HStAD Bestand C 1 A

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Beschreibung

Serie

Bezeichnung

Handschriften (Urkundensammlungen und Kopiare, Kanzleibücher, historiographische, personengeschichtl

Identifikation (kurz)

Titel

Urkundensammlungen und Kopiare

Laufzeit

ab 1248/1249

Siehe

Korrespondierende Archivalien

Siehe auch weitere Amtsbücher vor allem in den Beständen F 3 (Burg Friedberg), F 11 (Abtei Ilbenstadt) F 12 (Deutschordenskastnerei Kloppenheim), F 16 (Amt Babenhausen), F 21 (Grafschaft Erbach-Schönberg), F 23 (Grafschaft Schlitz), F 24 (Grafschaft Solms-Rödelheim); außerdem in den Abteilungen C 2 (Salbücher), C 4 (Gerichtsbücher), C 11 (Kirchenbuchduplikate), C 12 (Judenmatrikel), C 13 (Standesamtsregister), C 21 (Alte Repertorien), D 21 (Grafschaft Hanau-Lichtenberg), O 1 (Familie v. Dalberg), O 2 (Familien v. Harnier/Pretlack), O 4 (Familie Wolff v. Todenwarth) und R 21 E (Kirchenbuchkarteien)

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Die Handschriftenabteilung wurde vermutlich von Ludwig Baur Mitte des 19. Jahrhunderts angelegt. Es handelt sich um eine aus unterschiedlichsten Provenienzen zusammengesetzte Selektabteilung von Amtsbüchern, die im Laufe der Zeit gesammelt oder aus anderen Abteilungen des Staatsarchivs Darmstadt ausgegliedert wurden. Eingegliedert wurde vor allem das Gros der Handschriftensammlung Bodmann-Habel, soweit diese nach Darmstadt gelangt war (siehe die Aufzeichnungen von Archivdirektor Dr. Fritz Herrmann, C 21 Nr. 90). 1944 gingen im Gefolge der Bombenangriffe auf Darmstadt zahlreiche wichtige Handschriften des Bestands verloren, namentlich die Ingelheim-Betreffe: Hs. 66 und 67 (zwei Gerichtsbücher des Ingelheimer Freigerichts bzw. Oberhofs von 1377-1435 und 1458-1469), Hs. 68 (Kopialbuch der Augustinerchorherren zu Nieder-Ingelheim vom Ende des 15. Jahrhunderts), Hs. 254/100/U-XXX (Matrikeln des Schrautenbachischen Regiments seit Ende des 17. Jahrhunderts samt anderen Regimentsmatrikeln und Militärkirchenbüchern), Hs. 255 a-h und l-n (Kirchenbücher etc. der Schlosskirche und Hofpfarrei Darmstadt seit 1707), Hs. 255/20 (Katholisches Kirchenbuch Geinsheim), Hs. 255/25 (Evangelisches Kirchenbuch Kleestadt 1598-1603), Hs. 255/26 (Evangelisches Kirchenbuch Schaafheim und Schlierbach 1575-1604), Hs. 264 (Fragment eines Seelbuchs der Friedberger Augustiner), Hs. 269 (Reformiertes Kirchenbuch Alsheim 1698-1798), Hs. 270 (Katholisches Kirchenbuch Fürfeld 1776-1798), Hs. 279 (Matrikeln der Universität Mainz III und IV, 1578-1732; Bände I und II fehlten schon vorher), Hs. 284/10 (Bodmanns Auszüge aus dem Nekrolog von St. Martin zu Worms), Hs. 284/12 (Kirchenbuch Gau-Weinheim 1799-1816), Hs. 284/14 (Kirchenbuch und Zivilstandsregister Stadecken 1690-1806), Hs. 285/15 (Kirchenbuch Zotzenheim 1751-1798), Hs. 284/17 (Kirchenbuch Mörstadt 1707/8-1798, 1814), Hs. 284/18 (Verzeichnis der Familien im Kirchenbuch Arheilgen 1681-1807), Hs. 284/20 (Kathol. Kirchenbuch Horchheim 1692ff.), Hs. 284/22 (Reformiertes und Katholisches Kirchenbuch Armsheim 1688-1798 bzw. 1773-1803) sowie weitere nicht mehr identifizierbare Kirchenbücher, Hs. 295/20 (Nebel, Geschlechtsregister und Verwandtschaftstafeln) und Hs. 363 (Stammbuch des Johann Friedrich Diez von Weidenberg). Ein erstes maschinenschriftliches Repertorium wurde 1916 von Fritz Herrmann angelegt (heute C 21 Nr. 99). Es basierte auf einem älteren Zettelrepertorium, das aus 203 Nummern mit zahlreichen Zwischennummern und Nachträgen bestand. Auf der Grundlage dieses Repertoriums hat Albrecht Eckhardt unter Neuformierung des Bestands (Abtrennung der unter C 6, C 11, C 12 und C 13 zusammengefassten Amtsbücher siehe dort), aber unter Beibehaltung der alten Signaturen eine Neuverzeichnung vorgenommen und in einem 1970 erstmals veröffentlichten Repertorium vorgelegt. Die durch Kriegseinwirkung verlorenen oder an andere Archive und Bibliotheken abgegebenen Amtsbücher wurden in der Verzeichnung weiterhin aufgeführt, so dass dieses Repertorium als ergänzendes Findmittel von Bedeutung bleibt (Abteilung C 1 Handschriften, bearb. von Albrecht Eckhardt, 2. Aufl. Darmstadt/Marburg 1974). Da der Bestand durch zahlreiche Zugänge, die u.a. durch Herausnahme aus anderen Beständen des Staatsarchivs und durch Neuerwerbungen bedingt waren, und auch durch ein uneinheitliches und kompliziertes Signiersystem unübersichtlich geworden war, hat sich Friedrich Battenberg zu einer völligen Neuformierung und Neuverzeichnung entschlossen. Die 1988 begonnenen Verzeichnungsarbeiten konnten 1990 mit der Veröffentlichung des Repertoriums abgeschlossen werden. Die wichtigsten Provenienzen des Bestands betreffen: Sammlung Christoph Friedrich Ayrmann, Sammlung Bodmann-Habel, Herrschaft Frankenstein, Reichsstadt Frankfurt, Burg Friedberg, Großherzogtum Hessen, Landgrafschaft Hessen bzw. Hessen-Darmstadt, Grafschaft Isenburg-Büdingen, Klöster Altenmünster, St. Jakobsberg und Karthause St. Michelsberg zu Mainz, Stifte Heiligkreuz, St. Johann, Mariengreden, St. Moritz, St. Peter, St. Stephan und St. Viktor zu Mainz, Universität Mainz, Stift St. Martin in Ober-Mockstadt, Kurfürstentum Pfalz bei Rhein (mit Geistlicher Administration, Ämtern Alzey und Umstadt), Sammlung Johann Friedrich Schannat, Sammlung Helfrich Bernhard Wenck, Reichsstadt Wimpfen am Berg, Stfit St. Peter in Wimpfen im Tal, Domstift und Hochstift Worms, Stifte St. Andreas, St. Martin und St. Paul zu Worms, Familie zum Jungen. - Der Bestand besteht aus vier Abteilungen: Abteilung A (Urkundensammlungen und Kopiare), Abteilung B (Kanzleibücher), Abteilung C (Historiographische Quellen), D (Personengeschichtliche und heraldische Quellen).

Enthält

Abteilung A enthält Urkundensammlungen und Kopiare (195 Bücher). In dieser Gruppe befinden sich auch neuere Abschriftensammlungen, die weniger zur Rechtssicherung angelegt wurden, sondern historiographischem oder lokalgeschichtlichem Interesse ihre Entstehung verdanken. Unter ihnen sind Amtsbücher betr. das Kurfürstentum Pfalz, die Grafschaften und gräflichen Familien v. Falkenstein-Münzenberg, v. Isenburg-Büdingen, v. Katzenelnbogen, v. Solms-Lich, v. Sponheim, v. Stolberg-Königstein, die Wild- und Rheingrafen, die Herrschaften und Familien v. Bünau, v. Döring, v. Eppstein-Königstein, Eppstein-Münzenberg, Forstmeister v. Gelnhausen, v. Hirschhorn, v. Hohenfels-Reipoltskirchen, zum Jungen, v. Trimberg, betr. Klöster und Stifte zu Alzey, Amorbach, Arnsburg, Aschaffenburg, Disibodenberg, Eberbach, Engelthal, Ersheim, Friedberg, Gundersheim, Hersfeld, Hoch-Weisel, Lorsch, Mainz, Mosbach (im Bachgau), Neuhausen, Nidda, Nieder-Weisel, Ober-Flörsheim, Ober-Mockstadt, Ober-Mossau, Oppenheim, Patershausen, Pfaffen-Schwabenheim, Schiffenberg, Seligenstadt, Wimpfen, Worms, betr. die Orte Alsfeld, Bingenheim, Büdingen, Butzbach, Ginsheim, Heppenheim, Hirschhorn, Königstädten und Wimpfen. Besonders hervorzuheben sind Georg Friedrich Schotts Abschriftensammlung 'Diplomata Rhingravica' (A Nr. 136-142) und Franz Joseph Bodmanns Abschriftensammlung zur Geschichte des Erzstifts Mainz (A Nr. 70-76).

Findmittel

Online-Datenbank (HADIS)

Gedrucktes Findbuch (eingehende Beschreibungen der Einzelbände, systematisch und nach Orten geordnet, mit Vorbemerkung, Konkordanz, Provenienzverzeichnis und Indices): Handschriften, Abt. C 1. Urkundensammlungen und Kopiare, Kanzleibücher, historiographische, personengeschichtliche und heraldische Quellen, bearb. von Friedrich Battenberg, Darmstadt 1990 (Repertorien des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt 5)

Gedrucktes Spezialfindbuch für die Wormser Domkapitelsprotokolle: Die Protokolle des Wormser Domkapitels 1544-1802 (Abt. C 1 B Nr. 132-164). Analytischer Index (Personen und Orte), bearb. von Erich Schwan, unter Mitwirkung von Eckhart G. Franz, Darmstadt 1992 (Repertorien des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt 34)

Maschinen- und handschriftliche Spezialfindbücher: C 1 A Nr. 1-6: Urkundensammlung Johann Christoph v. Limbach, chronologische Kurzregesten mit Ortsindex, angelegt 1954 von Hellmuth Gensicke; C 1 A Nr. 7: Grafschaft Katzenelnbogen, Urkundenregesten, 19. Jh.; C 1 A Nr. 13: Karmeliter zu Hirschhorn, Urkundenregesten, angelegt von Albrecht Eckhardt 1973; C 1 A Nr. 16: Herrschaft Hirschhorn, Urkundenregesten, angelegt von Albrecht Eckhardt 1973; C 1 A Nr. 22: Abtei Seligenstadt, Urkundenregesten, 19. Jh.; C 1 A Nr. 27: Stift St. Peter in Wimpfen im Tal, Urkundenregesten, 19. Jh.; C 1 A Nr. 33 und 34: Stift St. Peter in Wimpfen im Tal, Ortskartei, angelegt von Ferdinand Koob um 1950; C 1 A Nr. 39, 40, 42, 43, 44, 45, 46: Herrschaft Falkenstein-Münzenberg, Chronologische Urkundenregesten, angelegt 1928/1930 von Ludwig Clemm; C 1 A Nr. 47, 49, 50, 51, 52: Kugelhaus Butzbach, Kloster Engelthal, Familien v. Bünau und Döring, Chronologische Urkundenregesten, angelegt 1931 von Ludwig Clemm; C 1 A Nr. 69: Erzstift Mainz, Kurzregesten (maschinenschriftlich), angelegt wohl von Ludwig Clemm; C 1 A Nr. 70-76: Kurfürstentum Mainz (Moguntina Bodmanns), alphabetisches Register der Betreffe, jeweils mit Kurzregesten, und Ortsregister, angelegt wohl von Franz Joseph Bodmann; C 1 A Nr. 89: St. Agnes zu Mainz, Chronologische Kurzregesten, angelegt von Arthur Wyss 1881; C 1 A Nr. 91: Augustiner zu Mainz, Chronologische Kurzregesten, angelegt von Arthur Wyss 1882; C 1 A Nr. 100: St. Johann zu Mainz, maschinenschriftliche Regesten mit Ortsindex; C 1 A Nr. 103: Karthause St. Michelsberg zu Mainz, chronologische Kurzregesten, angelegt von Arthur Wyss 1881; C 1 A Nr. 114 und 115: Stift St. Peter zu Mainz, chronologische Kurzregesten, angelegt von Arthur Wyss um 1880; C 1 A Nr. 116: Stift St. Stephan zu Mainz, chronologische Kurzregesten, angelegt von Arthur Wyss 1881; C 1 A Nr. 129 und 130: Stift St. Viktor zu Mainz, chronologische Kurzregesten, angelegt von Arthur Wyss 1881; C 1 A Nr. 149, 152-155: Stift St. Andreas zu Worms, Chronologische Kurzregesten, 19. Jh.; C 1 A Nr. 169: Abtei Eberbach, Urkundenregesten und Urkundenkartei, angelegt 1935/1936 von Ludwig Clemm.

unverzeichnet: 0

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

13,5 m (ca. 200 Bände)

Referent

Lars Adler

Benutzung

Mikrofiches mit neuen Signaturen (von 2001)