HHStAW Bestand 525

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Beschreibung

Serie

Bezeichnung

Internierungs- und Arbeitslager

Identifikation (kurz)

Titel

Arbeitslager Hersfeld, Kassel-Niederzwehren und Wegscheide

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Siehe Abt. 521!
Die Akten sind ein Teil des Zugangs vom 30.1.1951.

Geschichte des Bestandsbildners

Arbeitslager Hersfeld:
Im Frühjahr 1947 errichtete das Landesamt für Internierungs- und Arbeitslager gemeinsam mit der Stadt Hersfeld im ehemaligen Marinelager ein Arbeitslager für etwa 150 Betroffene, die vorwiegend bei der Regulierung der Fulda eingesetzt wurden. Nachdem sich die Stadt Hersfeld aufgrund der Auswirkungen der Währungsreform gezwungen sah, diese Arbeiten einzustellen, kündigte der Magistrat zum 10.7.1948 das Arbeitslager. Daraufhin wurde es aufgelöst und man verlegte die rund 120 Insassen ins Arbeitslager Kassel-Niederzwehren.
Arbeitslager Kassel-Niederzwehren:
In Kassel-Niederzwehren errichtete das Landesamt für Internierungs- und Arbeitslager im Januar 1947 das erste der Arbeitslager zur Ableistung der 'Sühne' von Betroffenen des Befreiungsgesetzes. Es besaß eine Aufnahmefähigkeit von 500 Personen. Das Arbeitslager bestand über die Währungsreform hinaus und beschäftigte die meisten seiner Insassen bei dem Amt für Wiederaufbau in Kassel. Am 21.12.1948 wurde es schließlich aufgelöst. Die verbliebenen 30 Insassen kamen in das letzte bestehende hessische Arbeitslager nach Darmstadt.
Arbeitslager Wetzlar:
Auf dem Gelände der Firma Stahlwerke Röchling-Buderus AG entstand im Frühjahr 1947 ein Arbeitslager für rund 320 Betroffene. Seit April 1947 arbeiteten die Inhaftierten sowohl innerhalb des Lagers als auch unmittelbar in der Stahlproduktion für dieses Unternehmen. Nach der Währungsumstellung sah die Röchling-Buderus AG keine weiteren Einsatzmöglichkeiten für die Internierten mehr und kündigte das Beschäftigungs- und Mietverhältnis bei dem Landesamt für Internierungs- und Arbeitslager. Daraufhin erfolgte am 31.7.1948 die Auflösung des Arbeitslagers Wetzlar.
Internierten-Außenkommandos Wegscheide und Weilburg:
Die im Verlaufe des Jahres 1947 errichteten Internierten-Außenkommandos Wegscheide und Weilburg wurden am 30. bzw. 31.3.1948 aufgelöst. Die verbliebenen Internierten des Außenkommandos Wegscheide kamen danach im stark kriegszerstörten Hanau, die des Außenkommandos Weilburg in Wiesbaden zum Einsatz.
Siehe auch Serientitel!

Enthält

3 lfm Akten 1947-1948 betr. Personal- und Organisationsangelegenheiten, Arbeitseinsätze, Lohnkarteien, Betreuung der Internierten.

Findmittel

Findbuch von Geisthardt, 1972 (masch.).

Online-Datenbank (Arcinsys)

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

3 lfm

Bearbeiter

F. Geisthardt, 1972

Deskriptoren

Hersfeld

Kassel

Wetzlar

Weilburg

Wegscheide