HStAD Bestand E 8 B

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Militärangelegenheiten: Militär- und Truppenverwaltung, Personalia

Laufzeit

(1460-) 1533 - 1880

Siehe

Korrespondierende Archivalien

Bestand G 61 (Kriegsministerium)

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Der Bestand wurde wie die anderen sog. 'alten Aktenabteilungen' (E-Bestände) im 19. Jahrhundert aufgebaut. Aus dem Gesamtbestand 'Kriegs- und Militärangelegenheiten' (ehem. Abteilung VIII) sind folgende Teilbestände dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer gefallen: Kriegsministerium und Generaladjutantur, Kriegsministerialurkunden sowie Kriegszeitungsarchiv Der Bestand reichte bis 1868/1872. Die Akten der Generaladjutantur sind im alten handschriftlichen Repertorium kursorisch verzeichnet. Zu den Kriegsministerialurkunden ist nichts Näheres bekannt. Einzelheiten zum 'Kriegszeitungsarchiv' sind aus den Publikationen von Ernst Götz und Fritz Herrmann bekannt..Die Verzeichnung beruht z.T. auf dem 1725 angelegten alten Repertorium des landgräflich-hessischen Archivars Johann August Buchner. Ab 1985 wurde durch Robert Schmitt auf der Basis der alten Akten eine Neubearbeitung des Inventars durchgeführt, die auch Grundlage der Online-Datenbank bzw. des DV-Ausdrucks wurde. Der ursprünglich unter der Bezeichnung 'E 8 C' geführte Restbestand des Generalquartiermeisterstabs im Kriegsministerium wurde ausgegliedert und zu einem neuen Bestand G 61 formiert. Eine völlige Neubearbeitung ist geplant.

Enthält

Die - neu klassifizierten -Hauptinhalte des Bestands betreffen:
(1) Militärverordnungen 1556-1819; - Salvagardien 1614- 1677; - Kriegsartikel und Werbungen 1636-1677; - Werbungen fremder Potentaten 1628-1828; - Stellung von Heerwagen 1646-1793; - Aufrichtung von Soldaten-Hochgerichten 1683-1754; - Festungen Auerbach, Babenhausen, Darmstadt, Frankenstein und Gießen mit Zeughausinventaren, Rechnungen und Garnisonsaufstellung 1546-1806; - Festungen Lichtenberg, Otzberg und Rüsselsheim 1546-1793; - Festungen Rheinfels (überwiegend an das Staatsarchiv Marburg abgegeben) und Katz, Starkenburg; - Militärbauwesen: Generalia und Darmstadt (mit Exerzierhaus 1769-1811), Nieder-Ramstadt und Butzbach 1709-1852.
(2) Militärpersonen: Anciennität 1706-1804; - Avancement, Generalia 1790-1819; - Offiziere, Generalia 1622-1821; - Untersuchungssachen gegen Militärpersonen, Generalia und Spezialia 1718-1821; - Freikorporals, Kadetten, Unteroffiziere, Oberbaumeister, Ingenieure, Proviantmeister, Hautboisten, Regimentssekretäre, Auditeure, Chirurgen, Feldprediger, Kriegsräte, Kriegskassenbeamte, Kriegs- und Marschkommissare 1622-1865; - Deserteure.
(3) Militärorganisation: Reglements, Manöverbestimmungen, Kriegsschule, Militärpflicht, Depotsachen, Kriegskassenetat, Orden und Uniformen 17. Jahrhundert-1820; - Journale und Akten betr. den Einsatz des hessischen Militärs (mit Korrespondenzen des Brigadiers v. Schmalkalder, des Generalmajors v. Wittgenstein und des Obersten v. Lindau) 1792-1813; - Verfügungen und Reskripte der Generaladjutantur und des Oberkriegskollegs, Ordrebücher, Berichte des Generalkommandos, Meldungen verschiedener Truppenteile 1813-1872; - Errichtung des Veteranendenkmals auf dem Marienplatz in Darmstadt 1872-1880.
(4) Einzelne Regimenter: Landesausschuss, Landmiliz, Schützengesellschaften 1540-1809; Landbataillone, Landregiment 1701-1806; - Kavallerie: Leibregiment zu Pferde, Erbprinzen-Regiment zu Pferde, Franz-Ernst- Dragonerregiment, Garde des grenadiers à cheval 1623-1755; - Garde des dragons 1707-1768; - Leibgarde zu Pferde, Garde du Corps 1675-1812; - Gendarmerie, Landhusarenkorps 1758-1871; - Infanterie: Generalia 17. Jahrhundert - 1820; - Prinz Georgs Regiment 1687-1689; - Erstes Infanterie-Regiment (Leibgarde zu Fuß, Schrautenbachsches Regiment 1678-1768; - Erbprinzen-Regiment 1739-1768; - Kreisregiment, auch Garnison zu Wetzlar 1685-1802; - Regiment Landgraf (in Pirmasens ), später Leibregiment 1777-1804; - Leibgrenadierkorps 1747-1768; - Leibgrenadier-Garderegiment (Regiment Hanau-Lichtenberg, später Zweites Leibgrenadier-Bataillon) 1741-1803; - Leibregiment, später Leibgarde-Regiment 1769-1856; - Regiment Groß- und Erbprinz (und Erstes Leib-Grenadier-Battaillon, 1803: Füsilierbataillon der Brigade Erbprinz) 1791-1830; - Feldjägerkorps 1792-1805; - Chevauxlégers-Regiment 1795-1820; - Artillerie-Korps 1736-1820; - Reserve-Brigaden (Organisation, Reserve-Brigaden Starkenburg, Hessen) 1803-1815; - Leichtes Infanterie-Regiment bzw. -Bataillon, Garde-Füsilier-Regiment 1790-1815; - Volontär-Bataillon 1807-1813; - Regiment Prinz Emil 1814-1818; - Freiwilliges Jäger-Korps 1813-1815; - Landwehr 1813-1821; - Übernahme des Militärs der mediatisierten Standesherren, der Burg Friedberg und der Mittelrheinischen Reichsritterschaft, Regiment Isenburg 1806-1821; - Bürgerwehr 1848-1854.
(5) Subsidien: Hannover 1706-1744; - Vereinigte Niederlande 1747-1749, 1785; - Frankreich 1767-1768; - Preußen 1790; - England 1793-1798 (-1825); - Österreich und Reichssubsidienvertrag 1793-1801.
(6) Ausländisches Militär: Bundesmilitärangelegenheiten, 19. Jahrhundert; - Militär der benachbarten Staaten 16.-19. Jahrhundert.

Findmittel

Online-Datenbank (HADIS)

DV-Findbuch mit Vorbemerkung, auf der Basis der Bearbeitung von Robert Schmitt neu erstellt von Hans-Dieter Ebert , 2000

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

38 m (303 Kartons)

Referent

Lars Adler, Barbara Tuczek

Benutzung

Originale; keine Mikrofiches vorhanden