StadtA KS Bestand C 57

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Posenenske, Paul Friedrich

Bestandsdaten

Geschichte des Bestandsbildners

Professor Dipl. Ing. Paul Friedrich Posenenske, geboren am 9. September 1919 in Breslau, wuchs in einem sozialliberal geprägten Elternhaus auf. Nach dem Architekturstudium in Berlin und Breslau 1938-1941 und dem Kriegsdienst 1941-1945, trat er in den hessischen Staatsdienst, zunächst in das Staatsbauamt Hanau, danach Schlüchtern, Wiesbaden und Rüdesheim Großgerau. 1949 wurde er in den BDA (Bund Deutscher Architekten) berufen, von 1952-1958 war er als Regierungsbaurat in Offenbach tätig. Zu dieser Zeit entwarf er den Neubau für das Zentralamt des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach (Bau 1955-1957). Im Jahr 1958 wurde Posenenske an die Staatliche Hochschule für Bildende Künste in Kassel (HBK) berufen, um dort den Lehrstuhl für Architektur zu übernehmen. Damit verbunden war der Entwurf des Neubaus der HBK, erbaut wurde diese von 1960-1969. Von 1960-1963 war er Direktor der HBK. 1961 bekam Posenenske den Auftrag, den Wiederauf- und Umbau des Schloss Wilhelmshöhe in Kassel vorzunehmen. Von diesem Auftrag trat er allerdings 1969 zurück, aufgrund massiver Kritik seitens der Museumsleitung hinsichtlich seiner Pläne. Von 1970 an saß Prof. Posenenske im Gründungsausschuss des 'Institut für Wohnen und Umwelt' der hessischen Landesregierung. Er entwarf außerdem diverse Verwaltungs- und Schulgebäude, Studentenwohnheime und Bauten für Kirchen. Im Jahr 1981 ging er in den Ruhestand, war aber nach wie vor als selbstständiger Architekt tätig, hielt Vorträge und, als Vertreter der Moderne der Nachkriegszeit, mahnte und kritisierte er fleißig, teilweise mit beißendem Spott. Im Jahr 2001 bekam er, zusammen mit drei weiteren Architekten, den Hessischen Kulturpreis für sein Lebenswerk verliehen. Posenenske war zweimal verheiratet und adoptierte drei Kinder. 1987 zog er mit seiner Familie nach Pottum im Westerwald, wo er im Jahr 2004 verstarb.

Enthält

Der Bestand enthält vor allem Akten und Pläne zum Neubau der Hochschule für Bildende Künste in Kassel sowie zum Umbau des Schlosses Wilhelmshöhe. Darüber hinaus sind Unterlagen zu einigen kleineren Projekten sowie zur Organisation des Architekturbüros und eine Akte mit privater Korrespondenz vorhanden.

Weitere Angaben (Bestand)

Referent

Dr. Alexandra Lutz

Bearbeiter

Eine erste Verzeichnung des Nachlasses erfolgte im August 2007 durch Dipl. Ing. Susanne Grieser. Im November und Dezember 2012 wurden diese Daten durch den studentischen Mitarbeiter Florian Wolf in HADIS eingegeben und dabei leicht überarbeitet. Zusätzlich verfasste er den oben stehenden Text zur Biografie von Paul Friedrich Posenenske.