HStAM Bestand 251 Marburg

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Strafvollzugsbehörde Marburg

Laufzeit

1816-1870, 1933-1950

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Die vorhandene Überlieferung des Stockhauses entstammt einer Aktenabgabe der Strafanstalt Kassel-Wehlheiden an das Staatsarchiv aus dem Jahre 1902. Die Akten des Gerichtsgefängnisses galten lange Zeit als verschollen, bis ein kleiner Teil im Gerichtsgefängnis Gießen aufgefunden wurde. Es handelt sich dabei überwiegend um Gefangenenpersonalakten und einige Verwaltungsakten der Jahre 1933-1950.

Geschichte des Bestandsbildners

Bevor das Marburger Schloss ab dem Jahre 1817 als Stockhaus für Eisensträflinge eingerichtet wurde, bestimmte die westphälische Administration 1809 einen Teil des Südflügels zur Nutzung als Gefängnis. Wenig später erfolgte aufgrund eines Dekrets vom 9.9.1811 im Wilhelmsbau die Einrichtung einer Besserungsanstalt. Im Stockhaus wurden zunächst vorzugsweise zu lebenslanger Haft verurteilte Schwerverbrecher, also Eisensträflinge 1. Klasse, untergebracht. Es folgten später auch Eisensträflinge, die zu zeitlichen Strafen verurteilt worden waren. Daneben diente das Schloss auch als Untersuchungsgefängnis. Das Stockhaus in Marburg (seit 1867 galt die einheitliche Bezeichnung 'Strafanstalten') wurde am 31.3.1869 geschlossen, nachdem die dortigen Gefangenen der Kasseler Anstalt an der Fulda zugeführt worden waren.
Im Jahre 1891 wurde in Marburg das neue Gerichtsgefängnis an der Wilhelmstraße in Betrieb genommen, das bis zum Jahre 1971 bestand.

Enthält

Verwaltungsakten, Gefangenenpersonalakten

Literatur

Kolling, Hubert: Die kurhessischen Straf- und Besserungsanstalten (Europäische Hochschulschriften, Reihe XXXI, Bd. 261), Frankfurt a.M. 1994

Ders.: Das Gerichtsgefängnis Marburg 1891-1971 (Marburger Stadtschriften zur Geschichte und Kultur, 24), Marburg 1988

Findmittel

Arcinsys-Datenbank

Überlieferung des Stockhauses enthalten in Findbuchausdruck '251 Alte Strafanstalten', Seiten 42-49 (retrokonvertiert nach HADIS)

Ablieferungslisten (für Gefangenenpersonalakten des Gerichtsgefängnisses)

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

2 m

Referent

Herr Dr. Petter, Frau Laube