.4.1833 zahlte Voltz die 200 Gulden Zinsen an die Niederl. Gem., wofür er von dem Senior der Gemeinde, Johann Ludwig Günther, eine Quittung erhielt. Laut Vermerk sind die Zinsen die beiden nächsten Male an den Senior C[arl] P[hilipp] Hörle, Schwanenapotheke ([Lit.] K. [Nr.]135) zu zahlen.
Nr. 1a: Am 2.4.1833 wendet sich Voltz wegen Blums Weigerung mit einer Imploration an das Frankfurter Appellationsgericht. Nr.1b: Am 22.4.1833 verweist das Appellationsgericht die Angelegenheit wieder an das Stadtgericht als erste Instanz zurück. Am 25.4.1833 erhält Blum die vorliegende Abschrift von Voltz' Imploration mitsamt dem Dekret des Appellationsgerichtes. [Erst am 14.5.1833 zahlt Blum die 330 Gulden an Voltz, vgl. Nr.2, Beilage 8]. Daraufhin wurde am gleichen Tag der Hauptkaufvertrag angefertigt.
Nr. 2 Hauptkaufvertrag (Abschrift des Notars Dr. Georg Andreas Hauff vom 10.7.1833): Voltz und seine Frau verkaufen an Blum und seine Frau das Haus Lit. E. Nr. 189 auf dem Komödienplatz. Die Kinder der Verkäuferin aus erster Ehe, Johann Ulrich und Maria Louise Elisabetha Wunderlich, haben dem Verkauf zugestimmt. Das Objekt ist mit einem Laternengeld von 3 Gulden an das Bauamt und mit einem Insatz von 10000 Gulden (4% Zins) an die Niederländische Gemeinde belastet. Der Kaufpreis beträgt 18500 Gulden, wovon die Käufer bereits 2000 bar bezahlt haben. Außerdem haben sie vom 1.10.1831 an den Insatz übernommen (3 Jahre, 4% Zinsen). Die restlichen 6500 Gulden stehen seit dem 1.10.1831 für 3 Jahre als zweiter Insatz (4% Zins) auf dem Haus.
Dem Hauptkaufvertrag liegen folgende Schriftstücke bei: 3 Quittungen des Verkäufers Voltz über die empfangenen Raten der Anzahlung (Beilage 1: Am 1.10.1831 über 1000 Gulden, Beilage 3: Am 1.2.1832 über 500 Gulden, Beilage 6: Am 1.10.1832 über 500 Gulden), 2 Schreiben Blums an Voltz (Beilage 2 vom 1.2.1832, Beilage 5 vom 1.10.1832), 6 Quittungen des Verkäufers Voltz über die halbjährlichen Insatzzinsen (Beilagen 4, 7-11, vom 1.4.1832-15.10.1834), 3 Quittungen der Niederländischen Gemeinde für die Insatzzinsen (Beilagen 12-14, vom 1.10.1833-15.10.1834).
Nr. 3a-c (mit 3 Beilagen): Unterlagen zur Ablösung der beiden Insätze. Da Voltz seinen Insatz zum 1.10.1834 gekündigt hat, löst Blum am 15.10.1833 beide Insätze (10000 Gulden an die Niederländische Gemeinde und 6500 an Voltz) ab, indem er zwei neue Insätze aufnimmt: 14000 Gulden bei den Schwartzischen Kindern (3 Jahre, 4% Zinsen) und 2500 Gulden (3 Jahre, 5% Zinsen) bei dem Steindeckermeister Anton Finck und seiner Frau Elisabetha, geb. Klein. Dabei werden noch folgende Personen erwähnt: Der Stadtkämmreirezeptor Caspar Ziegler, Adam Schrodt (Heusenstamm), Martin Holzmann (Heusenstamm), Heynm Benedict Guttenclein (Heusenstamm), Christoph Kaus (Heusenstamm), Andreas Sattler (Hausen).
Nr. 1a, Anlage 1: Am 30.3.1833 erklärte Blum jedoch, dass er die am 1.4.1833 fälligen Halbjahreszinsen solange nicht zahlen werde, bis der Rechtsstreit mit Voltz wegen der Insätze erledigt ist.
Nr.1a, Anlage 2: Am 1.4.1833 zahlte Voltz die 200 Gulden Zinsen an die Niederl. Gem., wofür er von dem Senior der Gemeinde, Johann Ludwig Günther, eine Quittung erhielt. Laut Vermerk sind die Zinsen die beiden nächsten Male an den Senior C[arl] P[hilipp] Hörle, Schwanenapotheke ([Lit.] K. [Nr.]135) zu zahlen.
Nr. 1a: Am 2.4.1833 wendet sich Voltz wegen Blums Weigerung mit einer Imploration an das Frankfurter Appellationsgericht. Nr.1b: Am 22.4.1833 verweist das Appellationsgericht die Angelegenheit wieder an das Stadtgericht als erste Instanz zurück. Am 25.4.1833 erhält Blum die vorliegende Abschrift von Voltz' Imploration mitsamt dem Dekret des Appellationsgerichtes. [Erst am 14.5.1833 zahlt Blum die 330 Gulden an Voltz, vgl. Nr.2, Beilage 8]. Daraufhin wurde am gleichen Tag der Hauptkaufvertrag angefertigt.
Nr. 2 Hauptkaufvertrag (Abschrift des Notars Dr. Georg Andreas Hauff vom 10.7.1833): Voltz und seine Frau verkaufen an Blum und seine Frau das Haus Lit. E. Nr. 189 auf dem Komödienplatz. Die Kinder der Verkäuferin aus erster Ehe, Johann Ulrich und Maria Louise Elisabetha Wunderlich, haben dem Verkauf zugestimmt. Das Objekt ist mit einem Laternengeld von 3 Gulden an das Bauamt und mit einem Insatz von 10000 Gulden (4% Zins) an die Niederländische Gemeinde belastet. Der Kaufpreis beträgt 18500 Gulden, wovon die Käufer bereits 2000 bar bezahlt haben. Außerdem haben sie vom 1.10.1831 an den Insatz übernommen (3 Jahre, 4% Zinsen). Die restlichen 6500 Gulden stehen seit dem 1.10.1831 für 3 Jahre als zweiter Insatz (4% Zins) auf dem Haus.
Dem Hauptkaufvertrag liegen folgende Schriftstücke bei: 3 Quittungen des Verkäufers Voltz über die empfangenen Raten der Anzahlung (Beilage 1: Am 1.10.1831 über 1000 Gulden, Beilage 3: Am 1.2.1832 über 500 Gulden, Beilage 6: Am 1.10.1832 über 500 Gulden), 2 Schreiben Blums an Voltz (Beilage 2 vom 1.2.1832, Beilage 5 vom 1.10.1832), 6 Quittungen des Verkäufers Voltz über die halbjährlichen Insatzzinsen (Beilagen 4, 7-11, vom 1.4.1832-15.10.1834), 3 Quittungen der Niederländischen Gemeinde für die Insatzzinsen (Beilagen 12-14, vom 1.10.1833-15.10.1834).
Nr. 3a-c (mit 3 Beilagen): Unterlagen zur Ablösung der beiden Insätze. Da Voltz seinen Insatz zum 1.10.1834 gekündigt hat, löst Blum am 15.10.1833 beide Insätze (10000 Gulden an die Niederländische Gemeinde und 6500 an Voltz) ab, indem er zwei neue Insätze aufnimmt: 14000 Gulden bei den Schwartzischen Kindern (3 Jahre, 4% Zinsen) und 2500 Gulden (3 Jahre, 5% Zinsen) bei dem Steindeckermeister Anton Finck und seiner Frau Elisabetha, geb. Klein. Dabei werden noch folgende Personen erwähnt: Der Stadtkämmreirezeptor Caspar Ziegler, Adam Schrodt (Heusenstamm), Martin Holzmann (Heusenstamm), Heynm Benedict Guttenclein (Heusenstamm), Christoph Kaus (Heusenstamm), Andreas Sattler (Hausen).
Zeugen
Zeugen
Nr. 2: Johann Peter Magnus, Johann Georg Tranck;
Siegler
Siegler
Nr. 1b: Unterschrift des Kanzleisekretärs [Maximilian Friedrich] Elsässer;
Nr. 2: Lacksiegel und Unterschrift des Notars Hauff;
Nr. 2, Beilagen 1, 3-4, 6-11: Unterschrift des Verkäufers Voltz; Beilagen 2 u. 5: Unterschrift des Käufers Blum; Beilagen 12 u. 14: Oblatensiegel der Niederl. Gem., Unterschrift des Seniors Carl Philipp Hoerle; Beilage 13: Oblatensiegel der Niederl. Gem., Unterschrift des Seniors G.J. Hetzler;
Nr. 2: Lacksiegel und Unterschrift des Notars Hauff;
Nr. 2, Beilagen 1, 3-4, 6-11: Unterschrift des Verkäufers Voltz; Beilagen 2 u. 5: Unterschrift des Käufers Blum; Beilagen 12 u. 14: Oblatensiegel der Niederl. Gem., Unterschrift des Seniors Carl Philipp Hoerle; Beilage 13: Oblatensiegel der Niederl. Gem., Unterschrift des Seniors G.J. Hetzler;
Deskriptoren
Deskriptoren
Personen: Günther, Johann Ludwig: Senior d. Niederländ. Gem.; Voltz, Johann Heinrich: Schneidermeister; Elsässer, Maximilian Friedrich: Sekretär der Appellationsgerichtskanzlei; Voltz, Caroline Wilhelmine Eleonore: geb. Nagel, verw. Wunderlich; Wunderlich, Johann Ulrich; Wunderlich, Maria Louise Elisabetha; Blum, Philipp Ludwig: Zehntaufseher; Blum, Katharina Carolina: geb. Böhner; Magnus, Johann Peter; Trank, Johann Georg; Hauff, Georg Andreas: Notar; Hoerle, Karl Philipp: Senior d. Niederl. Gem.; Hetzler, G. J.: Senior d. Niederl. Gem.; Finck, Anton: Steindeckermeister; Finck, Elisabetha: geb. Klein; Ziegler, Kaspar: Rezeptor der Stadtkämmerei; Schwartzische Kinder; Schwartz; Schrodt, Adam: aus Heusenstamm; Holzmann, Martin: Heusenstamm; Guttenclein, Heynm Bendedict: Heusenstamm; Kaus, Christoph: aus Heusenstamm; Sattler, Andreas: aus Hausen;
Sachbegriffe: Lit. E. Nr. 189; Gebäude; Komödienplatz; Theaterplatz; Insatz; Laternengeld; Lit. K. Nr. 135; Schwan, Apotheke;
Körperschaften: Bauamt; Appellationsgericht;Niederländische Gemeinde
Orte: Heusenstamm; Hausen;
Informationen / Notizen
Zusatzinformationen
Zusatzinformationen
Sprache: Deutsch
Beschreibstoff: Papier
Repräsentationen
| Typ | Bezeichnung | Zugang | Information | Aktion |
|---|---|---|---|---|
| Original | Urkunde | Detailseite anzeigen |