StadtA KS Bestand A 3.37

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Brandschutz

Laufzeit

1836-1966

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Die bislang einzige Abgabe des damaligen Brandschutzamtes erfolgte 1980.

Geschichte des Bestandsbildners

Die Berufsfeuerwehr wurde 1891 gegründet. Ab 1818 waren im Zuge der Reform des Feuerlöschwesens, die mit der Feuerordnung von 1818 begann, herrschaftliche und städtische Feuerlöschbrigaden und eine Rettungsgesellschaft entstanden. 1860 gründete sich die freiwillige Turner-Feuerwehr, die zunächst nur mit Rettungsaufgaben betraut war. 1876 wurde eine nur nachts besetzte Brandwache in der Mauerstraße eingerichtet.
Die Berufsfeuerwehr hatte nach ihrer Gründung 1891 zunächst 12 hauptamtlich Beschäftigte. Nach der Eingemeindung von Wehlheiden 1899 wurde zusätzlich zu der bereits bestehenden Wache in der Mauerstraße eine zweite Feuerwache in der alten Stadtkaserne (Luisenstraße/Westendstraße) eingerichtet. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Personal auf über 100 Personen verstärkt und die Ausrüstung verbessert. Die vollständige Umstellung von Pferdegespannen auf Automobile beschloss der Magistrat 1913. 1914 konnten durch die verbesserte Versorgung die letzten freiwilligen Feuerwehren in den Vororten aufgelöst werden. Seit 1895 befand sich in der Feuerwache Mauerstraße eine Samariterstelle, die Sanitäter der Hilfsdienste hatten jedoch eigene Rettungsstellen. 1926 führte eine lose Arbeitsgemeinschaft mit dem Roten Kreuz, die der Branddirektor leitete, zu einer stärkeren organisatorischen und logistischen Verzahnung. Später schloss sich der Sanitätssturm der SA der Arbeitsgemeinschaft an. Nach 1935 übernahm die städtische Feuerwehr Krankentransport und Rettungsdienst in vollem Umfang.
Bereits 1933 war die Feuerwehr als Feuerlöschpolizei in die kommunale Polizeiverwaltung eingegliedert und diese in die Organisation des Luftschutzes und den Sicherheits- und Hilfsdienst (SHD) eingebunden worden. In der Folgezeit vergrößerte sich der Einsatzbereich durch die Eingemeindungen von 1936. Die in den neuen Stadtteilen Harleshausen, Niederzwehren, Oberzwehren, Nordshausen, Waldau und Wolfsanger bestehenden Freiwilligen Feuerwehren wurden im Kreisfeuerwehrverband der Stadt Kassel zusammengefasst. 1938 wurde die bisherige Feuerlöschpolizei als Feuerschutzpolizei zur vierten Sparte der Ordnungspolizei und als solche staatlicher Aufsicht unterstellt.
1945 wird die Berufsfeuerwehr mit Hilfe der in Kassel vorhandenen Werksfeuerwehren neu aufgestellt. Die zerstörte Feuerwehrwache in der Westerburgstraße und der Fahrzeugpark werden wieder aufgebaut. Zusätzlich zu den 45 verbliebenen Feuerwehrbeamten werden 13 Hilfsfeuerwehrmänner eingestellt. 1951/52 beschließt die Feuerlöschkommission die Einrichtung des Fuldarettungsdienstes, für den Rettungsstationen eingerichtet und Taucher ausgebildet werden. Die neue Hauptfeuerwache (Feuerwache 1) an der Wolfhager Straße wird 1970 fertig gestellt, 1980 der Neubau der Feuerwache 2 in der Heinrich-Schütz-Allee.
1974 schließen sich die vier Organisationen, die im Krankentransport und Rettungsdienst tätig sind, in einer Arbeitsgemeinschaft zusammen. Ihre Einsatzfahrzeuge werden einer gemeinsamen Leitstelle unterstellt. Über die Leitfunkstelle Hessen-Nord mit überörtlichen Aufgaben, die 1989 neu installiert wird, erfolgt auch der Einsatz des Rettungshubschraubers 'Christoph 7'. Das Brandschutzamt wird 1999 in 'Feuerwehr' umbenannt.

Literatur

Andreas Giller/ Klaus Mierke/ Hansfrieder Petig (Hg.), 100 Jahre Berufsfeuerwehr Kassel 1891-1991. Eine Dokumentation, Kassel 1991.