HStAD Bestand H 55 B

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Beschreibung

Serie

Bezeichnung

(Fach-)Hochschulen

Identifikation (kurz)

Titel

Fachhochschule Gießen-Friedberg (heute: Technische Hochschule Mittelhessen)

Laufzeit

1928-1988

Siehe

Korrespondierende Archivalien

Stadtarchiv Friedberg (Bestand: 1.2.14.Poly). Dort auch einige wenige Akten aus der Zeit nach 1958.

Bestandsdaten

Geschichte des Bestandsbildners

Die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) ist eine Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) mit Standorten in Friedberg, Gießen und Wetzlar sowie Außenstellen in Bad Hersfeld, Bad Wildungen, Bad Vilbel, Biedenkopf und Frankenberg.
Ihre Gründung erfolgte 1971 als Fachhochschule.
Heute ist sie die viertgrößte Fachhochschule in der Bundesrepublik Deutschland.

Die Anfänge der Technischen Hochschule in Gießen gehen auf die 1838 vom Landesgewerbeverein Darmstadt gegründeten „Schule für technisches Zeichnen“ zurück. Im gleichen Jahr entstand eine „Gewerbeschule“, die 1842 zu einer „Rechenschule für Handwerker“ erweitert wurde. 1846 erfolgte die Zusammenführung mit der Schule für technisches Zeichnen zur „Handwerkerschule“. Lehrfächer waren 1890: Konstruktives Zeichnen, Baukonstruktionslehre, Baumaterialienlehre, Baustilkunde, Festigkeitslehre, Kostenberechnung, Maschinenzeichnen, Freihandzeichnen und Modellieren, Darstellende Geometrie, Physik, Mechanik, Rechnen und Deutsch.
1909 wurde die Staatliche Abschlussprüfung eingeführt.
Die Schule wurde 1913 in „Großherzogliche Gewerbeschule – Bauschule“ umbenannt.
Im Jahr 1921 erfolgte die Umbenennung in „Staatliche Gewerbeschule Gießen“ und 1925 in „Staatliche Gewerbe- und Maschinenbauschule der Stadt Gießen“.
1937 wurde aus der Schule eine dreisemestrige Fachschule für Baugewerbe, Maschinenbau, Maler und Schreiner.
In der Nachkriegszeit fungierte die Schule als „Polytechnikum Gießen“ und nahm 1946 ihren Lehrbetrieb wieder auf. Bereits 1954 erfolgte die nächste Umbenennung in „Städtische Ingenieurschule Gießen (Polytechnikum)“.
Am 5. Mai 1958 übernahm das Land die Trägerschaft und gab der Einrichtung den Namen „Staatliche Ingenieurschule für Maschinenbau, Elektrotechnik und konstruktiven Ingenieurbau, Gießen“.
1971 wurde die „Fachhochschule Gießen“ gegründet, die aus den Staatlichen Ingenieurschulen Gießen und Friedberg sowie aus dem Pädagogischen Fachinstitut in Fulda bestand, das 1974 wieder ausgegliedert wurde (heutige Hochschule Fulda).
Am 1. August 1978 erfolgte die Umbenennung in „Fachhochschule Gießen-Friedberg“, um den Standort Friedberg auch im Namen deutlich zu machen.

Der Standort Friedberg begründet seine Tradition in der 1901 entstandenen Gewerbeakademie Friedberg, einer Privatanstalt, die 1908 städtisch wurde und in „Städtische polytechnische Lehranstalt“ unbenannt wurde.
1917 wegen zu geringer Studierendenzahlen geschlossen, erfolgte die Wiedereröffnung 1919. Die Menge der Studierenden stieg daraufhin stetig an und erforderte neue Räumlichkeiten.
Im Mai 1933 wurde aus dem Friedberger Polytechnikum das „Adolf-Hitler-Polytechnikum“ und später die „Adolf-Hitler-Ingenieurschule“. Die Einrichtung wurde 1945 auf Befehl der Amerikanischen Militärverwaltung geschlossen und 1946 mit den Abteilungen Maschinenbau, Elektrotechnik als Ingenieurschule sowie Hoch- und Tiefbau als Bauschule wieder eröffnet.
Aufgrund der zu hohen finanziellen Lasten für die Stadt Friedberg übernahm am 1. April 1958 das Land Hessen die Trägerschaft der Hochschule und benannte diese in „Staatliche Ingenieurschule Friedberg“ um. 1971 erfolgte die bereits erwähnte Eingliederung in die Fachhochschule Gießen, später Fachhochschule Gießen-Friedberg.

Am 21. April 2010 wurde durch den Senat beschlossen, den Namen der Hochschule von „Fachhochschule Gießen-Friedberg“ in „Technische Hochschule Mittelhessen“ zu ändern.

Enthält

Enthält bisher nur Personalakten und Personalbögen

Literatur

Silke Bock: Der Bologna-Prozess: Erfahrungen an den Hochschulen am Beispiel der Technischen Hochschule Mittelhessen. In: Europa vor neuen Herausforderungen, herausgegeben von Friedrich-Karl Feyerabend und Robert Malzacher, Gießen, Dezember 2012.

Hochschulstadt Friedberg – Die FH stellt sich vor, herausgegeben von Friedrich-Karl Feyerabend und Klaus Schmidt, Friedberg, August 2003.

Historie und Heute, Festschrift zum 25jährigen Bestehen der Fachhochschule Gießen-Friedberg, herausgegeben vom Rektor der FH, Gießen, September 1996.

Horst Tillmanns: Festschrift zur 75-Jahr-Feier des Polytechnikum Friedberg/Hessen. Friedberg, 1976.

Thomas Petrasch, Klaus-Dieter Rack: Von der Gewerbe-Akademie zur Technischen Hochschule – Friedberger Hochschulhistorie (1901–2011). In: Wetterauer Geschichtsblätter, Band 62. Verlag der Buchhandlung Bindernagel, Friedberg (Hessen) 2013.

Findmittel

Online Datenbank (Arcinsys)

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

0,875 m

Referent

Eva Rödel

Bearbeiter

verzeichnet