HStAM Bestand 275 Hilders

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Beschreibung

Serie

Bezeichnung

Amtsgerichte (bis 1968)

Identifikation (kurz)

Titel 

Amtsgericht Hilders

Laufzeit 

1867-1943 (1987)

Siehe

Korrespondierende Archivalien 

Die Justizüberlieferung der in das Landgericht Hilders inklavierten herrschaftlichen Gerichte, nämlich dem Patrimonialgericht der freiherrlichen von Rosenbachischen Erben zu Schackau, dem Patrimonialgericht der Würzburger Universität zu Wüstensachsen und dem Patrimonial- bzw. Herrschaftsgericht der Freiherren von der Tann zu Tann finden Sie im Bestand 112 e.

Bestandsdaten

Geschichte des Bestandsbildners 

Das Fürstbistum Würzburg, zu dem das Amt Hilders gehörte, fiel im Jahre 1803 an Bayern, welches 1804 die Landgerichtsordnung einführte. Das Landgericht Hilders (Unterfranken bzw. Ftm. Würzburg, ab 1817 Untermainkreis) wurde mit der Bekanntmachung vom 8. November 1804 als erstinstanzliches Gericht gebildet. Von 1806 bis 1813 gehörte es zum Großherzogtum Würzburg, bis es 1816 mit anderen ehemals fuldischen Gebieten wieder an Bayern fiel.
Im Jahr 1819 wurden vom Landgericht Weyhers die Orte Batten, Brand, Dietges, Liebhards, Kesselhof, Oberbernhards, Steinbach, Melperts, Seiferts und Thaiden zugeteilt.
Die Landgerichte blieben als unterste Gerichts- und Verwaltungsbehörden bis zum Jahre 1862 bestehen. In diesem Jahre wurde die endgültige Trennung der Verwaltung von der Rechtspflege auf unterer Ebene vollzogen. Als Bayern im Jahre 1866 nach dem verlorenen Krieg Österreichs gegen Preußen den Bezirk Gersfeld an Preußen abtreten musste, erhielt das Landgericht Hilders im Jahr 1867 daraufhin den Status eines preußischen Amtsgerichts. Im Herbst 1945 wurde es aufgehoben und in Hilders wurde eine Zweigstelle eingerichtet, die dem Amtsgericht Fulda zugeteilt wurde.

Gerichtsbezirk im Jahr 1830:
Batten, Brand, Dietges (teilweise auch PG Schackau), Hilders, Lahrbach, Liebhards, Oberbernhards, Melperts, Reulbach, Seiferts, Simmershausen, Thaiden, Wickers, Wüstensachsen
sowie Findlos, die Höfe Brauertshof, Fohlenstall, Heckenhof, Juliushof, Kesselhof, Mathesbergerhof, Ritterhof, Romersrhein, Salzrinnerhof, Sandenhof, Schafsteinerhof, Steinbach, Strüthof, Unkenhof, Weiherhof
- das bis zum Jahr 1848 inklavierte Patrimonialgericht Schackau (s. Best. 112 e):
Danzwiesen, Dietges (teilweise auch LG Hilders), Dörmbach, Eckweisbach, Harbach, Kleinsassen, Langenberg, (Mittel-, Ober- und Unter-) Rupsroth, Schackau
sowie der Wohnplatz Harbach und die Höfe Bubenbach, Delzen, Dörnbach, Eselsborn, Gründingshof, Mauerschell, Oeckenhof und Stellberg

Gerichtsbezirk seit 1867:
Batten, Brand, Danzwiesen, Dietges, Dörmbach an der Milseburg, Eckweisbach, Günthers, Habel, Hilders, Hundsbach, Kleinsassen, Lahrbach, Liebhards, Melperts, Neuschwambach, Neuswarts, Reulbach, Rupsroth, Schlitzenhausen, Seiferts, Simmershausen, Tann, Thaiden, Theobaldshof, Wendershausen, Wickers, Wüstensachsen

Das in nächster Instanz zuständige Landgericht war Hanau, ab Oktober 1944 Kassel.

Enthält 

Zivilprozesse, Aufgebote, Verwaltungsakten, Registerakten, Vormundschaften, Pflegschaften u.a.

Findmittel 

Arcinsys-Datenbank (komplett)

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang 

2,75 MM

Referent 

Herr Dr. Petter, Frau Laube

Bearbeiter 

Frau Haars

Informationen / Notizen

Zusatzinformationen 

Letzte Aktualisierung: 11.04.2018