StadtA Grün Bestand N1

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Karl Stein

Laufzeit

1873-1974, (2009)

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Der Bestand N1 'Karl Stein' wurde im Rahmen zweier Abgaben im August 2009 und Januar 2010 durch die Enkelin des Bruders Karl Steins, Frau Sigrid Russo, dem Stadtarchiv Grünberg übereignet.

Geschichte des Bestandsbildners

Dr. Karl Ludwig Stein wurde am 8. Dezember 1885 als Sohn des Ludwig Stein († 5. Juli 1911) und der Anna Elisabeth Luise Nebhut († 10. Mai 1906) in Grünberg geboren. Er besuchte von 1892 bis 1895 die Volksschule und von 1895 bis 1899 die höhere Bürgerschule in Grünberg und wechselte schließlich bis 1904 an das Realgymnasium in Gießen, wo er am 7. März 1904 das Abitur ablegte. Karl Stein studierte in Gießen und Berlin Veterinärmedizin, schloss die tierärztliche Doktorprüfung im November 1908, die Tierzuchtinspektor-Prüfung im März 1910 und die Prüfung für den Staatsdienst im Veterinärfach im Herbst desselben Jahres ab. Nach Beendigung seiner Ausbildung war er seit 1910 - unterbrochen durch den Ersten Weltkrieg - als Tierarzt in Großfelda und von 1920 bis 1929 als Amtsveterinärarzt und Veterinärrat in Gießen tätig. Am 1. April 1929 trat er schließlich eine Stelle als Oberveterinärrat und Leiter des Kreisveterinäramtes in Friedberg an, die er bis zu seiner Pensionierung am 1. Januar 1951 innehatte.
Noch während seiner Berufsausbildung heiratete Karl Ludwig Stein am 15. August 1910 in Büdingen die 1887 geborene Elise Christiane Mariane Scheld, genannt Elisabeth. Ein Jahr später, am 25. Juli 1911, wurde Sohn Ludwig geboren, der jedoch während des Zweiten Weltkrieges 1940 infolge einer Herzerkrankung starb. Karl Stein lebte mit Elisabeth seit 1929 bis zu seinem Tode am 16. November 1978 in Friedberg. Beerdigt wurde er neben seiner bereits 1967 verschiedenen Frau in Grünberg auf dem Friedhof an der Hospitalkirche.
Obwohl Karl Stein Grünberg früh verließ, blieb er seinem Geburtsort doch stets verbunden und ist den Grünbergern heute noch als Dichter des Gallusmarktliedes 'Mein Grünberg, traute Heimatstadt…' wohlbekannt. Als Gallusmarkt-Besucher kehrte er auch regelmäßig in seine Heimatstadt zurück. Anläßlich des 450. Gallusmarktes schrieb Karl Stein ein Festspiel, das die Verleihung des Marktrechtes 1481 und Szenen eines Gallusmarktes um 1900 schildert. Als Würdigung seines Engagements für seine Heimatstadt erhielt er auf dem Gallusmarkt des Jahres 1952 einen der begehrten 'Grimmicher Ehrenlöffel'.
Karl Steins jüngerer Bruder, Ernst Konrad Karl Stein, geboren am 1. November 1888, war als Bäckermeister in Grünberg tätig und heiratete Pauline Bachmann. Aus dieser Ehe gingen die Söhne Erwin (* 1915 in Grünberg, † 5. Juni 1940 in Estrées-Deniécourt), Kurt (* 27. März 1920 in Grünberg), der als Bäcker- und Konditormeister tätig war, und Ernst Ludwig Stein (* 1925 in Grünberg, † 1990) hervor.
Die Enkelin Ernst Steins und Tochter Ernst Ludwig Steins, Frau Sigrid Russo, geb. Stein (* 11. Juni 1959), hat den vorliegenden Bestand N 1 'Nachlass Karl Stein' im Jahr 2009 bzw. 2010 dem Stadtarchiv Grünberg übereignet.

Enthält

Familiengeschichtliche Notizen, Korrespondenz der Familie Stein, Postkarten, Fotographien

Findmittel

Arcinsys

Findbuch

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

0,08 lfm

Bearbeiter

Dipl.-Archivarin Marei Söhngen-Haffer M.A., 2010