AdJb Bestand A 224

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Freie Schulgemeinde Wickersdorf

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Am 7.10.1992 gab die Freie Schulgemeinde Wickersdorf in Auflösung 18,5 lfm Schriftgut an das Kreisarchiv Saalfeld ab. Dieses umfasst Akten und Sammlungsgut der Freien Schulgemeinde Wickersdorf GmbH und ihrer Nachfolgeinstitutionen bis 1991 mit einem Schwerpunkt auf der Überlieferung nach 1945. Diese Unterlagen liegen unter den Signaturen 1-406, 445 und 449 vor.
Am 28.5.2008 wurden dem Kreisarchiv erneut 0,5 lfm Schriftgut zur Verwahrung angeboten, diesmal von dem ehem. Wickersdorfer Schüler und späteren Russischlehrer Hubertus Scholz. Diese Ablieferung hat folgende Schwerpunkte:
- Sachakten und Sammlungsgut der Schulparteileitung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands und der Grundorganisation der FDJ 'Dr. Richard Sorge'.
- Sachakten und Teile aus Sachakten, die Herr Scholz vor einer Kassation bewahrte.
- Von Herrn Scholz gesammelte Dokumente zu Schule und Schulalltag sowie zwei bebilderte Chroniken zum Aufenthalt sowjetischer Gastlehrer in Wickersdorf.
Da die von Herrn Scholz abgegebenen Archivalien die vorhandene Überlieferung gut ergänzten, wurden sie unter den Signaturen 407-444, 446-448 und 450 in den Bestand 'Freie Schulgemeinde Wickersdorf und Nachfolger' integriert. Der Bestand wurde von Februar bis Juli 2008 für die Sicherungsverfilmung erschlossen. Dabei wurden die Sachakten mit einer Blattzählung versehen.

Geschichte des Bestandsbildners

Die Freie Schulgemeinde Wickersdorf GmbH wurde am 1.9.1906 als reformpädagogische Internatsoberschule für Knaben und Mädchen gegründet. Oberstes Beschlussgremium war die drei- bis viermal jährlich tagende 'Schulgemeinde', die ihren Namen von der Schweizer Landgemeinde ableitete. Die Schüler hatten darin ebenso wie die Lehrer ein Stimmrecht. Bei der Gründung der Freien Schulgemeinde wurde die Rechtsform der GmbH gewählt.
In der Zeit von 1906-33 stand die Schule in enger Verbindung zur Jugendbewegung und zu reformpädagogischen Kreisen. 1931 waren die Nationalsozialisten in Thüringen erstmals an der Regierung beteiligt. Sie nahmen zunehmend Einfluss auf die Schule, die sich seit 1933 nur noch 'Schulgemeinde Wickersdorf GmbH' nannte. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde 1933 ein neuer Schulleiter eingesetzt. Die von langer Hand geplante Umwandlung der GmbH in eine Landesstiftung 1941 ermöglichte es nicht nur, die bisherigen Strukturen zu zerschlagen, sondern sich einen großen Teil des eingebrachten Vermögens 'nichtarischer' Gesellschafter anzueignen. Die Schule behielt ihren bisherigen Status als Privatschule, wurde jedoch 1943 umbenannt in 'Deutsche Heimschule Wickersdorf'.
Nach der Einnahme Thüringens durch amerikanische Truppen am 72.4.1945 wurde der Unterricht nur für wenige Tage ausgesetzt. Die offizielle Genehmigung zur Fortsetzung des Schulbetriebs erteilte der sowjetische Stadtkommandant von Saalfeld allerdings erst am 9.7.1945. Die Schule wurde Anfang 1946 zu einer nicht rechtsfähigen Stiftung des Landkreises Saalfeld und erhielt den ursprünglichen Namen 'Freie Schulgemeinde Wickersdorfl' zurück. Sie sollte in Anknüpfung an ihre Tradition zu einer 'tragenden Säule der demokratischen Schulreform' werden. Doch bereits 1952 durfte die Schule ihren ursprünglichen Namen nicht mehr führen, sondern wurde in 'Oberschule Wickersdorf' umbenannt. Ebenfalls 1952 erhielt die Oberschule Wickersdorf neben zwei weiteren Schulen der damaligen DDR die Aufgabe, den erweiterten Russischunterricht in A-Klassen zu erproben. 1964 wurde sie zur Spezialschule für den erweiterten Russischunterricht für die Südbezirke der DDR ausgebaut.
Die Öffnung der Mauer am 10.11.1989 löste auch in Wickersdorf eine Phase des Umbruchs aus. Unter Schülern und Lehrern wurde ein demokratischer Neuanfang diskutiert. In Erinnenrng an ihre Anfänge nannte sich die Schule seit 25.5.1990 wieder 'Freie Schulgemeinde Wickersdorf'. In der Bemühung, die Schule vor einer Auflösung zuretten, bekam diese ab 1.9.1990 ein neues Profil als Spezialschule für Sprachen. Die Schüler sollten Unterricht in mindestens drei Sprachen erhalten. Doch schon wenig später beschloss das Kultusministerium eine Schließung der Schule zum Juli 1991, die trotz verschiedener Initiativen von Schülern, Eltern und Lehrer nicht mehr abgewendet werden konnte.
Namen und Rechtsformen der Schule:
1.9.1906 Freie Schulgemeinde Wickersdorf GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung)
27.3.1933 Schulgemeinde Wickersdorf GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung)
21.3.1941 Stiftung Schulgemeinde Wickersdorf Thüringen, Oberschule für Jungen (Landesstiftung)
7.2.1943 Deutsche Heimschule Wickersdorf (Landesstiftung)
21.1.1946 Freie Schulgemeinde Wickersdorf (Stiftung ohne eigene Rechtsfähigkeit im Besitz des Landkreises Saalfeld)
10.3.1952 Oberschule Wickersdorf
1959 Erweiterte polytechnische Schule mit erweitertem Russischunterricht Wickersdorf
22.5.1964 Erweiterte Internatsoberschule - Oberschule zur Vorbereitung auf das Russischstudium - Wickersdorf,
kurz: 'Spezialoberschule (EOS) Wickersdorf'
7.1.1967 Schule der deutsch-sowjetischen Freundschaft, Spezialoberschule (EOS) zur Vorbereitung auf das Russischlehrerstudium
1984 Spezialoberschule (EOS) zur Vorbereitung auf ein Diplomlehrerstudium für Russisch,
Schule der deutschsowjetischen Freundschaft Wickersdorf
25.5.1990 Freie Schulgemeinde Wickersdorf
Juli 1991 Schließung der Schule
Die Schulleiter in Wickersdorf (1906-1991):
1906-1910 Dr. Gustav Wyneken
1906-1908 Paul Geheeb
1910-1914 Martin Luserke
1914-1916 Dr. Brnhard Hell
1916-1917 Bernhard Uffrecht
1917-1919 Martin Luserke
1919-1920 Dr. Gustav Wyneken
1920-1925 MartinLuserke
1925-1927 August Halm
1927-1929 Peter Suhrkamp
1929-1930 Dr. Fernand Petitpierre
1930-1933 Jaap Kool
1933-1941 Paul Döring
1941-1945 Dr. Werner Meyer
1945-1946 Walburga Köhler
1946 Dr. Johannes Fiebach
1946-1947 Dr. Franz Brumberg
1947-1948 Dr. Wilhelm Schmidt
1948-1950 Dr. Erwin Irgang
1950-1954 Helmut Kormann
1954 Kurt Rennert
1954-1958 Max Holley
1958-1964 Dr. Otto Gebhardt
1964-1968 Reimar Schiedung
1968-1990 Dieter Barth
1990-1991 Dr. Dieter Saalmann

Enthält

Bestandsanalyse:
Der Bestand umfasst Sachakten der Freien Schulgemeinde Wickersdorf und ihrer Nachfolger von 1906-91 sowie Sammlungsgut von 1912-2006 (Kaiserreich bis zur wiedervereinigten Bundesrepublik Deutschland). Dabei kann die Freie Schulgemeinde Wickersdorf von 1906-33 als pädagogisches Experiment und Modellschule gelten, von der wichtige Impulse für die zeitgenössische Reformpädagogik und die Jugendbewegung ausgingen. Kennzeichnend für diese frühe Phase waren experimentelle Strukturen und ein gleichberechtigter und freiheitlicher Umgang zwischen Lehrern und Schülern. Die Schule erfuhr aber nach 1931 tief greifende Veränderungen als Folge der gewandelten Situation im 'Dritten Reich', in der DDR und im wiedervereinigten Deutschland. Über 80 % der Akten stammen aus der Zeit von 1945-91. In den Sachakten wird v.a. die Tätigkeit der Schulleitung abgebildet. Diese findet ihren Niederschlag im Schriftverkehr mit vorgesetzten Behörden und anderen Bildungseinrichtungen sowie im Verfassen von Berichten, Statistiken und Planungsunterlagen. Hinzu kommt das Schriftgut des Pädagogischen Rats der Schule, der Elternbeiräte, der Schulparteileitung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands sowie der Grundorganisation der Freien Deutschen Jugend. Für die Zeit von 1906-45 ist die Überlieferung der GmbH besonders hervorzuheben. Sie bildet u.a. die erzwungene Umwandlung in eine Stiftung von 1941 ab. Da die meisten Akten unter den nationalsozialistischen Schulleitern nahtlos weitergeführt wurden, ergibt sich hier eine Kontinuität, die eine schleichende Vereinnahmung der Schule auch auf der Aktenebene abbildet. Außerdem sind für diesen Zeitraum Dokumente zum Schulalltag sowie Finanz- und Bauakten überliefert. Der Bestand besteht zu über 15 % aus Schriftgut zum Unterrichtsbetrieb wie Klassenbüchern, Prüfungsunterlagen und Zeugnissen sowie aus Akten aus der Schüler- und Personalverwaltung. Zwar reichen einige dieser Unterlagen bereits bis 1912 zurück, die meisten stammen jedoch aus der Zeit nach 1945. Aus der Zeit von 1972-2006 liegt ebenfalls Sammlungsgut vor. Dazu gehören Chroniken, Zeitungs- und Bildberichte, Gästebücher und Auszeichnungsunterlagen. Bemerkenswert sind mehrere Fotoalben und Fotos aus der Zeit von 1972-86, die einen optischen Eindruck des Schullebens vermitteln und die aufgrund ihres hohen Informationswertes erweitert erschlossen wurden.

Literatur

Gustav Wyneken, Freie Schulgemeinde Wickersdorf. Kleine Schriften. Hrsg. von Ulrich Herrmann. Jena: IKS Garamond 2006 (= Pädagogische Reform in Quellen Bd. 4).

Darstellungen Hartmut Alphei / Ulrich Hermann, 100 Jahre Wickersdorf. Eine kritische Vergegenwärtigung des Wollens und Wirkens von Gustav Wyneken und der Freien Schulgemeinde Wickersdorf. In: Die Freie Schulgemeinde Wickersdorf. Hg. Stiftung Jugendburg Ludwigstein und Archiv der deutschen Jugendbewegung. Redaktion Hartmut Alphei / Ulrich Herrmann / Susanne Rappe-Weber. Schwalbach/Taunus: Wochenschau-Verlag 2006 (= Historische Jugendforschung. Jahrbuch des Archivs der deutschen Jugendbewegung. NF Bd. 3/2OO6). S. 72-22.

Dieter Barth, Der Beitrag der Freien Deutschen Jugend zur klassenmäßigen Erziehung der Schüler. In: Spezialschule zur Vorbereitung auf das Russischlehrerstudium 'Schule der deutsch-sowjetischen Freundschaft'. Humanistische Tradition und sozialistische Gegenwart. 1906-1981. Hrsg. v. d. Spezialschule EOS Wickersdorf. Saalfeld: Gutenberg Buchdruckerei / Verlagsanstalt Saalfeld 1981. S. 35-42.

Dieter Barth, Die Internatsschule Wickersdorf in den Jahren 1945 bis 1991. Baden-Baden: mcb-Verlag 1999. (= edition 'die westfront' Bd. 2).

Dieter Barth, Zum achtzigiährigen Bestehen der heutigen Spezialschule Wickersdorf. Teil 1: Von der Gründung der Freien Schulgemeinde. In: Saalfeld-Information 1/2 (1987), S. 12-13. Teil 2.: Die Entwicklung der Schule von 1945 bis 1964. In: Saalfeld-Information 3/4 (1987), S.21-22. Teil 3.: Die Spezialschule EOS Wickersdorf. In: Saalfeld-Information 5/6 (1987), S. 22-23.

Beate Broßmann, Die Rolle der Staatssicherheit an der EOS Wickersdorf. Das Beispiel der IM-Tätigkeit des Lehrers Robert Dietzel 1968-1988. In: Gerbergasse 18. Forum für Geschichte und Kultur. Heft 44, Ausg. I/2007. S. 15-19.

Robert Dietzel, Wir stellen vor: Spezialoberschule Wickersdorf. Schule der deutsch-sowjetischen Freundschaft. Saalfeld-Information Nr. 3/4 1983, S. 19-20.

Ulrich Herrmann, Freie Schulgemeinde als 'Burg der Jugend' und Jugendkultur durch 'Dienst am Geist'. [In: Die Freie Schulgemeinde Wickersdorf. Hg. Stiftung Jugendburg Ludwigstein und Archiv der deutschen Jugendbewegung. Redaktion Hartmut Alphei / Ulrich Herrmann / Susanne Rappe-Weber. Schwalbach/Taunus: Wochenschau-Verlag 2006 (= Historische Jugendforschung. Jahrbuch des Archivs der deutschen Jugendbewegung. NF Bd. 3/2006). S. 41-67.

Bernhard Hüttenrauch, Die EOS Wickersdorf in der Wendezeit 1989/90. Die Erinnerungen eines ehemaligen Lehrers. In: Die Freie Schulgemeinde Wickersdorf. Hg. Stiftung Jugendburg Ludwigstein und Archiv der deutschen Jugendbewegung. Redaktion Hartmut Alphei / Ulrich Herrmann / Susanne Rappe-Weber. Schwalbach/Taunus: Wochenschau-Verlag 2006 (= Historische Jugendforschung. Jahrbuch des Archivs der deutschen Jugendbewegung. NF Bd. 3/2006). S. 256-278.

Die Freie Schulgemeinde Wickersdorf. Hg. Stiftung Jugendburg Ludwigstein und Archiv der deutschen Jugendbewegung. Redaktion Hartmut Alphei / Ulrich Herrmann / Susanne Rappe-Weber. Schwalbach/Taunus: Wochenschau-Verlag 2006 (= Historische Jugendforschung. Jahrbuch des Archivs der deutschen Jugendbewegung. NF Bd. 3/2006).

Sven Reiß, 100 Jahre Wickersdorf - Werk und Wirkung Gustav Wynekens. Eine Ausstellung im Archiv der deutschen Jugendbewegung (27.10.2006-30.4.2007). In: Die Freie Schulgemeinde Wickersdorf. Hg. Stiftung Jugendburg Ludwigstein und Archiv der deutschen Jugendbewegung. Redaktion Hartmut Alphei / Ulrich Herrmann / Susanne Rappe-Weber. Schwalbach/Taunus: Wochenschau-Verlag 2006 (= Historische Jugendforschung. Jahrbuch des Archivs der deutschen Jugendbewegung. NF Bd. 3/2006). S. 103-118.

Eva Seeber, Die Freie Schulgemeinde Wickersdorf in der NS-Zeit. In: Die Freie Schulgemeinde Wickersdorf. Hg. Stiftung Jugendburg Ludwigstein und Archiv der deutschen Jugendbewegung. Redaktion Hartmut Alphei / Ulrich Herrmann / Susanne Rappe-Weber. Schwalbach/Taunus: Wochenschau-Verlag 2006 (= Historische Jugendforschung. Jahrbuch des Archivs der deutschen Jugendbewegung. NF Bd. 3/2006). S. 216-242.

Karsten Speck, Von der 'Spezialschule zur Vorbereitung auf das Russischlehrerstudium' zur wiederentstandenen 'Freien Schulgemeinde Wickersdorf' und ihrer Auflösung. In: Die Freie Schulgemeinde Wickersdorf. Hg. Stiftung Jugendburg Ludwigstein und Archiv der deutschen Jugendbewegung. Schwalbach/Taunus: Wochenschau-Verlag 2006 (= Historische Jugendforschung. Jahrbuch des Archivs der deutschen Jugendbewegung. NF Bd. 3/2006). S. 243-255.

Justus H. Ulbricht. 'Kernland' - 'Herzland' - 'Neuland'. Thüringen um 1900 als Laboratorium der Moderne. In: Die Freie Schulgemeinde Wickersdorf. Hg. Stiftung Jugendburg Ludwigstein und Archiv der deutschen Jugendbewegung. Redaktion Hartmut Alphei / Ulrich Herrmann / Susanne Rappe-Weber. Schwalbach/Taunus: Wochenschau-Verlag 2006 (= Historische Jugendforschung. Jahrbuch des Archivs der deutschen Jugendbewegung. NF Bd. 3/2006). S. 23-40.

Manfred Wagner, Unter Legende ins Dienstzimmer des Direktors. Die inoffiziellen MfS-Kontakte in der EOS Wickersdorf. In: Gerbergasse 18. Forum für Geschichte und Kultur. Heft 37, Ausg. ll/2005. S. 15-19.

Wickersdorf - eine Schule des Lebens 1906-2006. Ein Beitrag zur Chronik in Bildern. Herausgegeben anlässlich des 100. Jahrestages der Gründung der Freien Schulgemeinde Wickersdorf. Hg. v. Lebensgemeinschaft Wickersdorf e.V. / Heimatverein Wickersdorf e.V. Wickersdorf 2006.

Findmittel

Online-Datenbank (HADIS)

Weitere Angaben (Bestand)

Bearbeiter

Irmgard Fliedner-Grandke

Benutzung

Die Originale werden im Kreisarchiv vom Landratsamt des Landkreises Saalfeld/Saale archiviert. Das AdJb verfügt über Digitalisate.

Informationen / Notizen

Zusatzinformationen

Abkürzungen:

BAföG Bundesausbildungsförderungsgesetz

BRD Bundesrepublik Deutschland

DDR Deutsche Demokratische Republik

DSF Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft

DVP Deutsche Volkspolizei

EOS Erweiterte Oberstufe

EIOS Erweiterte Internatoberschule

FDJ Freie Deutsche Jugend

GO Grundorganisation

GSO Große sozialistische Oktoberrevolution

GST Gesellschaft für Technik und Sport

IM Inoffizieller Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR

LPG Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft

MfS Ministerium für Staatssicherheit der DDR

MMM Messen der Meister von Morgen

NVA Nationale Volksarmee

SED Sozialistische Einheitspartei Deutschlands

Stasi Staatssicherheitsdienst der DDR

VEB Volkseigener Betrieb