HStAM Bestand 912

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Limburg-Weilburg, Landkreis

Laufzeit

1874 - 1986

Siehe

Korrespondierende Archivalien

Übersicht der digitalisierten Personenstandsnebenregister

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Die Personenstandszweitbücher des Kreises Limburg-Weilburg wurden im Februar 2011 an das Hess. Personenstandsarchiv in Neustadt abgegeben. Knapp 470 Bände, die aufgrund der gesetzlichen Vorgaben eigentlich an das Archiv abgegeben werden müssten, verblieben vorerst aufgrund konservatorischer Schäden bei der Standesamtsaufsicht in Weilburg. Die Nebenregister der letzten drei Folgejahrgänge bis 1903/1933/1983 wurden im Mai 2014 übernommen. Im November 2014 wurden 349 entschimmelte und gereinigte Nebenregister an das Personenstandsarchiv abgegeben, so dass derzeit noch ca. 150 Nebenregister fehlen. Im März 2015 wurden die Jahrgänge 1904/1934/1984 bei der Standesamtsaufsicht in Weilburg abgeholt. Die Abgabe der Jahrgänge 1905/1935/1985 erfolgte im Frühjahr 2016 an das Personenstandsarchiv. Die Nebenregister der Folgejahrgänge 1906/1936/1986 wurden im Mai 2017 übernommen.

Geschichte des Bestandsbildners

Altkreis Limburg
Der Kreis Limburg wurde durch die Kreisordnung vom 7.6.1885 (PrGSlg. S. 235 Anlage A II Nr. 7) aus den Ämtern Limburg, Hadamar ohne die Gemeinden Niedertiefenbach und Waldernbach sowie Idstein mit den zum Amtsgerichtsbezirk Camberg gehörigen Gemeinden Camberg, Dombach, Eisenbach, Erbach, Niederselters, Oberselters, Schwickershausen und Würges gebildet. Die Verordnung vom 1.8.1932 gliederte dem Landkreis Limburg die bisher zum Kreis Usingen gehörenden Gemeinden Haintchen und Hasselbach ein.
Altkreis Oberlahnkreis
Der Oberlahnkreis mit der Kreisstadt Weilburg wurde durch § 4 Abs. 4 der Verordnung vom 22.2.1867 (PrGSlg. S. 275) aus den Ämtern Weilburg Hadamar und Runkel gebildet. Die Kreisordnung vom 7.6.1885 beließ dem Kreis vom Amt Hadamar, das zum Kreis Limburg geschlagen wurde, nur die Gemeinden Niedertiefenbach und Waldernbach und wies ihm neu die Gemeinde Rückershausen des Amtes Rennerod zu, das seit 1867 zum Oberwesterwaldkreis gehörte. Durch § 97 der Verordnung vom 1.10.1932 wurden dem Oberlahnkreis die bisher zum Kreis Usingen zählenden Gemeinden Emmershausen, Gemünden, Heinzenberg, Mönstadt und Winden eingegliedert. Diese Regelung wurde jedoch durch § 10 Abs. 3 des Gesetzes vom 17.7.1933 wieder rückgängig gemacht.
Kreis Limburg-Weilburg
Im Rahmen der hessischen Kreisreform vereinigte sich der Oberlahnkreis mit dem Kreis Limburg durch einen freiwilligen Gebietsänderungsvertrag vom 1. Juli 1974 zum Landkreis Limburg-Weilburg. Hierbei wechselten drei Gemeinden in benachbarte Landkreise über. Hasselbach (Taunus) wurde Teil der Großgemeinde Weilrod und schloss sich somit dem Hochtaunuskreis an. Altenkirchen und Philippstein, vormals dem Oberlahnkreis zugehörig, wurden zu Stadtteilen der Stadt Braunfels und gehören somit nunmehr dem Lahn-Dill-Kreis an.

Im Bestand 912 sind auch die Sterbenebenregister des Standesamtes Hadamar archiviert, welches die Todesfälle in der Landesheilanstalt Hadamar beurkundete. Diese war von 1941 an eine der sechs von der Berliner T4-Zentrale eingerichteten Gasmordanstalten im Deutschen Reich. Bei der Angabe der Todesursachen in den Sterbenebenregistern kann davon ausgegangen werden, dass die zuständigen Standesbeamten nicht die tatsächlichen eintrugen, sondern, um diese zu verschleiern, unverfängliche Todesursachen wie "Grippe" oder "Lungenentzündung" verwendeten. Hier ist der Abgleich mit weiteren Unterlagen wie den Krankenakten erforderlich, um die Todesursachen der genannten Personen genauer erforschen zu können.

Enthält

57 Standesämter
Geburtsnebenregister 1874-1906
Heiratsnebenregister 1874-1936
Sterbenebenregister 1874-1986

Literatur

Historisches Ortslexikon Hessen

Findmittel

Arcinsys-Datenbank

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

78,98 MM; 9.073 Bände

Referent

Frau Dietzsch-Uhde

Informationen / Notizen

Zusatzinformationen

Letzte Aktualisierung: 13.07.2017