HStAD Bestand G 30 Marienschloss

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Beschreibung

Serie

Bezeichnung

Gefangenenanstalten

Identifikation (kurz)

Titel

Landeszuchthaus Marienschloß (bei Rockenberg)

Laufzeit

1811-1945

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Die ehemalige Abtei Marienschloß bei Rockenberg wurde 1804 als allgemeines Zuchthaus (erste Zentralstrafanstalt) für die gesamte Landgrafschaft Hessen-Darmstadt eingerichtet, 1811 erfolgte die Aufnahme der ersten männlichen Gefangenen. Bis 1822 auch noch Mitnutzung des Stock- und Zuchthauses Darmstadt als Strafanstalt für Zuchthausgefangene der Provinz Starkenburg, seit 1822 endgültige Verbringung aller im Großherzogtum Hessen zu Zuchthaus Verurteilten nach Marienschloß. 1885 Übertragung der Aufsicht über das Landeszuchthaus an das Ministerium des Innern und der Justiz, Sektion für Justizverwaltung (zuvor bei der Provinzialdirektion Oberhessen), ab 1896 allein in der Zuständigkeit des Ministeriums der Justiz (Trennung des seit 1879 bestehenden Gesamtministeriums des Innern und der Justiz in zwei Einzelministerien). 1907 wurde auch eine Abteilung für weibliche Gefangene in Marienschloß eingerichtet, die bis 1930 bestand. 1939 Umwandlung des Zuchthauses in eine Jugendstrafanstalt und Verlegung der erwachsenen Gefangenen in die Sicherungsanstalt Butzbach (Vorgänger seit 1894: Zellenstrafanstalt Butzbach).

Enthält

Amtsbücher (u.a. Gefangenenbücher, Arbeits-/Werkbücher, Rechnungen), Verwaltungs- und Personalakten, Gefangenenpersonalakten (Abteilung GP)

Literatur

Johannes Fleck/Josef Weckler, Justizvollzugsanstalt Rockenberg und politische Gemeinde im Spannungsfeld, Butzbach 1997

Findmittel

Online-Datenbank (HADIS)

(überholt:) maschinenschriftliches Findbuch (mit behörden- und bestandsgeschichtlicher Einleitung), erstellt von Hans Dieter Ebert, Laufbahnprüfungsarbeit 1988

(überholt:) zwei Stehordner mit Verzeichnungsbögen der Gefangenenpersonalakten (alphabetisch)

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

27 m (AZB 81/2013 unverzeichnet)

Referent

Klaus-Dieter Rack