HStAM Bestand Urk. 146

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Germanisches Nationalmuseum Nürnberg (GNM)

Laufzeit

1347-1804

Siehe

Korrespondierende Archivalien

Urk. 13 Generalrepertorium [ehemals Urk. A I t]; Urk. 14 Landgräfliche Aktiv- und Passivlehen [ehemals Urk. A I u]; Urk. 49 Hessische Adels- und Bürgerfamilien [ehemals Urk. A VI]; Urk. 75 Fulda, Reichsabtei [ehemals Urk. R I a]; Urk. 76 Fulda, Lehnreverse [ehemals Urk. R I b]; Urk. 80 Fulda, Adelsarchive [ehemals Urk. R IX]; Best. 17 c Regierung Kassel Lehnhof; Best. 17 d Regierung Kassel Familienrepositur; Best. 17 e Regierung Kassel Ortsreposituren; Best. 95 Adel und Lehnhof.

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Im Jahre 1975 wurde dem Hessischen Staatsarchiv Marburg inoffiziell bekannt, daß das Germanische Nationalmuseum Nürnberg die Auflösung seines im 19. Jahrhundert eingerichteten 'Urkundenarchivs' beabsichtigte (vgl. hierzu und zum folgenden: StAM, Dienstregistratur, J e 7). Am 24. und 25. November 1975 besuchten AOR Dr. Lachmann und AR z. A. Dr. Klüßendorf das Museum, um eine Durchsicht der Bestände vorzunehmen und die Übernahme der den Marburger Sprengel betreffenden Urkunden vorzubereiten. Da eine Beschränkung der Durchsicht auf diese Stücke jedoch nicht möglich war - die Zuordnung der Archivalien zu den historischen Territorien des heutigen Landes Hessen war nicht immer korrekt -, wurden auch die Stücke, die den Wiesbadener oder Darmstädter Sprengel betrafen, in Augenschein genommen. Zudem stellte sich heraus, daß von seiten des Germanischen Nationalmuseums keine kostenlose Abgabe an die zuständigen Archive, sondern ein Verkauf geplant war. Die drei Hessischen Staatsarchive beantragten daher bei der Landesregierung nach vorherigen Berechnungen einen Betrag von 100.000 DM an Sondermitteln, um den Ankauf der Urkunden, Akten und Amtsbücher unter Federführung des Hessischen Staatsarchivs Marburg zu realisieren. Eine erste Rate von 50.000 DM wurde vom Kultusministerium für das Haushaltsjahr 1979 bewilligt; die zweite Rate, für das Haushaltsjahr 1980 vorgesehen, konnte nicht mehr ausgegeben werden, da das Germanische Nationalmuseum inzwischen starke Einschränkungen bei der Auswahl der abzugebenden Archivalien vorgenommen hatte. Am 30. April 1981 wurden die vom Land Hessen erworbenen Stücke an das Hessische Staatsarchiv Marburg übergeben (Acc. 74/1982) und anschließend auf die Hessischen Staatsarchive aufgeteilt. - 1989/90 wurden nochmals Archivalien des Germanischen Nationalmuseums durch das Land Hessen erworben, was allerdings schlechter dokumentiert ist.
In den Jahren 2007-2016 wurden die einzelnen Überlieferungen vereinzelt und umverpackt, die Siegel wurden mit Siegeltaschen versehen und die Signaturen wurden auf Numerus Currens umgestellt.

Geschichte des Bestandsbildners

Das Germanische Nationalmuseum Nürnberg ist das größte kulturgeschichtliche Museum des deutschsprachigen Raumes. Es beherbergt rund 1,3 Millionen Objekte von der Frühzeit bis in die unmittelbare Gegenwart. Das Historische Archiv des Museums baute im 19. Jahrhundert eine Sammlung von Urkunden und Siegelabgüssen auf. Dazu kaufte es in den 1850er bis 1880er vor allem Adels- und Privatarchive (oder deren Reste) auf, um so nicht in Konkurrenz zu den staatlichen Archiven zu treten.

Enthält

Gütergeschäfte, Patronatsangelegenheiten, Geburtszeugnisse, Vergleiche

Lehenbriefe und -reverse verschiedener Lehensgeber für verschiedene Empfänger

Lehnbriefe der Abtei bzw. des Bistums Fulda für verschiedene Familien, v.a. von Hutten, Burggrafen von Kirchberg, von Rosenbach

Literatur

Heinrich Friedrich Avemann, Vollständige Beschreibung des uralten und weitberühmten Hochgräflichen Geschlechts der Herren Reichsgraf- und Burggrafen von Kirchberg in Thüringen: in vier Theilen abgehandelt; samt einem Anhange vieler Diplomatum, Briefe, Documenten u. dgl., Frankfurt a.M. 1747.

Karl Diel, Die Freiherrn von Fechenbach. Ihr Wirken in Kirche und Staat (Veröffentlichungen des Geschichts- und Kunstvereins Aschaffenburg, 1), Aschaffenburg 1951. [Signatur Dienstbibliothek: II B 621a]

Louis Ferdinand Freiherr von Eberstein, Urkundliche Geschichte des reichsritterlichen Geschlechtes Eberstein vom Eberstein auf der Rhön, Bd. 1, 2. Auflage, Berlin 1889. [Signatur Dienstbibliothek: XV B 476a]

Berthold Jäger , Das geistliche Fürstentum Fulda in der Frühen Neuzeit: Landesherrschaft, Landstände und fürstliche Verwaltung. Ein Beitrag zur Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte kleiner Territorien des Alten Reiches (Schriften des Hessischen Landesamtes für geschichtliche Landeskunde, 39), Marburg 1986. [Signatur Dienstbibliothek: VII B 164-39]

Hatto Kallfelz, Archiv der Freiherren von Fechenbach zu Laudenbach. Teil 1: Das Familienarchiv (Bayerische Archivinventare, 43), München 1988. [Signatur Dienstbibliothek: II B 145ab]

Johann Friedrich Schannat, Fuldischer Lehn-Hof sive de clientela Fuldensi beneficiaria nobili et equestri tractatus historico-iuridicus, Frankfurt a. M. 1726. [Signatur Dienstbibliothek: IX A 1413]

Ludwig Veit, Das Historische Archiv und das Archiv für Bildende Kunst, in: Das Germanische Nationalmuseum Nürnberg 1852-1977. Beiträge zu seiner Geschichte, hg. v. Bernward Deneke und Rainer Kashnitz, München u. a. 1978, S. 521-545.

Georg Voß, Bau- und Kunstdenkmäler Thüringens, Heft 40: Amtsgerichtbezirk Eisenach. Die Landorte, Jena 1915. [Signatur Dienstbibliothek III B 4689]

Georg Ulrich Großmann, Germanisches Nationalmuseum. Das Nationalmuseum der Bundesrepublik Deutschland in Nürnberg, in: Memoria. Kultur - Stadt - Museum, hg. von A. Sohn, Bochum 2006, S. 299-318.

Findmittel

Arcinsys-Datenbank

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

119 Urkunden

Benutzung

Die Urkunden werden im Original vorgelegt.