HStAD Bestand H 37 Bensheim

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Beschreibung

Serie

Bezeichnung

Forstämter (heute: Hessen-Forst)

Identifikation (kurz)

Titel

Forstamt Bensheim

Laufzeit

1937-1990

Siehe

Korrespondierende Archivalien

G 38 Bensheim, R4, P3, H 37 Jugenheim, H 37 Ober-Ramstadt

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Die Altregistratur des Forstamts Bensheim wurde 1999, dem Jahr der Auflösung des Forstamts, in zwei Ablieferungen übernommen (AZB 41/1999 und 52/1999).
Die übernommenen Unterlagen der Registratur nach 1945 wurden dem Bestand H 37 Bensheim zugeordnet, während die Altakten aus der Zeit von ca. 1820 bis 1945 den Bestand G 38 Bensheim bilden. Ebenfalls übernommen wurden eine Reihe von Forstzeitschriften, Porträts und Karten, die der Dienstbibliothek, Bildersammlung (R4) und Kartenabteilung (P3) zugeordnet wurden.
Der Bestand H 37 Bensheim wurde zu einem großen Teil im April 2014 bearbeitet. Dazu wurden die Unterlagen zunächst nach Provenienzen sortiert, bevor sie sodann verzeichnet, entmetallisiert, umgebettet und verpackt wurden. Neben den Akten des Forstamts Bensheim fanden sich in dem Bestand auch Vorakten des aufgelösten Forstamts Lorsch, dessen Gebiet nach seiner Auflösung 1965 in den Bensheimer Zuständigkeitsbereich fiel. Da diese Akten zumindest zu einem geringen Teil weitergeführt worden sind, wurden sie mit einem entsprechenden Provenienzhinweis in dem Bestand belassen und mitverzeichnet. Bei den in den Akten befindlichen Plänen und Karten handelt es sich ausschließlich um Kopien und Pausen; diese wurden daher aus inhaltlichen Gründen im Bestand belassen.
Aussortiert wurden hingegen Akten des Forstamts Jugenheim samt Vorakten des aufgelösten Forstamts Ober-Ramstadt, das seit 1976 zum Jugenheimer Forstamtsbezirk gehörte. Diese Akten, die aus bisher ungeklärten Gründen in Bensheim mit übernommen wurden, wurden den Beständen H 37 Jugenheim und H 37 Ober-Ramstadt zugeordnet.
Die Klassifikation des Bestands orientiert sich am Aktenplan der hessischen Staatsforstverwaltung von 1966, da der überwiegende Teil des Schriftguts nach diesem Aktenplan abgelegt wurde.

Geschichte des Bestandsbildners

Die hessische Forstverwaltung war in der Zeit nach 1945 immer wieder Gegenstand teilweise recht tiefgreifender Einsparungsmaßnahmen und Strukturreformen, was sich auch an der Geschichte des Forstamts Bensheim ablesen lässt. Insgesamt wurde die Zahl der Forstämter stetig verringert und gleichzeitig ihr Aufgabengebiet sowie ihre regionale Zuständigkeit immer weiter ausgedehnt; bedeutende Einschnitte gab es vor allem in den 1970er und 1990er Jahren.
Während so etwa zum Forstamtsbezirk Bensheims 1960 noch die Forstreviere Jägersburg, Groß-Hausen, Schwanheim, Gronau und Elmshausen gehörten, bot sich etwa 15 Jahre später ein ganz anderes Bild: Nachdem das Forstamt Lorsch zum 1. Februar 1965 aufgelöst worden war, wurde sein Verwaltungsbezirk dem Forstamt Bensheim unterstellt, das im Jahr 1976 somit für die Reviere Jägersburg, Einhausen, Gronau, Lorsch, Bensheim und Lautertal zuständig war.
In den 1990er Jahren begann der damalige hessische Innenminister Gerhard Bökel eine tiefgreifende Forststrukturreform, die durch die Regierung unter Roland Koch noch weiter intensiviert wurde und in der Gründung des Landesbetriebs Hessen-Forst 2001 mündete. Die seit den Reformen der 1970er Jahre bestehenden 111 Forstämter wurden in dieser Zeit auf 85 reduziert und nachdem bereits 1995 die Zusammenlegung der Forstämter Heppenheim und Bensheim im Gespräch gewesen war, führten die Reformen in der hessischen Forstverwaltung im Oktober 1999 schließlich zur Auflösung des Forstamts Bensheim. Bei der Gründung von Hessen-Forst 2001 und den damit verbundenen erneuten Neugliederungen wurden Teile des Bensheimer Forstamtsbezirks dann tatsächlich als Revier Bensheim dem Forstamt Heppenheim zugeschlagen, während das Revier Lorsch zum Forstamt Lampertheim gehörte.
Nach einer erneuten Strukturreform in der hessischen Forstverwaltung in den Jahren 2004/2005, in deren Rahmen die Zahl der Forstämter von 85 auf 41 mehr als halbiert und unter anderem das Forstamt Heppenheim aufgelöst wurde, bilden heute Teile des ehemaligen Forstamtsbezirks Bensheim das Forstrevier 214 Bensheim des Forstamts Lampertheim.
Behördenleiter:
? - 1964 Rudolf Graulich
1964 - 1980 Walter Truschel
1980 - 1999 Dr. Michael Jestaedt

Enthält

Der Bestand H 37 Bensheim umfasst etwa 6,5 m Akten, überwiegend aus der Zeit zwischen 1950 und 1975. Inhaltlich spiegelt sich in den Unterlagen vor allem die allgemeine Forstverwaltung, die Waldbewirtschaftung sowie der Grundstücksverkehr und die Nebennutzung von Forstgrundstücken.

Literatur

Oliver Bock, Im Wald geht der Personalabbau weiter, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 3.4.2006.

Peter Bock, Forstämter unter einem Dach. Bensheim und Heppenheim: Bis Jahresende soll entschieden sein, in: Darmstädter Echo vom 15.9.1995.

Die Bundesrepublik Deutschland : Staatshandbuch / Teilausgabe Land Hessen, Köln u.a. 1961, 1967, 1971, 1976, 1981, 1988, 1990, 1992, 1994, 1996, 2005.

Dienstakte des HStAD zum Forstamt Bensheim (AZ 426/6 Bensheim)

Geschäftsberichte des Landesbetriebs Hessen-Forst für die Jahre 2004 sowie 2005/2006, pdf-Dateien über http://www.hessen-forst.de/service-downloads-1157.html (Zugriff am 6.5.2014).

August Henne, Die Hessische Landesforstverwaltung im Spiegel ihrer Jahresberichte 1950-1998, Hann. Münden o.J.

Hessen-Jahrbuch : Ministerien, Behörden, Kommunen, Verbände, Einrichtungen des öffentlichen Lebens. - München : Saur, 1.2000 - 9.2008.

Staatsanzeiger für das Land Hessen

Eberhard Westernacher: Organisation der Landsforstverwaltung, in: Werden und Wandel. Hessens Forstwirtschaft auf dem Weg in das 3. Jahrtausend, hrsg. v. Hessischem Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Forsten, Wiesbaden 2000, S. 95-112.

Findmittel

Arcinsys-Datenbank

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

8,375 m

Referent

Karina Jaeger

Bearbeiter

Jasmin Hähn

Informationen / Notizen

Zusatzinformationen

korrespondierende Archivalien in H 37 Jugendheim (aus Bestand H 37 Bensheim entnommen)